Die Krokusse blühen, die Sonne gewinnt an Kraft und im Museumsdorf Düppel weicht mit Feuer und Lärm der letzte März-Frost. Doch nicht nur dank heidnischer Rituale erwartet euch ein energiegeladenes Wochenende: Die Berliner Bühnen bieten zeitgenössischen Tanz, Zirkus und Oper und ein freundliches Schlossgespenst lädt zum Flanieren ein. Raus aus dem Haus und rein in den Frühling!
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Tipp 1: Genießt einen Opernabend mit Erin Morley und Lawrence Brownlee
Am Sonntagabend sind zwei außergewöhnliche Gesangstalente im Konzerthaus zu Gast: Erin Morley und Lawrence Brownlee reisen aus den USA an, um unter der Leitung von Renato Balsadonna mitreißende Arien und Duette zu präsentieren. Beide standen bereits auf den Bühnen der bedeutendsten Opernhäuser der Welt und gehören mit ihren unzähligen Auszeichnungen zu den herausragenden Stimmen ihrer Generation. Von Verdi über Bizet, Bellini, und Rossini bis hin zu Delibes führen euch die Sänger:innen gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin durch Höhepunkte der Opernkunst.
Wann: Sonntag um 20 Uhr
Wo: Konzerthaus – Großer Saal, Gendarmenmarkt 2, Mitte
Erin Morley & Lawrence Brownlee
Tipp 2: Erlebt theatralische Zirkuskunst mit BELLO! Im Chamäleon Berlin
Bello – ein Wort, das in unserer Sprache an einen Hund denken lässt, im Italienischen jedoch etwas ganz anderes bedeutet. Wörtlich übersetzt heißt bello „schön“ – und genau um dieses kleine Wort herum hat das italienische Zirkuskollektiv Fabbrica C eine eigene Geschichte entwickelt. Sieben Zirkuskünstler:innen und eine Schauspielerin gehen in BELLO! der Frage nach, wo Schönheit ihren Ursprung hat: nicht etwa im Gesicht, im Gang oder in der Statur, sondern im Innersten des Herzens. Es erwartet euch eine Erkundung des menschlichen Daseins mit körperlicher Poesie und atemberaubender Akrobatik
Wann: Freitag um 20 Uhr, Samstag um 17 und um 20:30 Uhr, Sonntag um 18 Uhr
Wo: Chamäleon Berlin (in den Hackeschen Höfen), Rosenthaler Straße 40-41, Mitte
Tipp 3: Tanzt im Kesselhaus zu der Musik von The Klezmatics
Seit ihrer Gründung im New Yorker East Village der 1980er Jahre, haben The Klezmatics nicht nur einen Grammy gewonnen, sondern ein ganzes Genre revolutioniert. Ihr Stil verbindet jiddische Lieder und osteuropäische Klezmer-Wurzeln mit Elementen aus Jazz und Latin. Dazu treten musikalische Einflüsse aus dem Balkan, dem Nahen Osten, Afrika und den USA. Die Klezmatics machen Weltmusik im besten Sinne. Es entsteht energiegeladene Tanzmusik, die auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu hören ist. Am Wochenende könnt ihr The Klezmatics im Kesselhaus der Kulturbrauerei live erleben – und während eines einzigen Konzerts musikalisch um die ganze Welt reisen.
Wann: Freitag um 20 Uhr
Wo: Kulturbrauerei – Kesselhaus, Knaackstraße 97, Prenzlauer Berg
Tipp 4: Lauscht L'Italiana in Algeri in der Deutschen Oper
In der Deutschen Oper Berlin erwartet euch mit L'Italiana in Algeri an diesem Wochenende gleich das nächste Opernhighlight. Die Opernkomödie zählt bis heute zu den herausragenden Werken des Belcanto. Mit einer gekonnten Kombination aus satirischer Handlung, exotischer Ästhetik und musikalischer Raffinesse machte sie ihren damals gerade einmal 21-jährigen Schöpfer Gioachino Rossini über Nacht zum Star. Am Samstagabend gibt Rolando Villazón über 200 Jahre nach der Uraufführung seine Inszenierung des Klassikers zum Besten.
Wann: Samstag um 19:30 Uhr
Wo: Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, Charlottenburg
Tipp 5: Zieht mit Schlossgespenst Waldemar durchs Jagdschloss
In jedem richtigen Schloss spukt es – so auch im Jagdschloss Grunewald. Der hier ansässige Geist ist glücklicherweise einer von den Guten. Schlossgespenst Waldemar hat es nicht so mit dem Erschrecken, sondern besinnt sich lieber aufs Geschichtenerzählen. Für Kinder ab fünf Jahren gibt es am Wochenende eine besondere Führung, in der Waldemar die Geheimnisse des Schlosses lüftet. Wer hat hier früher einmal gelebt? Welche Kleider trug die Kurfürstin am liebsten? Und wie benahm man sich bei Hofe? Euch erwartet eine liebevoll kuratierte Familienveranstaltung im Rahmen des Themenjahres Kunst und Politik.
Wann: Sonntag um 14 Uhr
Wo: Jagdschloss Grunewald, Hüttenweg 100, Grunewald
Tipp 6: Behaltet auf dem Fernsehturm die gesamte Stadt im Blick
Berlin ist aus jeder Perspektive ein besonderer Anblick – besonders beeindruckend ist die Aussicht auf die Stadt aber von oben. Und nirgends ist die Vogelperspektive auf Berlin erhabener, als auf dem höchsten Gebäude Deutschlands. Mit seinen stolzen 368 Metern hält diesen Titel nach wie vor der Berliner Fernsehturm. Ein Aufzug bringt euch in nur 40 Sekunden auf die Aussichtsplattform in über 200 Meter Höhe. Dort könnt ihr einen 360°-Panoramablick auf die Stadt werfen. Und wo ihr schon einmal oben angekommen seid, lädt auch gleich die Sphere Bar mit Tim Raues Köstlichkeiten zum Verweilen ein.
Wann: Freitag, Samstag und Sonntag ab 9 Uhr
Wo: Berliner Fernsehturm, Panoramastraße 1A, Mitte
Tipp 7: Erlebt die einzigartige Körpersprache von SHADE 22
Die Bühne des Pfefferberg Theaters gehört am Samstagabend ganz dem zeitgenössischen Tanz. Mit SHADE 22 präsentiert die Berliner DART Dance Company hier ihr neuestes Programm, bestehend aus drei herausragenden Einzelstücken. Die Berliner Kompanie um Kinga Varga verbindet Ballett, Contemporary und akrobatische Elemente zu einer ganz eigenen Bewegungssprache. Smash Me Softly von Iacopo Loliva thematisiert digitale Isolation, Kompot von Kinga Varga erzählt von Leben und Vergänglichkeit und Laura Guys Are you coming to my pyjama party bringt Intimität und Verletzlichkeit auf die Bühne.
Wann: Freitag und Samstag um 19 Uhr
Wo: Pfefferberg Theater, Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg
Tipp 8: Verabschiedet beim Märkischen Winteraustreiben Schnee und Frost
Das Museumsdorf Düppel hält als originalgetreue Rekonstruktion einer brandenburgischen Mittelaltersiedlung die Vergangenheit lebendig. Dazu gehören auch Bräuche und Rituale aus alten Zeiten. Für die landwirtschaftlich geprägte Gemeinschaft war der Frühlingsanfang eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres. Am Wochenende habt ihr beim Märkischen Winteraustreiben die Gelegenheit, live mitzuerleben, wie dieser Anlass damals gefeiert wurde. Nach alter Tradition erwartet euch ein festlicher Umzug durch Wald und Wiesen. Als Höhepunkt werden selbst gebastelte Strohpuppen verbrannt, die den Winter symbolisieren. Zur Stärkung gibt es frisches Fladenbrot aus dem Feuerofen!
Wann: Samstag und Sonntag ab 10 Uhr
Wo: Museumsdorf Düppel, Clauertstraße 11, Zehlendorf
Tipp 9: Macht euch auf zu Kunsthandwerk in der Vagabund Brauerei
Hinter dem Namen Be Market verbirgt sich ein kleines Berliner Kollektiv, das sich der Förderung des lokalen Kunsthandwerks verschrieben hat. Die Veranstaltungsformate sind dabei so vielfältig wie die Veranstaltungsorte. Am Wochenende kuratiert Be Market den Kunstmarkt mit Craft-Beer-Kultur in der Vagabund Brauerei im Wedding. Im Kesselhaus zeigen über 30 lokale Künstler:innen ihre Schätze – zwischen Brauhaus, Bar und Biergarten. Die perfekte Gelegenheit für einen ausgedehnten Sonntagsbummel oder einfach ein leckeres Craft Beer in kreativem Ambiente.
Wann: Sonntag von 12 bis 18 Uhr
Wo: Vagabund Brauerei – Kesselhaus (Osram-Höfe), Oudenarder Str. 16-20, Wedding
Tipp 10: Erkundet drei Berliner Museen mit einem Ticket
Drei auf einen Streich – und das mit nur einem Ticket. Am Wochenende erhaltet ihr Zugang zu gleich drei Berliner Kulturorten: dem Museum Ephraim-Palais, der Nikolaikirche und dem Knoblauchhaus. Alle liegen im Nikolaiviertel, das in den achtziger Jahren historisch rekonstruiert wurde, und sie erzählen vom Berlin vergangener Jahrhunderte. Zwischen barocker Architektur und original erhaltenen Wohnräumen taucht ihr hier in die Anfänge der Stadt ein. Das Nikolaiviertel gilt als Geburtsort der heutigen Metropole und lädt mit seinen Museen zu einem kulturellen Wochenendbummel durch 800 Jahre Stadtgeschichte ein.
Wann: Freitag, Samstag und Sonntag zu verschiedenen Öffnungszeiten
Wo: Nikolaiviertel, Mitte
Tipp 11: Erlebt Bishop Blacks Regiedebüt im Ballhaus Naunynstraße
In seinem Kunstschaffen erforscht Bishop Black seit vielen Jahren die Alltagserfahrungen widerständiger Existenzen. In dieser Tradition steht auch Blacks vierte Arbeit und Regiedebüt im Ballhaus Naunynstraße: Flight of the Canaries. Blacks Hauptfigur lebt ein Leben zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Anspruch und Selbstbestimmung – als Schwarze Person in einer weißen Welt. Zwischen Drag, Burlesque und poetischen Bildern entsteht ein kraftvoller Abend über Widerstand und Verwandlung.
Wann: Freitag und Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 19 Uhr
Wo: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, Kreuzberg
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