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11 Tipps zum Christopher Street Day

Events rund um die Pride Week in Berlin

gay pride balloons
© Getty Images, Foto: JamesTung

Der Christopher Street Day darf wieder stattfinden: zwar mit etwas weniger Musik, Party und Wägen, dafür umso selbstbewusster und mit großer Vielfalt überall in der Stadt. Rund um die diesjährige Pride Week gibt es zahlreiche weitere Umzüge und Events, die sich unter dem Motto „Save your Community – save your pride“ um mehr Sichtbarkeit für die LGBTI* Szene stark machen: Demos, Lesungen, Kunst, Konzerte und sogar eine Operette stehen auf dem Programm. Hier unsere 11 Tipps.

Bitte zeigt Verantwortung, tragt eure Masken und haltet euch an die Hygienevorschriften der Veranstalter. Nur mit eurer Unterstützung bleibt  Berlin - mit A b s t a n d - am besten!

Tipp 1: 43. Christopher Street Day

Christopher Street Day
Christopher Street Day © visitBerlin, Foto: Pedro Becerra/STAGEVIEW.de

„SAVE OUR COMMUNITY – SAVE YOUR PRIDE“ lautet das diesjährige Motto des Christopher Street Day (CSD). Treffpunkt ist um 12 Uhr, die Demo zieht ab 13 Uhr los in Richtung Unter den Linden zum Brandenburger Tor, über die Straße des 17. Juni zur Siegessäule, am Lützowplatz und an der Urania vorbei und endet am Nollendorfplatz. Bitte tragt eure Masken und haltet Abstand, außerdem empfehlen die Veranstalter vorab einen Corona-Test zu machen.

Wann: 24. Juli ab 12 Uhr, der Umzug startet ab 13 Uhr 
Startzone: Leipziger Straße: Zwischen Charlottenstraße & Axel-Springer-Straße, Ende Urania – Schöneberg

Mehr zum CSD Berlin

Tipp 2: Dyke* March Berlin

Lesbisch-schwules Stadtfest
Lesbisch © visitBerlin, Foto: Frank Nürnberger

Traditionell trifft sich die Szene am Abend vor dem Christopher Street Day zum Dyke* March. Ziel ist mehr lesbische Sichtbarkeit. Im Sommer 2020 gingen trotz der schwierigen Zeiten dafür 4000 Menschen auf die Straße. Los geht es um 19 Uhr am Brandenburger Tor. Ziel ist der Mariannenplatz in Kreuzberg.

Wann: 23. Juli um 19 Uhr
Wo: Brandenburger Tor, Mitte

Mehr Tipps für Berlins lesbische Szene

Tipp 3: Trans-Pride Berlin

LGBT Rainbow Color socks
LGBTI* Rainbow Color socks © Getty Images, Foto: Luciano Marques

„Egal ob nicht-binär oder binär, gender-non-conforming oder gender-conforming, queer, bi, lesbisch, schwul oder hetero, disabled oder able bodied“, schreiben die Veranstalter*innen und laden alle ein, sich an dieser Pride-Demonstration zu beteiligen. Denn: „Trans-Sein ist schön! Trans-Sein ist vielfältig“. So das Motto dieses Zuges, der vom Bahnhof Gleisdreieck durch den Bergmannkiez zur Kundgebung um 18 Uhr am Südstern führt.

Wann: 10. Juli, Kundgebung um 18 Uhr am Südstern
Wo: Bahnhof Gleisdreieck, Kreuzberg

Praktische Infos für LGBTI*

Tipp 4: Marzahn-Pride

Schwules Paar küsst sich
Schwules Pärchen © Getty Images, Foto: Marco Herrndorff / EyeEm

Am 17. Juli startet Quarteera zum zweiten Mal zur Pride-Parade im Berliner Stadtteil Marzahn. Quarteera ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die russischsprachige LGBT* Community einsetzt. In Marzahn leben mehr russischsprachige Menschen also anderswo in Berlin. Ziel ist es Vorteile gegenüber der queeren Community abzubauen, aber auch den Bezirk in ein positives Licht zu rücken.

Wann: 17. Juli, genau Uhrzeit wird noch bekannt gegeben.
Wo: Marzahn, Route wird noch bekannt gegeben

Mehr zum Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Tipp 5: NASSER #7Leben 

Podewil
Podewil © Georg von Wilken

Diese Stück des GRIPS-Theaters erzählt die Geschichte von Nasser, der als ältester Sohn in einer streng muslimischen Familie aufwächst. Als er mit 15 Jahren die schwule Partyszene Berlins entdeckt und sich auf Facebook outet, ändert sich sein Familienleben dramatisch. Das Stück basiert auf der wahren Geschichte von Nasser El-Ahmad, der 2015 mit dem „Respektpreis" des "Bündnis gegen Homophobie" ausgezeichnet wurde.

Wann: 27./28. August um 19.30 Uhr
Wo: GRIPS Podewill, Klosterstraße 68, Mitte

Mehr zu NASSER #7Leben 

Tipp 6: Kevin Junk: Fromme Wölfe

Schwules Pärchen unterwegs in Berlin-Schöneberg
Schwules Pärchen © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Samstagabend in Berlin: fünf junge Menschen streifen durch die Stadt auf der Suche nach Musik, Rausch und Gemeinschaft. Herzen werden gebrochen, Geschlechtergrenzen lösen sich auf. So die Zusammenfassung des Episodenromans von Kevin Junk, der im Rahmen HandVerLESEN – Open Air Queer vorgestellt wird. Junk lebt und arbeitet in Berlin und schreibt vor allem über queere Gegenwartskultur.

Da die Plätze begrenzt sind, bitte vorher anmelden unter: bibliothek-am-wasserturm@ba-pankow.berlin .

Wann: 22. Juli ab 20 Uhr
Wo:  Hof vor der Bibliothek am Wasserturm, Prenzlauer Allee 227-228, Pankow 

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Tipp 7: HandVerLESEN Eröffnungskonzert: Die Welt steht Kopf

Close-Up Of Person Playing Guitar
Gitarrenspieler © GettyImages, Bild: Erik Witsoe/EyeEm

Und wo wir schon mal beim Wasserturm sind: Das HandVerLESEN Festival wird dieses Jahr vom Berliner Liederschreiber und Theatermusiker Tobias Thiele eröffnet. Damit startet dann auch gleich die Open Air Saison auf dem Hof der Bibliothek. Thiele präsentiert unter anderem unveröffentlichte Songs seines im Juni erschienen dritten Albums.

Wann: 15. Juli ab 20 Uhr
Wo:  Hof vor der Bibliothek am Wasserturm, Prenzlauer Allee 227-228, Pankow 

Tipp 8: Lesbisch-schwules Stadtfest

Lesbisch-Schwules Stadtfest 2015
Lesbisch-Schwules Stadtfest © visitBerlin, Foto: Pedro Becerra/STAGEVIEW.de

Unter dem Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche - weltweit!“ lädt der Rebenbogenfonds im traditionellen Szene Kiez am Nollendorfplatz zum lesbisch-schwulen Stadtfest an. Erlebt in sechs Stadtfest-Welten das breite Spektrum von LGBTI*. Zur Auswahl stehen die Filmwelt, die Politikwelt, die Positivenwelt, die Radiowelt, die Sportwelt, sowie die Wellness- und Gesundheitswelt. Viel Spaß!

Wann: 2./3. Oktober (unter Vorbehalt), jeweils ab 11 Uhr
Wo: rund um den Nollendorfplatz, Schöneberg

Mehr zum lesbisch-schwulen Stadtfest

Tipp 9: Operette für zwei schwule Tenöre

BKA-Theater
BKA-Theater © Sven Ihlenfeld

Die Geschichte dieser Operette von Johannes Kram (Text) und Florian Ludewig (Musik) bewegt sich zwischen der „Klischeewelt der Landidylle und der schwulen Großstadtszene“. Zum Teil konnten die Songs wie der „Schmachtwalzer“ oder „Champagner von Aldi“ bereits bei verschiedenen Community-Events erste Erfolge feiern. Jetzt wird die erste Operette der Welt mit queerer Haupthandlung im BKA in voller Länge aufgeführt.

Wann: 6. -17. Oktober
Wo: BKA Theater

Mehr zur Operette für zwei schwule Tenöre

Tipp 10: Regenbogen-Fahrrad-Demo in Potsdam

Drag Queen in Regenbogenflagge gehüllt
Regenbogenflagge © Getty Images, Foto: FG Trade

Auch in Potsdam organisiert sich die Szene und fordert mit ihrem „Chistopher Street Day auf Rädern“ mehr Unterstützung für LGBTIQ* in Polen und Ungarn, sowie auch der Brandenburger Organisationen. Außerdem geht es um die Abschaffung des „Transsexuellengesetzes“ und des Blutspendeverbots. Natürlich könnt ihr an der Parade auch zu Fuß teilnehmen.

Wann: 10. Juli ab 16 Uhr
Wo: Luisenplatz/Potsdam

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Tipp 11: Schwules Museum

Schwules Museum
Schwules Museum* © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Wenn ihr mehr über die schwul-lesbische Szene in Berlin wissen möchtet, dann schaut doch mal im Schwulen Museum vorbei. Aktuell gibt es mit „Rosarot in Ost-Berlin. Erkämpfte Räume im Umbruch“ eine spannende Ausstellung zur Szene im damaligen Ost-Berlin. Außerdem könnt ihr noch bis 30. August im Rahmen von „Intimacy: New Queer Art from Berlin and Beyond” queere Kunst bewundern, sowie bis 23. August die „lonely hearts“-Sammlung  Künstlerin Irène Mélix, die über 300 Kontaktanzeigen von Lesben und Queers umfasst.

Wann: Montag, Mittwoch, Freitag: 12–18 Uhr Donnerstag: 12–20 Uhr, Samstag: 14–19 Uhr Sonntag:14–18 Uhr
Wo: Lützowstraße 73, Schöneberg

Mehr zum Schwulen Museum
 

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Auf der Suche nach neuen Abenteuern entdeckte sie erst New York, dann Miami und berichtete als Trendscout und Korrespondentin für verschiedene Publikationen. Ihr Zuhause fand sie dann aber in Berlin. Fasziniert von den vielen Facetten der Stadt ist sie kreuz und quer in den Kiezen unterwegs und beschäftigt sich gerne mit Zukunftsideen und Smart City Konzepten für ein innovatives Berlin.

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