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Der Juli 2026 in Berlin

Pride-Month, Sommernächte und Festival-Flair

Christopher Street Day
, © visitBerlin, Foto: Pedro Becerra/STAGEVIEW.de

Der Berliner Juli steckt voller Möglichkeiten, die Stadt neu zu entdecken – leichtfüßig, unter freiem Himmel und in guter Gesellschaft. Ob ihr zu Live-Musik durch laue Nächte tanzt, eure sportlichen und musikalischen Idole feiert oder in versteckten Innenhöfen exotische Klänge kennenlernt – im Berliner Sommer spürt ihr, dass ihr in der Stadt der Freiheit seid. Ganz Berlin wird im Juli in fröhliche Regenbogenfarben getaucht: Es ist Pride Month

Tipp 1: Zeigt Haltung beim CSD

Menschen mit Regenbogenfahne auf dem CSD in Berlin
CSD-Parade in Berlin, © Fabian Böttcher

Im Juli zeigt Berlin Haltung. Hunderttausende werden beim diesjährigen CSD für eine offene Gesellschaft, für demokratische Werte und für die Gleichberechtigung queerer Menschen durch die Stadt ziehen und dabei zeigen, dass Haltung nicht nur wichtig, sondern auch attraktiv ist und richtig Spaß machen kann. Entlang der Strecke erwarten euch kreative Wagen, engagierte Initiativen, Musik und eine mitreißende Atmosphäre voller Solidarität und Lebensfreude.  Freut euch auf farbenfrohe Outfits, gute Musik und ausgelassene Stimmung. Los geht es ab 12 Uhr an der Leipziger Straße weiter über den Potsdamer Platz, Nollendorfplatz und die Klingelhöferstraße bis zum Brandenburger Tor. Dort findet die Abschlusskundgebung statt.

Bereits zum fünften Mal wird der Christopher Street Day von einem ganzen Monat voller Partys und Angeboten für die Pride Community begleitet. Eröffnet wird der Pride Month bereits einen Monat vor der Parade, nämlich am 25. Juni ab 18 Uhr. Der Eintritt zur Party im Lark Club ist frei, meldet euch bitte vorher hier an. Weitere Veranstaltungen rund um Pride Month und CSD findet ihr in unserem Blog 11 Tipps zum Christopher Street Day.

Wann: 25. Juli, Treffpunkt ab 11.30 Uhr , Umzug ab 12 Uhr
Wo: Start an der Leipziger Straße/Ecke Charlottenstraße, Abschlusskundgebung an der Straße des 17. Juni / Brandenburger Tor

CSD 2026

Tipp 2: Genießt das Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt

Classic Open Air
Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt, © DAVIDS/Sven Darmer

Seit mehr als 30 Jahren zählt das Classic Open Air zu den Höhepunkten im Berliner Kulturkalender. Alleine die Kulisse des historischen Gendarmenmarkts ist ein Erlebnis. Und wenn dann die Abendsonne die Fassaden von Deutschem und Französischem Dom in warmes Licht taucht und die ersten Orchesterklänge über den Gendarmenmarkt schweben, dann ist die Stimmung perfekt. Zum Auftakt spielt am 9. Juli das renommierte Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Chefdirigentin Joana Mallwitz.

An den weiteren Tagen folgen Abende, die unterschiedliche Genres in den Mittelpunkt stellen. Gregory Porter bringt mit seiner tiefen, soulgetränkten Stimme den Jazz in die historische Mitte. Und mit Giovanni Zarrella genießt ihr italienisches Lebensgefühl auf dem Gendarmenmarkt. Ein besonderes Highlight erwartet euch mit Star-Geiger David Garrett, der sein gefeiertes Millennium Symphony Programm präsentiert. Und zum Abschluss begeistern das niederländische Indie-Pop-Duo HAEVN mit orchestraler Begleitung sowie die Kultband Alphaville, deren größte Hits zum Classic Open Air natürlich mit voller Orchesterbesetzung aufgeführt wreden.

Wann: 9. bis 14. Juli 2026
Wo: Gendarmenmarkt, Mitte

Classic open air

Tipp 3: Taucht ein in die verborgene Welt von THE DARK ROOMS: VEINS

The Dark Rooms Vertical
, © Foto: Stefan Oosterhout

Manche Ausstellungen betrachtet man, andere erlebt man mit allen Sinnen. THE DARK ROOMS: VEINS gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Für nur drei Wochenenden entführen euch die Macher:innen in die verborgenen Bereiche  eines ehemaligen Berliner Kinos: Durch Tunnel, Transportgänge und dunkle Kammern geht es hinter die Kulissen eines alten Filmtheaters. 

Ihr erkundet verschiedene Ebenen und versteckte Räume und entdeckt dabei Installationen, die mit Licht, Sound, Bewegung und überraschenden Effekten spielen. Die Dunkelheit schärft eure Wahrnehmung und macht den Besuch zu einem intensiven Erlebnis, einer künstlerischen Hommage an das große, alte Kino, der in vielen von euch bestimmt auch Erinnerungen weckt. Mit Sicherheit zählt THE DARK ROOMS: VEINS zu den außergewöhnlichsten Kulturereignissen des Sommers. Viele der Installationen werden erstmals in Berlin gezeigt.

Wann: 10. bis 26. Juli 2026 (an drei Wochenenden)
Wo: Geheime Location in Berlin, Bekanntgabe 48 Stunden vor dem Besuch

The Dark Room: Veins

 

Tipp 4: Entdeckt 48 Stunden Neukölln

48 Stunden Neukölln
48 Stunden Neukölln, © Christiane Schröder

Für 48 Stunden im Juli öffnen Künstler:innen, Kulturschaffende und Initiativen in ganz Neukölln ihre Türen und laden euch dazu ein, diesen lebendigen Kiez zu entdecken. Musik erklingt aus Galerien und Ateliers, Hinterhöfen und Parks werden zu Bühnen und auch so mancher Späti überrascht mit ungewöhnlichen Kunstprojekten. Freut euch auf ein kostenloses Festival, das die kreative Energie des Bezirks in all ihren Facetten sichtbar macht. 

Seit 1999 hat sich 48 Stunden Neukölln zu einem der größten freien Kunstfestivals Berlins entwickelt. Das Programm reicht von Ausstellungen, Installationen und Performances bis hin zu Konzerten, Lesungen und interaktiven Projekten. Unter dem Motto OUT/SIDE/IN beschäftigt sich das Festival 2026 mit Fragen von Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Gemeinschaft. Schlendert durch den Kiez, lasst euch treiben und entdeckt Kunst an Orten, an denen ihr sie vielleicht nicht erwarten würdet.

Wann: 3. Juli 2026, ab 19 Uhr bis 5. Juli 2026, 19 Uhr
Wo: Überall in Neukölln

48 Stunden Neukölln

Tipp 5: Freut euch auf Lollapalooza

Lollapalooza Musikfestival 2016
Lollapalooza , © Lollapalooza, Foto: Johannes Riggelsen

Das wohl größte Musikfestival der Hauptstadt steht in den Startlöchern: Auch dieses Jahr wieder bringt das Lollapalooza Berlin das Olympiastadion samt Maifeld zum Beben. Zwei Tage lang feiern Zehntausende zu den Beats internationaler Superstars wie Pitbull, Lewis Capaldi, Lorde, Ayliva Teddy Swims, Lily Allen, aber auch lokale Acts wie der Berliner Kneipenchor werden gefeiert. Ob elektronische Klänge, Indie-Vibes oder Pop-Gewitter – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Daneben gibt es viel Platz für verschiedene Erlebnisbereiche. Hier könnt ihr bei einem kühlen Drink ins Gespräch kommen, euch informieren oder einfach neue Perspektiven entdecken. Familien sind auch dieses Jahr wieder herzlich willkommen – im Kidzapalooza wartet ein fantasievolles Kinderprogramm mit Musik, Theater, Spielen und kreativen Workshops auf die kleinsten Festivalfans. So wird Lollapalooza zum generationsübergreifenden Highlight mitten in Berlin.

Wann: 18. und 19. Juli 2026
Wo: Maifeld am Olympiastadion, Charlottenburg

Lollapalooza 2026

Tipp 6: Informiert euch über aktuelle Modetrends bei der Fashion Week

Modelabel Danny Reinke
, © Sebastian Reuter

Wenn in Berlin neue Silhouetten und digitale Stoffexperimente auf DJ-Sets, Afterpartys und Industriehallen treffen, ist Fashion Week. Vier Tage lang zeigt die Sommeredition der Berlin Fashion Week, wie Mode im Jahr 2026 gedacht, gestaltet und gelebt wird. Im Mittelpunkt stehen junge Labels und Berliner Labels, internationale Designer:innen und innovative Konzepte.

Dabei könnt ihr große Namen und Nachwuchs gleichermaßen bestaunen. Viele Studierende der Modehochschulen in Berlin zeigen hier ihre ersten Kollektionen. Ausgewählte Talks, Ausstellungen und einige Showrooms sind für neugierige Besucher:innen offen, so zum Beispiel einige Veranstaltungen des Reel2Reel Studio oder von PLATTE.Berlin.

Wann: 2. bis 5. Juli 2026
Wo: Verschiedene Orte in Berlin

Fashion Week

Tipp 7: Schaut hinter die Kulissen der Universität der Künste

Universität der Künste
, © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Einmal im Jahr öffnen sich die Ateliers, Bühnen, Ausstellungsräume und Probensäle der Universität der Künste Berlin für die Öffentlichkeit. Beim UdK-Rundgang zeigen Studierende aus rund 70 Studiengängen, woran sie gearbeitet haben – Malerei, Fotografie, Performance, Schauspiel, Jazz, Design, Szenisches Schreiben, Film, Bildhauerei und mehr. 

Auf eurer Erkundungstour bewegt ihr euch zwischen den Standorten an der Hardenbergstrasse, der Fasanenstrasse, im Westend oder am Einsteinufer und werdet dabei oft begleitet von studentischen Führungen oder spontanen Performances.

Wann: 17. bis 19. Juli 2026
Wo: Verschiedene Standorte der UdK

Rundgang an der udk

Tipp 8: Feuert euer Team an bei der Fußball WM

Public Viewing im Strandbad Wendeschloss
, © Kira Hofmann

Die Fußball WM ist in vollem Gange. Noch bis 19. Juli könnt ihr mitfiebern, feiern und euer Team anfeuern. Wo das in Berlin am besten geht, haben wir extra für euch zusammengestellt. Freut euch auf gigantische Leinwände direkt im Center am Potsdamer Platz oder in der Kulturbrauerei. Am Uber Platz dürft ihr auch selbst an den Ball, neben einer Torwand erwarten euch im Fan-Camp noch einige weitere Überraschungen. Auch viele Biergärten laden zum Public Viewing ein, an heißen Sommertagen lockt das Strandbad Wendenschloss und wenn es regnet, habt ihr im Studio 14 der rbb-Dachlounge nicht nur einen guten Blick aufs Fußballfeld, sondern auch eine tolle Aussicht über die Dächer der Stadt.

Wann:  bis 19. Juli 2026 / je nach Spielzeit
Wo: überall in der Stadt

11 Tipps zum Public Viewing

Tipp 9: Beim Forecast Festival Nachwuchskünster:innen entdecken

Radialsystem V
, © Foto: Phil Dera

Das Forecast Festival 2026 bringt vom 16. bis 19. Juli 2026 im Berliner Radialsystem einige der spannendsten internationalen Nachwuchskünstler:innen mit renommierten Mentor:innen aus Kunst, Design, Performance, Film, Musik und sogar Stand-up-Comedy zusammen. Anders als klassische Festivals zeigt Forecast bewusst auch unfertige Projekte, kreative Experimente und Arbeitsprozesse. Dadurch entstehen ungewöhnliche Einblicke in aktuelle künstlerische Entwicklungen und die Möglichkeit, mit den Beteiligten direkt ins Gespräch zu kommen.

Wann: 16. bis 19. Juli 2026
Wo: Radial System

Forecast Festival

Tipp 10: Genießt internationale Klänge im Humboldt Forum

, © GettyImages, Foto: gece33

Das Musikfestival "Durchlüften" bringt an zwölf Sommerabenden Musik aus der ganzen Welt in den Schlüterhof des Humboldt Forums – open air, kostenlos und barrierefrei zugänglich. Erlebt Musiker:innen, Bands und DJs aus fünf Kontinenten. Das Spektrum reicht von mauretanischem Wüstenblues über afro-kolumbianische Bassmusik bis zu anatolischer Electronica. Jeden Abend stehen zwei Konzerte und ein DJ-Set auf dem Programm.  Der Eintritt ist frei. 

Wann: 9. Juli bis 1. August 2026, jeweils an den Festivalabenden ab 19 Uhr
Wo: Humboldt Forum, Schloßplatz, Mitte

Durchlüften

Tipp 11: Und noch mehr Sommerfestivals

Kettenkarussell auf einem Jahrmarkt in Berlin
Kettenkarussell, © Getty Images, Foto: Claudia Weirich / EyeEm

Berlin feiert den Sommer mit zahlreichen Festivals, mal taucht ihr in ferne Kulturen, mal wird getanzt, wird richtig gerockt und natürlich auch einfach gefeiert. Und wer mit dem Kettenkarussell in den blauen Sommerhimmel fliegen möchte, der darf sich auf den Berliner Volksfestsommer freuen. Hier eine Auswahl:

  • Ein Klassiker ist das Lesbisch-schwule Stadtfest rund um den Nollendorfplatz am 18. und 19. Juli, das als das größte queere Straßenfest Europas gilt.
  • Noch bis 17. Juli feiert das Sonic Pluriverse Festival am Haus der Kulturen der Welt die marokkanische Gnawa-Tradition.
  • Am 12. und 26. Juli wird der Uber Platz zu den Family Sundays zu einem kunterbunten Erlebnisort mit Wasserspaß, Bastelangebooten, Outdoor-Bowling, Yoga und Hüpfburg.
  • Ein buntes musikalisches Programm auf sechs Bühnen erwartet euch beim Sommerfest auf Schloss & Gutshof Britz.
  • Bei Down by the River erwarten euch am 5. Juli Live Musik und unerhörte Töne im lauschigen Clubgarten des ://aboutblank.
  • Am 4. Juli lädt das Haus Schwarzenberg lädt zum Hoffest mit Soli-Küche, Workshops, Trickfilmwerkstatt und Musik.
  • Vom 3. bis 5. Juli rocken 16 Nachwuchsband beim Rocktreff den Volkspark Mariendorf.
     

Festivals in Berlin

Noch mehr Tipps für Veranstaltungen im Juli findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Bevor sie in Berlin ihr Zuhause fand, berichtete sie als Korrespondentin und Trendscout aus den USA. Heute ist sie kreuz und quer in Berlins Kiezen unterwegs und beschäftigt sich mit Kultur, Musik und Zukunftsideen für ein innovatives Berlin.