Ein kostenloses Freibad mitten in der Stadt, ein Ort für Tee und bewusstes Musikhören, eine Zeitreise ins wilde Berlin der 1990er-Jahre oder eine Ringbahn-Tour voller Zukunftsideen: In Berlin eröffnen gerade einige außergewöhnliche neue Orte und Formate.
Dazu kommen neue spannende Erinnerungsorte anlässlich des 65. Jahrestags zum Mauerbau, aber auch neue Freizeitattraktionen und jede Menge Sommer-Highlights. Entdeckt jetzt unsere 11 Neueröffnungen in Berlin.
Tipp 1: Taucht ins neue Volksbad vor der Volksbühne ein
Die neue Intendanz von Matthias Lilienthal beginnt mit einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass. Genau vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz eröffnet Anfang August das Volksbad, ein 25 Meter langes, temporäres, kostenloses Schwimmbecken unter freiem Himmel.
Das neue Schwimmbad in Berlin soll ein kreatives Zeichen für mehr öffentliche Räume setzen. Also, packt eure Badesachen ein und freut euch auf ein großes Open-Air-Spektakel mit kostenlosem Schwimmen, Workshops und einem abwechslungsreichen Begleitprogramm.
Wann: 7. August bis 1. Oktober
Wo: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstraße 227, Mitte
Tipp 2: Erlebt die Deutschlandpremiere des Water Lantern Festival Ende Juli
Mit dem Water Lantern Festival feiert ein besonderes Open-Air-Erlebnis Deutschlandpremiere. Inspiriert von einer jahrhundertealten thailändischen Tradition setzen nach Sonnenuntergang tausende Besucher:innen ihre Laternen auf den See im Britzer Garten.
Auch ihr könnt mit einer Laterne eure Wünsche und Botschaften auf das Wasser hinaus schicken und beobachten, wie sich dieser in ein poetisches Lichtermeer verwandelt. Dazu gibt es Live-Musik und Street Food. Los geht es ab 18 Uhr, die Laternen werden ab 21 Uhr in den See gesetzt.
Wann: 24 & 25 Juli 2026, ab 18 Uhr
Wo: Britzer Garten, Sangerhauser Weg 3-6, Neukölln
Tipp 3: Temporäre Installation erinnert an 65 Jahre Mauerbau
Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus lädt ein stadtweites Erinnerungsprogramm dazu ein, die Geschichte Berlins aus neuen Perspektiven zu entdecken. Im Mittelpunkt steht ein neuer, temporärer Erinnerungsort am Brandenburger Tor mit einer rund 30 Meter langen Installation. Hier wird die einstige Grenzanlage räumlich erfahrbar.
Die ergänzende Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ zeigt historische Fotografien aus dem Alltag der geteilten Stadt. Führungen, Zeitzeug:innengespräche und Veranstaltungen an der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie an weiteren Erinnerungsorten in Berlin laden dazu ein, über Freiheit, Demokratie und die Bedeutung von Grenzen damals und heute nachzudenken.
Wann: 13.–16. August, ganztägig (Programmpunkte je nach Veranstaltung)
Wo: Brandenburger Tor, Mitte & weitere Orte in Berlin
Tipp 4: Tea & Vinyl eröffnet Berlins erstes Tea & Listening House
Wie schön es ist, sich einfach mal Zeit zu nehmen, das erlebt ihr bei Tea & Vinyl. Der neue Ort in einem wunderschön restaurierten, historischen Pferdestall in Friedrichshain lädt zu Deep Listening Sessions ein.
Nehmt an Teezeremonien teil und lasst euch auf die Musik ein, die ausgewählte DJs für euch kuratieren und auflegen. Alles, was ihr tun müsst, ist ankommen, zuhören und Tee trinken. Ein wunderbar entspannendes Format.
Wann: je nach Veranstaltung
Wo: Boxhagener Straße 93/96 (Freiraum in der Box), Friedrichshain
Tipp 5: Erlebt das wilde Berlin der 1990er beim neuen „Photo Book Summer“
Taucht ein in das wilde Berlin der Nachwendezeit, als verlassene Häuser zu Clubs wurden, Künstler:innen und Kreative aus aller Welt die Stadt prägten und zwischen Ruinen einzigartige Freiräume entstanden.
Der neue „Photo Book Summer“ nimmt euch mit auf diese Zeitreise: Die Ausstellung „Berlin Wonderland – Hidden Treasures“ zeigt eindrucksvolle Fotografien aus den wilden 1990er-Jahren – ergänzt durch bislang unveröffentlichtes Bildmaterial.
Gleichzeitig eröffnet „Fragmente der Stadt“ mit Fotobüchern unterschiedlichster Fotograf:innen neue Perspektiven auf Berlin als Stadt der Begegnungen, Geschichten und Subkulturen.
Die mobile „Berlin Wonderland Road Show“ bringt großformatige Fotografien schließlich direkt in den Stadtraum und schlägt eine Brücke zwischen dem Berlin von damals und heute. Ein spannender Auftakt für ein neues Festival, das Fotografie, Stadtgeschichte und Begegnungen miteinander verbindet.
Der Eintritt ist frei!
Wann: 17. Juli bis 22. September 2026
Wo: Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße 33, Tiergarten
Tipp 6: Schlemmt euch durch die erste Lange Nacht des Gelato
Zur ersten Langen Nacht des Gelato öffnen zahlreiche Gelaterien in der ganzen Stadt bis Mitternacht ihre Türen. Probiert euch von Eisdiele zu Eisdiele und entdeckt kreative Sorten, italienische Klassiker und handgemachtes Gelato in Kiezen wie Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg.
Eine interaktive Karte mit allen Standorten findet ihr auf der Website der Veranstaltung.
Gut zu wissen: Die Kugel kostet bei allen teilnehmenden Gelaterien 2 Euro.
Wann: 22. August, 18 – 24 Uhr
Wo: an allen teilnehmenden Eisdielen
Tipp 7: Fahrt mit „What If Berlin“ auf der Ringbahn
Zum 75. Jubiläum der Berliner Festspiele hat sich der japanische Theatermacher Akira Takayama etwas ganz Besonderes ausgedacht. Für „What if Berlin“ wird die Berliner Ringbahn zur Bühne. Auf geführten Touren entlang der 27 Ringbahnhöfe begegnet ihr vergessenen Kunstprojekten und Zukunftsideen, die nie verwirklicht wurden.
Stadtführerinnen erzählen von visionären Entwürfen aus den Archiven der Berliner Festspiele und anderer Kulturinstitutionen und machen sie während der Fahrt wieder lebendig. Vielleicht ist es auch eine Einladung für neue Ideen für ein Berlin von morgen.
Tipp: Wenn ihr tiefer in „Focus Japan“ der Berliner Festspiele eintauchen möchtet, besucht am 30. August den Japanese Brunch mit Künstler:innengesprächen im Haus der Berliner Festspiele,
Wann: 28. August–20. September (an vier Wochenenden), Touren je nach Termin; Japanese Brunch: 30. August, 12:00–13:30 Uhr
Wo: Berliner S-Bahn-Ring sowie Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, Wilmersdorf
Tipp 8: Tanzt bei der turbodisco in der ufaFabrik
Wer sagt, dass die besten Partys erst nach Mitternacht beginnen? Die neue turbodisco von silent.move beweist das Gegenteil. Statt einer langen Clubnacht erwarten euch 120 Minuten Party, von 19 bis 21 Uhr. Danach ist Schluss. Die zweite Besonderheit: Ihr tragt alle einen Kopfhörer und könnt per Knopfdruck selbst entscheiden, welchen der drei DJs ihr hören möchtet.
Zur Auswahl stehen 80er- und 90er-Hits, Indie oder elektronische Musik. Wer sich für welche Musikrichtung entschieden hat, verraten die bunt leuchtenden LEDs
Wann: 26. Juli, 19 - 21 Uhr, weitere Termine
Wo: ufaFabrik, Viktoriastraße 13, Tempelhof
Tipp 9: FUNBOX: Der größte mobile Sprungpark der Welt kommt nach Berlin
Springen, klettern, rutschen und toben: Mit der Deutschlandpremiere der FUNBOX zieht der größte mobile Sprungpark der Welt direkt an den Berliner Hauptbahnhof.
Auf mehr als 4.000 Quadratmetern warten zehn miteinander verbundene Erlebnisbereiche mit riesigen Hüpfburgen, Hindernisparcours, einer fünf Meter hohen Rutsche und vielen weiteren Attraktionen. Genau rechtzeitig für die Sommerferien.
Tipp: Bringt eure Socken mit!
Wann: 23. Juli bis 20. September 2026
Wo: Wunderland-Festplatz am Hauptbahnhof, Heidestraße 7, Moabit
Tipp 10: Werft noch bis 26. Juli einen Blick auf die Zukunft Berlins
Wie soll Berlin in Zukunft aussehen? Die kostenfreie Auftaktausstellung „Ring frei für die IBA!“ gibt spannende Einblicke in die Internationale Bauausstellung IBA Berlin 2034–37. In der Alten Feuerwache auf dem Flughafen Tempelhof erfahrt ihr, wie Berlin den Herausforderungen des Klimawandels, des Wachstums und der nachhaltigen Stadtentwicklung begegnen will. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „Ring“-Szenario, für das entlang des S-Bahn-Rings und seiner Radialen beispielhafte Projekte entstehen sollen.
Neben den Plänen für die Zukunft blickt die Ausstellung auch auf die prägenden Bauausstellungen von 1957 und 1984/87 zurück.
Wann: noch bis 26. Juli 2026, Donnerstag bis Sonntag 11 – 19 Uhr
Wo: Alten Feuerwache im Kopfbau-West des Flughafen Tempelhof, Tempelhofer Damm 45, Tempelhof
Tipp 11: Schwedische Abenteuerwelt zieht 2027 ins Boulevard Berlin
Klettern, knobeln, tüfteln und gemeinsam Herausforderungen meistern: Mit Boda Borg zieht Mitte 2027 eine außergewöhnliche Abenteuerwelt aus Schweden in den Boulevard Berlin in Steglitz ein. Auf rund 3.300 Quadratmetern erwarten euch bis zu 25 interaktive Quest-Räume.
In den detailliert gestalteten Themenwelten, vom Dschungel über einen mysteriösen Wald bis hin zu einem Horror-Kino oder einem abenteuerlichen Spielplatz, sind je nach Mission Logik, Geschicklichkeit oder voller Körpereinsatz gefragt. Statt gegen die Zeit zu spielen, löst ihr die Aufgaben gemeinsam und stellt Kreativität, Köpfchen und Teamgeist unter Beweis.
Wann: Mitte 2027
Wo: Boulevard Berlin, Schlossstraße 10, Steglitz
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