
Sportmuseum Berlin
Deutschlands älteste und größte Sportsammlung
Das Sportmuseum Berlin ist nicht nur das älteste seiner Art in Deutschland, sondern ein Ort, der die gesellschaftliche und politische Dimension von Sport sichtbar macht. Mit über 100.000 Objekten und 1,5 Millionen Bildmotiven erzählt das Museum Geschichten von Bewegung, Macht und Menschlichkeit.
Das Sportmuseum Berlin im Olympiapark ist wegen Umbauarbeiten und Vorbereitung der zukünftigen Dauerausstellungen bis Mitte 2026 geschlossen.
Das Sportmuseum Berlin verbindet sportliche Erinnerungskultur mit historischer Reflexion und gesellschaftlicher Aufarbeitung. Als Teil der Stiftung Stadtmuseum Berlin greift es zentrale Fragen auf: Wie prägt Sport Identitäten? Wie spiegeln sich politische Umbrüche in Sportstrukturen wider? Der Standort im Olympiapark Berlin, selbst ein geschichtsträchtiger Ort, vertieft diesen kulturhistorischen Bezug.
Architektur & Historische Entwicklung
Der funktionale Bau der Nachkriegsmoderne bildet einen bewussten Kontrast zur monumentalen Architektur des Olympiageländes. Als Ort der Archivierung, Forschung und bald auch wieder Ausstellung dient das Gebäude der Bewahrung wie auch der kritischen Auseinandersetzung mit Sportgeschichte.
Die Ursprünge der Sammlung reichen zurück bis in die frühen Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. 1995 wurde das Museum Teil der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Seitdem wuchs nicht nur der Bestand, sondern auch die wissenschaftliche Bedeutung: Die etwa 37.000 Bände sporthistorischer Literatur umfassende Bibliothek dokumentiert die sportliche Entwicklung in Ost und West ebenso wie internationale Bewegungen. Das Museum archiviert Verbandszeitschriften, Bildmaterialien und Alltagsgegenstände, die den Sport in seinen vielfältigen gesellschaftlichen Rollen beleuchten.

Mit seiner Lage im Olympiapark steht das Museum in enger Verbindung zur Geschichte der Olympischen Spiele von 1936, einem symbolischen Moment in der deutschen Geschichte. Die Auseinandersetzung mit dieser Zeit sowie mit den Entwicklungen im DDR- und BRD-Sport, aber auch mit den Biografien von Sportler:innen aus marginalisierten Gruppen, zeigt das Museum als reflektierten Erinnerungsort. Die geplante neue Dauerausstellung ab 2026 verspricht zeitgemäße Perspektiven und innovative Formate.
Besuchsdetails & Erreichbarkeit
Das Sportmuseum Berlin ist aktuell wegen umfassender Umbauarbeiten und der Vorbereitung einer neuen Dauerausstellung bis Mitte 2026 geschlossen. Recherchen in der Bibliothek, Fotothek oder im Archiv sowie Anfragen zur Sammlung sind möglich nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung unter sportmuseum@seninnsport.berlin.de