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Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten.
Sicht auf den Braumkronen- und Zeitreisepfad © TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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Baumkronen- und Zeitreisepfad Beelitzer Heilstätten

Ein Spaziergang durch Raum und Zeit

Wer jemals einen Fuß auf das verwunschene Gelände der Beelitzer Heilstätten gesetzt hat, weiß um den Zauber dieser Anlage. Die inzwischen stark verfallenen Gebäude strahlen immer noch einen unvergleichlichen Charme aus. Die weitläufige alte Parkanlage führt die Besucher über 100 Jahre in die Vergangenheit zurück. Natur, Geschichte und Architektur verschmelzen an diesem magischen Ort zu einem Gesamtkunstwerk.

Hoch in den Wipfeln

Im September 2015 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Frauen-Lungenheilstätte der erste Baumkronenpfad in Brandenburg eröffnet. Über eine Länge von mehr als 300 Metern überquert er in Höhen bis zu 23 Metern die mit Bäumen überwucherte Ruine eines der Heilstätten-Pavillons. Vom 36 Meter hohen Aussichtsturm hat man einen beindruckenden Rundumblick in die Landschaft.

Erholung vom Moloch Berlin

Heute kommen viele Erholungssuchende sowie Natur- und Sportbegeisterte in ihrer Freizeit hier her. Ende des 19. Jahrhunderts war das ganz anders. Für kranke Berliner entstand in dem rund 140 Hektar großen Waldgelände eine Lungenheilanstalt und ein Sanatorium. In den überbelegten Mietskasernen des Molochs Berlin erkrankten damals unzählige Menschen an Lungentuberkulose und Kuraufenthalte an Orten mit sauberer Luft sollten ihnen helfen. Die Waldgebiete rund um Beelitz, nur 50 Kilometer von der Berliner Innenstadt entfernt, waren dafür bestens geeignet.

Wie eine kleine Stadt

Schon 1928 wurde das Heilstättengelände vergrößert. Auf den neuen Flächen wurde u.a. ein Krankenhaus für die chirurgische Behandlung erbaut, eine Wäscherei und eine Ladenzeile mit sechs Geschäften: Schuhmacher, Schreibwarenhändler, Seifenwerkstatt, Bäcker und Schneiderei. Bald gab es Platz über 1.300 Patienten.

Sowjetarmee und DDR-Zeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gelände 1945 von der Roten Armee übernommen und war bis 1994 das größte Militärhospital der sowjetischen Armee außerhalb der Sowjetunion. Im Dezember 1990 fand hier der gestürzte DDR-Staatschef Erich Honecker mit seiner Frau Unterkunft. Seit dem Abzug der Roten Armee 1994 verfällt das Areal.

Anreise

Mit dem PKW über die A9 Berlin – Nürnberg Abfahrt 2 „Beelitz-Heilstätten“, oder die Landesstraße 88. Mit der Regionalbahn Linie 7 Berlin – Dessau in rund 1 Stunde Fahrtzeit bis zum Bahnhof "Beelitz – Heilstätten" und 5 Minuten den Hinweisschildern Richtung Baumkronenpfad Beelitz Heilstätten bis zum "Pförtnerhaus" folgen. Mit dem Fahrrad auf dem den Europaradweg R1 (Calais, Frankreich - St. Petersburg, Russland).