Nach dem vielen Schnee ist Berlin nun aufgetaut. Erste Krokusknospen und die Aussicht auf Sonnenstrahlen locken an diesem Wochenende selbst die größten Stubenhocker:innen nach draußen: Das ISTAF kehrt rasant mit Sprint und Stabhochsprung zurück, der Klunkerkranich startet in die Dach-Saison, die Jüngsten können Instrumente testen und alle gemeinsam können wir dem Frühling in Berlin endlich entgegentreten.
Tipp 1: Feuert beim ISTAF INDOOR Weltklasse-Athlet:innen an
Die Vorfreude auf dieses Wochenende dürfte für Leichtathletikfans schon die ganze Woche über spürbar gewesen sein. Am Freitagnachmittag steht das ISTAF INDOOR mit zahlreichen Weltklasse-Athlet:innen an. Die internationalen Stars treten in den Disziplinen Kugelstoßen, Stabhochsprung, Weitsprung, Sprint, Rollstuhlschnellfahren und Hürdenlauf gegeneinander an.
Mit dabei ist zum Beispiel die aktuell schnellste deutsche Sprinterin, Philina Schwartz. Die 19-jährige Berlinerin stellte jüngst mit 7,18 Sekunden einen neuen Rekord über 60 Meter auf und zeigt ihr Talent am Freitag auf der Sprintbahn. Auch die Sprintwettbewerbe der Männer sind hochkarätig besetzt und im Stabhochsprung tritt mit Ernest John Obiena ein waschechter Sechs-Meter-Springer an.
Wann: Freitag ab 16 Uhr
Wo: Uber Arena, Uber-Platz 1, Friedrichshain
Tipp 2: Nutzt eure Chancen auf Vorfrühlingssonne auf im Klunkerkranich
Auch die Zugvögel kehren nach Berlin zurück. Unter dem Motto BRING THE SPRING! feiert der Klunkerkranich an diesem Wochenende sein großes Re-Opening. Nach einer zweimonatigen Winterpause geht Neuköllns beliebteste Dachterrasse in die mittlerweile 14. Saison.
Am Freitag startet das Programm mit der großen Opening Party und am Samstag geht es mit einem DJ-Line Up weiter, das dem Frauentag mit Beats und Bässen Beine macht. Stimmt euch ein auf einen weiteren Sommer voller Klunkerkranich-Clubnächte, DJ-Workshops, Konzerte und Sonnenuntergänge!
Wann: Freitag, Samstag und Sonntag ab 16 Uhr
Wo: Klunkerkranich, Karl-Marx-Straße 66, Neukölln
Tipp 3: Begebt euch im Filmpark Babelsberg an Bord der TITANIC
Der Filmpark Babelsberg ist eine wahre Goldgrube für Kinofans. Spektakuläre Filmkulissen und Stuntshows ziehen die Besucher:innen in ihren Bann. In wechselnden Sonderausstellungen werden die großen Filmklassiker erlebbar. In der Metropolis Halle des Filmparks lädt euch aktuell TITANIC – Die Ausstellung zu einer emotionalen Zeitreise ins Jahr 1912 ein.
Bevor ihr an Bord geht, erhaltet ihr eine Bordkarte und damit die Identität eines echten Passagiers von damals. Mit 200 originalen Artefakten aus dem Wrack des Schiffes erlebt ihr den Prunk, den Alltag und die Katastrophe dieser legendären Jungfernfahrt, als wärt ihr selbst an Bord gewesen!
Wann: Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr
Wo: Metropolis Halle am Filmpark Babelsberg, Großbeerenstraße 200, Potsdam
Tipp 4: Lernt an einem Wochenende alles über die DDR
Mit diesem Museumsbesuch im Doppelpack könnt ihr viele Wissenslücken schließen. Das Kombi-Ticket für das DDR Museum und das DDR Museum Depot öffnet euch die Türen in die ostdeutsche Vergangenheit. Während ihr im DDR Museum am Alexanderplatz mithilfe interaktiver Installationen und traditioneller Museumsformate in die DDR-Geschichte eintauchen könnt, ist die Spurensuche im dazugehörigen Depot etwas freier gestaltet. In zwei modernen Hallen im Stadtteil Marzahn könnt ihr dort über 360.000 Alltagsgegenstände aus der DDR frei erkunden. Dafür lohnt auch der Weg an den Berliner Stadtrand.
Wann: Freitag von 9 bis 17 Uhr
Wo: DDR Museum, Karl-Liebknecht-Str. 1, Mitte und DDR Museum Depot, Pyramidenring 10, Marzahn
Tipp 5: Geht bei der Berlin’s Trash Show auf modische Schnäppchenjagd
Das FADLAP gilt unter Vintage-Liebhaber:innen als verborgenes Juwel. Im Berliner Nordosten finden regelmäßig kuratierte Shopping-Events statt, bei denen ausgewählte Modestücke zu festen Kilopreisen verkauft werden. An diesem Wochenende ist das Angebot sogar noch günstiger als sonst, denn das FADLAP zieht um und lädt mit der Berlin’s Trash Show zum Moving Sale ein.
Alles muss raus und deshalb sinkt der Kilopreis von Woche zu Woche! Reserviert kostenlos eure Plätze und stöbert auf über 3.000 Quadratmetern in aller Seelenruhe durch hochkarätige Second-Hand-Mode. Die Bezahlung funktioniert dann wie am Obststand. Hier habt ihr die perfekte Gelegenheit, um euch das eine oder andere Outfit für den nahenden Sommer zusammenzustellen!
Wann: Samstag von 11 bis 18 Uhr
Wo: FADLAP, Marzahner Straße 22, Marzahn
Tipp 6: Staunt bei Gebaute Gemeinschaft über Wunderwerke der Architektur
In der James-Simon-Galerie widmet sich die Ausstellung Gebaute Gemeinschaft seit Anfang Februar frühen Zeugnissen menschlicher Kultur. Entdeckt wurden Sie auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Zu bestaunen sind riesige Statuen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und vom Beginn der Sesshaftigkeit erzählen.
Neben detaillierten Architekturmodellen zeigt euch die Ausstellung auch Gebrauchsgegenstände, Büsten und Schmuck. Wie sah der Alltag in dieser Zeit des Umbruchs aus? Wie war Gemeinschaft vor 12.000 Jahren strukturiert? Und wovon berichten die Symboliken der überlebensgroßen Statuen? Werft einen Blick ins Leben unserer Vorfahren!
Wann: Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Wo: James-Simon-Galerie, Bodestraße 1-3, Mitte
Tipp 7: Genießt Animationskunst im Zoo Palast
Beim Anishort Festival im Zoo Palast erwarten euch zahlreiche bewegende Kurzfilme und ein spannender Einblick in das Animationshandwerk. Da die Animationsfilme jeweils nur etwa fünf Minuten lang sind, werden gleich 18 von ihnen gezeigt – und alle haben auf internationalen Festivals Preise gewonnen. Auch zum zehnten Jubiläum versammelt das Programm viele verschiedene Geschichten und führt euch durch unterschiedliche Animationstechniken und -stile.
Im Anschluss könnt ihr dann mitentscheiden, welcher Film, eurer Meinung nach, die Trophäe in der Kategorie Bester Film verdient hat. Entdeckt Bildwelten jenseits von Disney und Pixar.
Wann: Freitag ab 17 Uhr
Wo: Zoo Palast Berlin, Hardenbergstraße 29A, Charlottenburg
Anishort Festival im Zoo Palast
Tipp 8: Besucht das Screening von SHOAH im Jüdischen Museum
In seinem über neunstündigen Film Shoah aus dem Jahr 1985 hat der französische Regisseur Claude Lanzmann darauf verzichtet, Archivmaterial aus den Konzentrationslagern zu verwenden. Er versteht sein Werk nicht als Dokumentarfilm, sondern als Versuch, die systematische Vernichtung der europäischen Juden fassbar zu machen. Zu diesem Zweck reiste Lanzmann elf Jahre lang durch Europa und befragte Zeitzeug:innen zu ihrem Erleben. Auch Täter kommen in Shoah zu Wort.
Im Jüdischen Museum könnt ihr am Wochenende ein zweiteiliges Screening besuchen, in dem Lanzmanns filmisches Monument gegen das Vergessen in voller Länge gezeigt werden.
Wann: Samstag und Sonntag in zwei Teilen, jeweils ab 12 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Berlin, Altbau EG, Lindenstraße 9-14, Kreuzberg
Tipp 9: Lacht euch bei mit Karsten Kaie durch die Zukunft
Karsten Kaie ist zurück – und nimmt euch in „Vergiss es!“ mit auf einen herrlich überdrehten Trip in die Zukunft. Zwischen Comedy, Kabarett und Theater jagt ein absurdes Szenario das nächste: peinliche „Oscar“-Momente, skurrile TV-Shows und Zukunftsbilder, die so verrückt sind, dass sie plötzlich erschreckend plausibel wirken.
Im Zentrum steht ein Blick aus dem Jahr 2068: Als Hundertjähriger schaut Kaie auf unser Heute zurück und stellt die Frage, was aus uns wird – mit KI, ChatGPT und all dem Fortschritt, der uns gleichzeitig begeistert und überfordert. Das Ergebnis ist ein Abend zum Weglachen, der nebenbei auch ein bisschen nachhallt.
Wo: Zimmer 16, Florastraße 16, Pankow
Wann: Samstag, 20 Uhr
Tipp 10: Erlebt mit Sasha Waltz im Radialsystem Berliner Tanzgeschichte
Mit Travelogue I – Twenty to eight kehrt am Wochenende ein Stück Berliner Tanzgeschichte zurück ins Radialsystem. Von Freitag bis Sonntag präsentiert die Tanzikone Sasha Waltz ihr berühmtestes Stück. Zu dieser besonderen Performance ist sie nicht nur als Choreografin gefragt, sondern tanzt auch selbst – an der Seite von vier weiteren Körperkünstler:innen einer neuen Generation.
Travelogue I – Twenty to eight markierte 1993 den Beginn ihrer Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests und galt als bissig-schönes Ebenbild der damaligen Gesellschaft. Über zwanzig Jahre später kehrt das Stück nun zum Berliner Tanzpublikum zurück und hat dabei so gar nicht an Relevanz verloren.
Wann: Freitag um 20 Uhr, Samstag und Sonntag um 16 und 20 Uhr
Wo: Radialsystem V, Holzmarktstraße 33, Friedrichshain
Travelogue I – Twenty to eight
Tipp 11: Besucht die Family Music Days 2026 im FEZ
Musik zum Anfassen erwartet euch am Samstag und Sonntag bei den Family Music Days 2026 im FEZ. In der hauseigenen Landesmusikakademie Berlin sind Kinder ab drei Jahren dazu eingeladen, sich musikalisch auszuprobieren und auszutoben.
An Instrumentenständen können sich die Musiker:innen von morgen an Geige, Trompete oder Saxofon versuchen, aus Recyclingmaterial eigene Instrumente bauen und in Workshops gemeinsam proben. Außerdem sorgen Chöre, Jugendbands und Orchester für musikalische Unterhaltung. Genießt einen klangvollen Familienausflug!
Wann: Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr
Wo: Landesmusikakademie im FEZ, Straße zum FEZ 2, Oberschöneweide
