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Berlins offizielles Tourismusportal

Wochenendtipps 18. - 20. 9. 26

Oper, Stadtabenteuer, Herbstgefühle

Junges Paar an der Spree
Junges Paar an der Spree, © visitberlin, Foto: Westend61

An diesem Septemberwochenende zeigt Berlin, wie viele Geschichten gleichzeitig in der Stadt stecken. Ihr könnt im Hangar 4 große Oper erleben, mit historischen Doppeldeckerbussen durch Tempelhof-Schöneberg fahren, mit der Ringbahn in ungebaute Zukunftsvisionen eintauchen oder vom Wasser aus unter 64 Brücken hindurchgleiten. Dazu kommen Konzerte, Stadterkundungen, Debatten über die Zukunft und herbstliche Feste zwischen Kürbis, Apfel und Kartoffel. Genießt ein herbstliches Wochenende in Berlin

 

Tipp 1: Geratet mit „Lear“ in ein Machtgewitter 

, © Claudius Pflug

Ein alter König, drei Töchter und eine Entscheidung, die alles ins Wanken bringt: Mit „Lear“ kehrt Aribert Reimanns Oper nach Shakespeare an die Komische Oper Berlin zurück. Barrie Kosky inszeniert das Werk als Drama über Macht, Machtmissbrauch, Familie und Zerfall – und verlegt das Geschehen in den weiten Hangar 4 des Flughafens Tempelhof. 

Für alle, die Musiktheater gerne dort erleben, wo auch der Ort selbst Spannung erzeugt, bietet dieses Wochenende gleich zwei Gelegenheiten dazu. Eine Kurzeinführung beginnt jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im überdachten Outdoor-Foyer.

Wann: Freitag, 18. & Sonntag, 20. September 2026, jeweils 19.30 Uhr
Wo: Flughafen Tempelhof, Hangar 4, Columbiadamm 10, Tempelhof

Lear im Hangar 4

 

Tipp 2: Mit dem Traditionsbus durch Tempelhof-Schöneberg fahren

Natur-Park Südgelände
Natur-Park Schöneberger Südgelände, © Grün Berlin GmbH

Industriekultur, Stadterkundung und eine kleine Zeitreise ermöglicht am Sonntag eine kostenlosen Hop-on-Hop-off-Tour durch Tempelhof-Schöneberg. Historische Doppeldeckerbusse bringen euch im Halbstundentakt zu Orten, an denen ganz unterschiedliche Kapitel Berliner Geschichte sichtbar werden. Während der Fahrt erzählen erfahrene Guides von der Industriegeschichte des Bezirks.

Der Start ist an der Hauptwerkstatt der Berliner Stadtreinigung BSR. Von dort führt die Route unter anderem zum Flughafen Tempelhof, zum Schwerbelastungskörper, zum Natur Park Südgelände und zur ufaFabrik. Ihr könnt unterwegs aussteigen, Gelände und Ausstellungen erkunden und an einigen Stationen zusätzliche Führungen besuchen. 

Wann: Sonntag, 20. September 2026, 10 – 16 Uhr
Wo: Start und Ende an der BSR Hauptwerkstatt, Ringbahnstraße 96, Tempelhof

Bustour durch Tempelhof-Schöneberg

 

Tipp 3: Lasst euch von Maurizio Cattelan irritieren

Neue Nationalgalerie bei Nacht
, © Thomas Bruns

Ein Pferd hängt von der Decke, vertraute Bilder geraten ins Wanken und selbst die Architektur mischt sich ein: Mit „NIGHT“ zeigt die Neue Nationalgalerie die erste große Einzelausstellung des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan in Deutschland. Die Ausstellung zum Preis der Nationalgalerie 2026 verbindet bekannte Schlüsselwerke wie Him, Novecento und La Rivoluzione Siamo Noi mit neuen Arbeiten. Darin beschäftigt sich Cattelan mit der Grenze zwischen Unschuld und Gewalt, mit Identität und historischer Erinnerung.

Spannend ist vor allem, wie Cattelan den berühmten Bau von Mies van der Rohe einbezieht: Eine eigens für die Neue Nationalgalerie entwickelte Installation verändert die räumliche Ordnung des Hauses - und damit auch, wie ihr euch durch die Ausstellung bewegt und den Ort wahrnehmt. Nach seiner Mitwirkung als Kurator der 4. Berlin Biennale kehrt Cattelan damit zwanzig Jahre später nach Berlin zurück.

Wann: Freitag, Samstag & Sonntag, 10 – 18 Uhr
Wo: Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, Tiergarten

Ticket

 

Tipp 4: Beim Public Vitality Camp neue Formen des gemeinsamen Handelns erproben

Blick auf den Teufelsberg vom Drachenberg im Grunewald Berlin
Blick auf den Teufelsberg vom Drachenberg, © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Wie bleiben Städte, Institutionen und Communities handlungsfähig, wenn Klimarisiken, technologische Veränderungen oder gesellschaftliche Konflikte gleichzeitig Druck erzeugen? Das Public Vitality Camp macht daraus keine klassische Konferenz, sondern einen dreitägigen Arbeitsraum. Diskutiert über urbane Resilienz, Wasser und Klimaanpassung, öffentliche Infrastruktur, demokratische Handlungsfähigkeit und das Zusammenspiel von Institutionen und Zivilgesellschaft. 

Am Donnerstag beginnt das Camp auf dem Teufelsberg, am Freitag zieht es mitten in die Stadt ins Medulla Berlin, bevor es am Samstag auf den Berg zurückgeht. Wenn ihr schwierige Frage, eine bevorstehende Entscheidung oder praktische Erfahrungen einbringen wollt, dann seid ihr hier genau richtig.

Wann: Donnerstag, 17. bis Samstag, 19. September 2026, jeweils ab 14 Uhr
Wo: Donnerstag & Samstag: Abhörstation Teufelsberg, Teufelsseechaussee 10, Grunewald; Freitag: Medulla Berlin

Public Vitality Camp

 

Tipp 5: Fiebert beim Renntag der Wirtschaft in Hoppegarten mit

170813GaloppHoppegarten
, © Camera4

Wenn die Pferde auf die Zielgerade einbiegen, wird es auf der Rennbahn Hoppegarten laut. Beim Renntag der Wirtschaft stehen am Samstag sieben Rennen auf dem Programm – darunter ein Wertungslauf für die Weltmeisterschaft der Amateur-Rennreiterinnen, bei dem Starteri:nnen aus den FEGENTRI-Mitgliedsländern gegeneinander antreten.

Für Familien gibt es unter anderem Kinderschminken, Hüpfburg, Ponyreiten und einen Kinder-Grand-Prix mit Steckenpferden. Wer mag, bringt das eigene mit oder bastelt vor Ort eines selbst. Dazu spielt die Bigband Köpenick live. 

Wann: Samstag, 19. September 2026, Einlass ab 13 Uhr, erster Start um 14.30 Uhr
Wo: Rennbahn Hoppegarten

Renntag der Wirtschaft 

 

Tipp 6: Sir Simon Rattle mit de Falla, Janáček und einer Uraufführung erleben

Berliner Philharmoniker
, © rbb, Foto: StephanRabold

Mit Sir Simon Rattle kehrt ein früherer Chefdirigent der Berliner Philharmoniker ans Pult des Orchesters zurück – und verbindet an diesem Wochenende sehr unterschiedliche musikalische Welten. Manuel de Fallas Ballett „Der Dreispitz“ setzt auf spanische Rhythmen, Leichtigkeit und Witz, während Leoš Janáčeks Rhapsodie „Taras Bulba“ die Geschichte eines ukrainischen Kosakenführers mit deutlich dramatischerem Ton erzählt. 

Dazwischen steht ein Werk, das an diesem Wochenende überhaupt zum ersten Mal zu hören ist: Rattle dirigiert die Uraufführung eines Konzerts von Cathy Milliken, geschrieben für den Englischhornisten Dominik Wollenweber. 

Wann: Donnerstag, 17. & Freitag, 18. September 2026, 20 Uhr; Samstag, 19. September 2026, 19 Uhr, ab 28 Euro
Wo: Philharmonie, Großer Saal, Herbert-von-Karajan-Straße 1, Tiergarten
 
Tickets

 

Tipp 7: Fahrt mit der Ringbahn durch Berlins ungebaute Zukunft

Berliner Festspiele
, © visitBerlin, Foto: Fabian Schellhorn

Während draußen das heutige Berlin am Fenster vorbeizieht, richtet diese geführte Tour den Blick auf eine Stadt, die so nie entstanden ist. „Dürfen Kommunisten träumen?“ gehört zum Projekt „What If Berlin“, mit dem der japanische Künstler Akira Takayama die Ringbahn zur Bühne für 27 vergessene Zukunftsvisionen macht. Anlass ist das 75. Jubiläum der Berliner Festspiele.

Die Tour folgt Ideen, die im sozialistischen Teil Berlins entwickelt und später aufgegeben wurden. Im Mittelpunkt stehen eine kulturelle Einrichtung, ein Film, ein Gemälde und ein Gedenkprojekt. So begegnet ihr nicht nur verschwundenen Entwürfen, sondern auch der Frage, welche dieser Vorstellungen heute noch weitergedacht werden könnten. Am Sonntag endet „What If Berlin“ nach gut drei Wochen.

Wann: Freitag, 18. September, 18 & 21 Uhr; Samstag, 19. September, 15 & 18 Uhr auf Deutsch, 21 Uhr auf Englisch; Sonntag, 20. September, 16 & 19 Uhr auf Englisch
Wo: Start am S-Bahnhof Gesundbrunnen, Travel Agency

What If Berlin 

 

Tipp 8: Unter 64 Berliner Brücken hindurchschippern

Stern und Kreis, Brückenfahrt C1
, © visitBerlin, Foto: Stern und Kreis

Berlin vom Wasser aus erkunden, da verschieben sich die Perspektiven. Bei der Brückenfahrt passiert ihr 64 Brücken auf der Spree und dem Landwehrkanal. Die Route verbindet historische Bauten, moderne Architektur, grüne Ufer und Industriegebiete und führt durch mehrere Berliner Bezirke.

Unterwegs ziehen unter anderem die East Side Gallery, die Oberbaumbrücke, das Regierungsviertel, der Reichstag, die Museumsinsel und das Nikolaiviertel an euch vorbei. Innerhalb weniger Stunden erlebt ihr die Stadt zwischen dicht bebauter Innenstadt, Hochbahn, Schleusen und überraschend grünen Abschnitten. Ein Audioguide steht in zahlreichen Sprachen zur Verfügung, Speisen und Getränke könnt ihr optional an Bord kaufen. Die Tour ab Hafen Treptow ist außerdem barrierefrei.

Wann: zum gebuchten Termin, Dauer 3 Stunden 15 Minuten
Wo: Anleger Jannowitzbrücke, Rolandufer 4, Mitte; alternativ Anleger Hafen Treptow, Puschkinallee 15, Treptow

Tickets

 

Tipp 9: Lasst euch bei FLoHM vom Cello durch die Emmauskirche tragen

Klassisches Konzert Cello
Klassische Musik, © Getty Images, Foto: DeshaCAM

Wie verändert ein Raum die Musik? Dieser Frage folgt der ungarische Cellist Gábor Hartyáni mit seinem Soloprojekt FLoHM am Samstagabend in der Emmauskirche. Zwischen eigenen Kompositionen und Improvisationen erlebt ihr meditative Klangströme. Erlebt wie Hartyáni bewusst auf den Moment, das Publikum und die Akustik des Ortes reagiert.

In der Emmauskirche trifft die Musik auf einen Raum, dessen Architektur und Akustik die Performance mitgestalten können. Wenn ihr Musik gern konzentriert hört und euch auf Improvisation einlassen könnt, erlebt ihr hier ein Konzert, bei dem nicht nur das Cello, sondern auch der Raum selbst eine Rolle spielt.

Wann: Samstag, 19. September 2026, 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr
Wo: Emmauskirche, Lausitzer Platz 8 A, Kreuzberg
 Tickets

 

Tipp 10: Parkt beim PARK(ing) Day die Stadt um

rennende Kinder
, © visitBerlin, Foto: GettyImages, Christopher Robbins

Was passiert, wenn ein Parkplatz für einen Tag nicht dem Auto gehört? Beim PARK(ing) Day Berlin wird genau das ausprobiert. Immer am dritten Freitag im September verwandeln Künstler:innen, politisch aktive Gruppen, Nachbarschaftsinitiativen und andere Engagierte Stellflächen in kleine Parks, Begegnungsorte oder Kunstinstallationen. Dahinter steckt eine konkrete Frage: Wie könnten Verkehrsflächen genutzt werden, wenn dort nicht automatisch private Pkw stehen?

Am Freitag könnt ihr die Antworten darauf an mehreren Orten in Berlin entdecken. In Wilmersdorf befindet sich die zentrale Aktion in der Berliner Straße, in Schöneberg entsteht in der Kyffhäuser Straße eine rund 50 Meter lange Installation zum Wandel des Straßenbilds, und nahe der Pappelallee in Pankow wird ein Parkplatz zum Treffpunkt mit Kaffee, Kuchen und Gesprächen. Erlebt einen spannenden Tag, bei dem ihr den öffentlichen Raum einmal mit anderen Augen betrachtet.

Wann: Freitag, 18. September 2026, Zeiten je nach Aktion
Wo: verschiedene Orte in Berlin, zentrale Aktion in der Berliner Straße zwischen Grunewaldstraße und Prinzregentenstraße, Wilmersdorf

PARK(ing) Day

 

Tipp 11: Zwischen Kürbis, Apfel und Kartoffel den Berliner Herbst kosten

Traditionsfest in den Späth’schen Baumschulen
Traditionsfest in den Späth’sche Baumschulen, © Späth’sche Baumschulen/Daniela Incoronato

Der Berliner Spätsommer bekommt an diesem Wochenende einen deutlich herbstlichen Einschlag: Gleich zwei Feste rücken Ernte, regionale Produkte und das Mitmachen in den Mittelpunkt. 

Zum Traditionsfest bei Späth bringen 120 Aussteller Pflanzen, Kunsthandwerk und Ideen für Garten und Balkon mit, dazu gibt es Live-Musik und kulinarische Spezialitäten. Besonders neugierig macht das Botanik-Battle, bei dem Pflanzenkenntnisse auf der Bühne gefragt sind. Kinder können sich beim professionell begleiteten Baumklettern ausprobieren, während ihr das Späth-Arboretum erkundet und beim Grünen Mitmachforum mehr über Obstbaumschnitt oder Urban Gardening erfahrt. Und falls in eurem Garten ein unbekannter Apfelbaum steht: Pomologe Dr. Hilmar Schwärzel bestimmt mitgebrachte Früchte und Blätter.

Im Britzer Garten dreht sich beim Kürbisfest alles um die goldene Jahreszeit. Rund um den Festplatz und die Wiese am Modellboothafen erwarten euch unter anderem ein Kürbisparcours, Herbstbasteln, ein Strohspielplatz und Live-Musik

Auf der Domäne Dahlem wird es noch handfester: Beim Kartoffelfest könnt ihr selbst ernten und verschiedene Kartoffelsorten direkt vom Feld mitnehmen. Dazu kommen Kartoffeln aus dem Feuer, selbst gemachte Chips, historische Landmaschinen und regionale Produkte auf dem Gutshof. So verbindet ihr an einem Wochenende zwei ganz unterschiedliche Berliner Orte mit demselben Thema: dem Wechsel der Jahreszeit und der Frage, was gerade auf Feldern, Beeten und Tellern landet.

Wann: Traditionsfest bei Späth: Samstag & Sonntag, 19. & 20. September, 9 - 18 Uhr; Kartoffelfest: Samstag & Sonntag, 19. & 20. September 2026, 10 – 18 Uhr; Kürbis- und Apfelfest: Sonntag, 20. September 2026, ab 12 Uhr
Wo: Späth'sche Baumschulen, Späthstraße 81, Treptow; Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49, Dahlem; Britzer Garten, Festplatz und Wiese am Modellboothafen, Sangerhauser Weg 1, Neukölln

Mehr Festivals und Märkte

 

Extra-Tipp: Verlängert den Sommer bei Glimm After Hours

Diskokugel
, © visitBerlin, Foto: GettyImages, Busa Photography

Ein bisschen Glitzern auf dem Wasser, elektronische Sounds im Grünen und dieses Gefühl, dass die Nacht noch längst nicht vorbei sein muss: Glimm After Hours feiert seine erste Ausgabe im Garten der Ipse. Ab 14 Uhr verschwimmen hier Clubnacht und ein letzter sommerlicher Sonntagnachmittag. Freut euch auf Musik und Kunst,auf  bekannte und auf neue Gesichter. Und zwischendrin bleibt Platz für alles, was sich nicht planen lässt. Denn Glimm will mehr sein als einfach eine weitere Party: hier geht es um Community, Offenheit, Neugier und einen achtsamen Umgang miteinander.

Der Sound für die Glimm-Premiere kommt übrigens von Maos & Meese, Franca & Mimi Love aka Finca Amour und Madmotormiquel. 

Tipp: Eine kleine Überraschung gehört ebenfalls zum Konzept: Was dahintersteckt, erfahrt ihr erst vor Ort. Also Sonnenbrille auf und noch nicht ans Nachhausegehen denken.

Wann: Sonntag, 20. September, ab 14 Uhr
Wo: Ipse Garten, Schlesische Straße 2B, Kreuzberg

Glimm after hours

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