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11 Top Events im Herbst

Freedom Week & Festival of Lights

Tram in der Oranienburger Straße
, © visitBerlin, Foto: GettyImages, golero

Die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Der Herbst steht vor der Tür. Und in diesem Jahr hat er zum Glück wieder viele Festivals, Premieren und Ausstellungen mitgebracht. Damit ihr diese Jahreszeit bei jeder Wetterlage in vollen Zügen genießen könnt, zeigen wir euch unsere Top 11 Events im Herbst 2026.

Tipp 1: Festival of Lights lässt Berlin leuchten

Festival of Lights
, © GettyImages, Foto: fhm

Wenn es wieder früher dunkel wird, beginnt Berlin zu leuchten. Wie jeden Herbst taucht auch dieses Jahr wieder das Festival of Lights die Stadt in buntes Licht. Unter dem Motto „Colors of Love“ erlebt ihr spektakuläre Lichtkunst und Videoinstallationen, die die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins zum leuchten bringen. Nutzt die lauen Oktoberabende für einen Spaziergang durch die Stadt genießt die Magie der Projektionen und lasst euch von Musik, Licht und Atmosphäre verzaubern.

Ein echtes Highlight ist das diesjährige Festival of Lights IN CONCERT im Berliner Dom. Unter anderem spielen diesmal DJs wie Westbam, Anja Schneider oder Chris Bekker den Soundtrack zu den schillernden Projektionen.

Ganz bequem könnt ihr bei zahlreichen Touren und Schiffsfahrten die schönsten Lichter-Spektakel entdecken. 

Wann: 9. bis 18. Oktober 2026
Wo: verschiedene Standorten in ganz Berlin

 festival of Lights

Tipp 2: Feiert die Freiheit bei der Berlin Freedom Week

Mauerfall 1989
, © imageBROKER.com GmbH & Co. KG/Alamy Stock Foto, Foto: Norbert Michalke

Freiheit feiern, Demokratie gestalten, Zukunft denken: Zur Berlin Freedom Week vom 7. bis 14. November 2026 wird Berlin wieder zur Bühne für mutige Ideen, engagierte Stimmen und globale Visionen. Euch erwarten Workshops, Kulturveranstaltungen und interaktive Formate – an Orten, die selbst Geschichte erzählen. Ob ihr euch für Menschenrechte, politischen Wandel oder gesellschaftlichen Zusammenhalt interessiert: Diese Woche ist für alle, die etwas bewegen wollen. Lasst euch inspirieren – und werdet selbst aktiv!

Ein absolutes Highlight der Woche ist die Berlin Freedom Conference am 10. November 2025. Hier treffen sich Vordenker:innen aus Politik, Wirtschaft, Bildung, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft, um gemeinsam Ideen zu teilen, Netzwerke zu knüpfen und den weltweiten Wandel hin zu mehr Demokratie aktiv mitzugestalten.

Wann: 7. bis 14. November 2026, je nach Veranstaltung
Wo: Verschiedene Orte in Berlin

Berlin Freedom Week

Tipp 3: Abstraktion als Widerstand? Die andere deutsche Kunst der 1930er-Jahre

Neue Nationalgalerie bei Nacht
, © Thomas Bruns

Mit der Ausstellung "Abstraktion als Widerstand? Die andere deutsche Kunst der 1930er-Jahre" widmet sich die Neue Nationalgalerie diesen Herbst einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte. Im Herbst 2026 widmet sich die Neue Nationalgalerie der abstrakten Kunst während der Zeit des Nationalsozialismus. 

Konzipiert von Florian Illies gemeinsam mit Kuratorin Maike Steinkamp, richtet die Ausstellung den Blick auf diejenigen Künstler:innen, die ihre nichtgegenständliche Kunst trotz Repressionen weiterentwickelten und neue Ausdrucksformen entwickelten. Werke von Willi Baumeister, Hannah Höch, Alexej von Jawlensky und weiteren Künstler:innen machen deutlich, wie vielfältig die Kunst dieser Jahre war - und wie diese Arbeiten nachfolgende Generationen prägten.

Wann: 30. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
Wo: Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, Tiergarten

Abstraktion als Widerstand?

Tipp 4: Seid zu Gast bei der Food Week

Berlin Food Week
, © Ulf Büschleb

Gutes Essen gehört zum Herbst wie der Wind zum Drachensteigen. Bei der Berlin Food Week präsentieren Köch:innen, Gastronom:innen, Food-Entrepreneur:innen, Manufakturen und Marken in ganz Berlin ihre besten Rezepte. Neben dem Genuss an sich geht es aber auch um Herkunft und Qualität der Zutaten, sowie Ressourcen-schonende und gesunde Ernährung. Ein Highlight ist das "House of Food" im Bikini Berlin. Hier könnt ihr euch austauschen, lecker speisen und natürlich auch selbst die eine oder andere Leckerei zubereiten - und auch mal Neues ausprobieren. Lasst es euch schmecken!

Wann:  5. bis  11. Oktober 2026
Wo: verschiedene Orte in Berlin

Berlin Food Week

Tipp 5: Hört spannende Interpretationen beim Jazzfest

Saxophonspieler
Jazzband , © Getty Images, Foto: Chris Schmidt

Beim Jazzfest Berlin erlebt ihr, wohin sich der internationale Jazz gerade bewegt. Das 1964 als Berliner Jazztage gegründete Festival gehört zu den traditionsreichsten Jazzfestivals Europas und bietet heute vor allem zeitgenössischem und avantgardistischem Jazz eine Bühne.

2026 treffen Musiker:innen verschiedener Generationen und Szenen aufeinander. Freut euch unter anderem auf das Anthony Braxton Septet mit einer Weltpremiere, das Immanuel Wilkins Quartet, ganavya und das Otomo Yoshihide New Jazz Quintet. Auch das Globe Unity Orchestra ist mit Apokalyptische Nabelschau dabei.

Besonders spannend sind die zahlreichen Premieren: Camila Nebbia und ihr Large Ensemble sowie Christian Lillinger’s Open Form For Society II und Twin Talk präsentieren Weltpremieren. Alexander Hawkins Willow Music und Wendy Eisenberg feiern Europapremieren. Außergewöhnlich wird es auch bei Matthias Muche BONECRUSHER: Densities bringt zwölf Posaunen und Percussion zusammen.

Extra-Tipp: Schon am 9. Oktober könnt ihr euch bei Jazz in den Ministergärten auf Musiker aus sieben Bundesländern und einen abwechslungsreichen Jazzabend einstimmen.

Wann:  29. Oktober bis 1. November 2026
Wo: Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, Wilmersdorf, sowie weitere Veranstaltungsorte

Jazzfest Berlin

Tipp 6: Erkundet die Zukunft bei der Berlin Science Week 2026

Haus der Kulturen der Welt
, © visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Zehn Tage lang wird Berlin zum Treffpunkt für alle, die wissen wollen, wie Forschung unseren Alltag und unsere Zukunft verändert. Mit hunderten überwiegend kostenfreie Veranstaltungen lädt die Berlin Science Week zu Gesprächen, Experimenten, Workshops und Ausstellungen.

2026 steht das Festival unter dem Motto „In Touch“. Im Mittelpunkt steht die persönliche Seite der Wissenschaft: Wie berührt Forschung unser Leben? Wer sind die Menschen hinter neuen Erkenntnissen? Und wie können wissenschaftliche Ideen unser Zusammenleben verändern? Das Programm führt euch dafür an Forschungsinstitute, Museen, Kulturorte und sogar in Berliner Bibliotheken.

Ein besonderes Highlight ist das neue Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt. Vom 6. bis 8. November könnt ihr dort bei mehr als 100 Veranstaltungen Wissenschaft aus unterschiedlichsten Perspektiven erleben. Auf dem stadtweiten Programm stehen außerdem Themen von KI und Gesellschaft über Raumfahrt und Gesundheit bis zu Kunst, Politik und Klimaforschung. Also: Bleibt neugierig und entdeckt Wissenschaft dort, wo ihr sie vielleicht nicht erwartet!

Wann: 1. bis 10. November 2026, je nach Veranstaltung
Wo: Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, sowie zahlreiche weitere Orte in Berlin

Science Week

Tipp 7: Entdeckt die Welt Dschingis Khans in der James-Simon-Galerie

Dschingis Khan
, © visitBerlin, Foto: Ghenggis Khaan National Museum

Im 13. Jahrhundert beherrschten die Mongolen ein Reich von gewaltiger Ausdehnung. Doch wer war der Mann, der den Grundstein für diese Weltmacht legte – und wie sah das Leben der Menschen jenseits von Eroberungen und Kriegszügen aus? Anlässlich des 800. Todesjahres von Dschingis Khan widmet das Museum für Vor- und Frühgeschichte dem legendären Herrscher eine große Sonderausstellung.

Archäologische Schätze aus der Mongolei und internationale Leihgaben geben euch Einblicke in das sogenannte Mongolische Jahrhundert. Viele der Exponate sind erstmals außerhalb der Mongolei zu sehen und eröffnen neue Perspektiven auf eine Epoche, die weit mehr zu erzählen hat als die Geschichte eines großen Eroberers.

Wann: 21. Oktober 2026 bis 18. April 2027
Wo: James-Simon-Galerie, Bodestraße, Mitte

Dschingis Khan

Tipp 8: Engagiert euch beim Tag der Clubkultur 

Zwei junge Menschen im Treppenhaus auf dem Weg in den Club
Clubkultur Berlin, © GettyImages, Foto: Nycretoucher

In Berlins Clubs wird nicht nur getanzt und gefeiert: Seit jeher sind sie Freiräume für kreative Ideen, Begegnungen und gesellschaftlichen Austausch. Genau dieses Engagement würdigt der TAG DER CLUBKULTUR, der 2026 bereits zum siebten Mal einen Kulturpreis für Berliner Clubs und Kollektive mit einer stadtweiten Festivalwoche verbindet. Unter dem Motto „STAY CORE“ dreht sich in diesem Jahr alles um die Frage, was den Kern der Berliner Clubkultur ausmacht.

Ausgezeichnete Clubs und Kollektive laden euch dazu mit ganz eigenen Formaten ein - von Raves und Konzerten über Performances und Ausstellungen bis zu Panels und Workshops. Insgesamt würdigt eine unabhängige Fachjury 32 Clubs und Kollektive in den Kategorien Raum & Ästhetik, Programm und Community. Entdeckt dabei, wie vielfältig, kreativ und gemeinschaftlich Berlins Clubkultur jenseits des Dancefloors ist.

Wann: 3. bis 11. Oktober 2026
Wo: verschiedene Clubs und Veranstaltungsorte in ganz Berlin

Tag der Clubkultur

Tipp 9: Schaut bei der Langen Nacht hinter die Kulissen der Berliner Manufakturen 

Andraschko Kaffeemanufaktur
, © Carina Adam Photography

Was entsteht eigentlich in den Werkstätten, Ateliers und Hinterhöfen von Berlin-Mitte? Bei der ersten Langen Nacht der Manufakturen könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen. In Mitte, Wedding, Moabit, Tiergarten, Gesundbrunnen und dem Hansaviertel öffnen ausgewählte Manufakturen ihre Türen und zeigen euch, was vor Ort entsteht. Auf verschiedenen Touren entdeckt ihr lokale Produktion aus den Bereichen Genuss, Mode & Schmuck, Kunst & Design sowie Handwerk. Bei Führungen, Workshops, Verkostungen und Live-Demonstrationen könnt ihr den Macher:innen über die Schulter schauen und erleben, wie aus Ideen echte Berliner Originale werden.

Wann: 17. Oktober, 16–24 Uhr
Wo: verschiedene Manufakturen in Mitte, Wedding, Moabit, Tiergarten, Gesundbrunnen und Hansaviertel

Lange Nacht der Manufakturen

Tipp 10: Hört beim Monat der zeitgenössischen Musik genauer hin

Lachende Frau applaudiert
Theaterpublikum, © Getty Images, Foto: Maskot

Wie klingt Berlin abseits klassischer Konzertprogramme? Beim Monat der zeitgenössischen Musik könnt ihr das einen ganzen Oktober lang herausfinden. 2026 feiert das dezentrale Festival bereits seine zehnte Ausgabe und bringt rund 100 Konzerte, Performances, Klanginstallationen und Diskussionsformate an unterschiedlichsten Orten der Stadt zusammen. Das Spektrum reicht von Neuer Musik und Improvisation über Klangkunst bis zu Musiktheater und Oper. Zum Jubiläumsauftakt treffen beim neuen ENSEMBLEFEST Berlin vom 2. bis 4. Oktober gleich 15 Berliner Ensembles aufeinander. Perfekt für alle, die neugierig auf neue Klänge und musikalische Experimente sind.

Wann: 2. bis 31. Oktober 2026, je nach Veranstaltung
Wo: verschiedene Veranstaltungsorte in Berlin

Monat der zeitgenössischen Musik

Tipp 11: Erlebt jüdische Gegenwart bei den Jüdischen Kulturtagen

Neue Synagoge Berlin Centrum Judaicum
Neue Synagoge Berlin Centrum Judaicum, © visitBerlin, Foto: Pierre Adenis

Die 39. Jüdischen Kulturtage Berlin machen die Vielfalt jüdischer Kultur in der ganzen Stadt erlebbar. 2026 steht das Festival unter dem Motto „ZADIKIM – Zeit für Gerechte“. Dahinter steht die jüdische Vorstellung von 36 verborgenen Gerechten, deren Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein die Welt im Gleichgewicht halten. Ein Gedanke, der Fragen nach Zusammenhalt und Zivilcourage in die Gegenwart trägt.

Auch das Programm greift diese Idee auf: Freut euch auf das Eröffnungskonzert mit der israelischen Sängerin Marina Maximilian, den Mentalisten Lior Suchard, Theater, Filme, Lesungen und Stadtspaziergänge. Besonders spannend ist die Ausstellung „SUPER HERO“, die von jüdischen Comic-Schöpfern und ihren Superhelden den Bogen zu realen „Gerechten“ schlägt.

Wann: 12. bis 22. November 2026, je nach Veranstaltung
Wo: verschiedene Orte in Berlin, darunter Neuen Synagoge, Oranienburger Straße & Synagoge in der Rykestraße, Mitte

Jüdische Kulturtage

 

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Bevor sie in Berlin ihr Zuhause fand, berichtete sie als Korrespondentin und Trendscout aus den USA. Heute ist sie kreuz und quer in Berlins Kiezen unterwegs und beschäftigt sich mit Kultur, Musik und Zukunftsideen für ein innovatives Berlin.