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11 Tipps, um die Goldenen Zwanziger in Berlin zu erleben

Babylon Berlin - Gestern und Heute

Filmserie Babylon Berlin - Ilja Tretschkow (TIM FISCHER) im Holländer
Ilja Tretschkow (Tim Fischer) im Holländer © Frédéric Batier / X Filme 2017

Die wilden Zwanziger Jahre sind zurück:  Die 2020er haben gerade begonnen, und die 1920er sind in aller Munde -  und damit auch Berlin. Schließlich war Berlin damals die trendsetzende Stadt in der Welt. Außerdem feiert Berlin dieses Jahr Geburtstag: 8 Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke vereinen 1920 sich zu „Groß-Berlin“. Das ist der Startschuss für das neue Jahrzehnt, in dem sich Berlin zu einer schillernden Metropole entwickelt, der Metropole so wie wir sie heute kennen.
Und wie das damals aussah, seht ihr in der dritten Staffel der Erfolgsserie „Babylon Berlin“, die ab dem 24. Januar anläuft.
Also, zieht das Fransenkleid oder die Knickerbockers an und tanzt den Charleston. Wir haben elf Tipps für euch, wie ihr in das Lebensgefühl dieser schillernden Dekade eintauchen könnt.

Tipp 1: Auf den Spuren von Gedeon Rath wandeln

Filmserie Babylon Berlin - Gereon Rath (VOLKER BRUCH)
Gereon Rath (Volker Bruch) © Frédéric Batier / X Filme 2017

Der perfekte Einstieg in die Zwanziger: Die Erfolgsserie „Babylon Berlin“ ist ein faszinierendes Sittengemälde der Goldenen Zwanziger, die euch in ihren Bann ziehen wird. Folgt dem Polizisten Gedeon Rath auf seinem Weg durch den Großstadtdschungel mit all seinen Gefahren. Auf visitBerlin.de findet Ihr Tipps für die Drehorte der Serie und spannende Hintergrundinformationen.

Mehr Informationen über Babylon Berlin

Tipp 2: Feiern wie in den legendären 20ern

Filmserie Babylon Berlin - Im MOKA EFTI
Im MOKA EFTI © Frédéric Batier / X Filme 2017

Tanz auf dem Vulkan:  Wenn ihr euch wie im Club Moka Efti aus „Babylon Berlin“ fühlen wollt: Ganz stilecht wie in den Goldenen Zwanzigern feiert ihr auf den glamourösen Festen der Bohème Sauvage. Sie finden einmal im Monat an verschiedenen Orten statt und laden zu Charleston und Swing ein.

Um passende Garderobe wird gebeten.

Mehr Informationen über Veranstaltungen im Stil der Zwanziger Jahre

Tipp 3: Die wilden Zwanziger auf der Bühne erleben

Tipi am Kanzleramt
Tipi am Kanzleramt © Jan Wirdeier

Willkommen, Bienvenue, Welcome! Ab Juli öffnen sich im Tipi am Kanzleramt wieder die Türen zum Kit Kat Club: Das ultimative Berlin-Musical Cabaret versetzt euch in das glitzernde Nachtleben jener Zeit, zeigt aber auch die dunklen Schatten des aufkommenden Nationalsozialismus.
Schon ab Februar heißt hineinspaziert bei  „20 20 Die 20er Jahre Varieté Revue“ im Wintergarten. Das ganze Haus verwandelt sich in ein Etablissement der wilden Zwanziger. Ein faszinierendes Sittengemälde jener Epoche ist auch Brechts Dreigroschenoper mit der Musik von Kurt Weill. Das Stück steht im Februar wieder auf dem Programm des Berliner Ensembles.

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Tipp 4: In Vintageshops nach passender Garderobe stöbern

20er Jahre
© visitBerlin, Foto: Günter Steffen

Ihr sucht noch die passende Garderobe, um euch in das rauschende Nachtleben zu stürzen? In Berlins zahlreichen Vintageläden werdet ihr sicher fündig. Ganz stilecht findet ihr Kleider, Handschuhe, Federboas und Zigarettenspitzen zum Beispiel bei Le Boudoir in Friedrichshain oder Mimi in Schöneberg. Das perfekte Kleid schneidert euch Charming Styles, während der Herr von Welt sich bei Herr von Eden einkleidet.

Mehr Informationen über die Spuren der 20er Jahre in Berlin

Tipp 5: Auf Flohmärkten das perfekte Accessoire finden

Grammophon auf Flohmarkt
Grammophon auf Flohmarkt © Getty Images, Foto: ilbusca

Noch mehr Deko und Schmuck findet ihr auf Berlins Flohmärkten. Hier stöbert ihr nach dem ganz besonderem Extra, das eurem Auftritt Glanz und Eleganz verleiht. An der Straße des 17. Juni könnt ihr am Wochenende auf dem ältesten und größten Flohmarkt Berlins nach passendem Schmuck und Accessoires Ausschau halten.

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Tipp 6: Kostümverleih

20er Jahre
© visitBerlin, Foto: Günter Steffen

Wenn ihr nur für eine Nacht in die Zwanziger reisen wollt, dann schaut euch in einem der Berliner Kostümverleihe nach dem passenden Outfit um. Egal, ob ihr ein elegantes Fransenkleid und Federboa, stilvollen Anzug sucht, sicher werdet ihr in Deutschland größten Theaterfundus Theaterkunst in Wilmersdorf oder bei Bonnie & Kleid in Kreuzberg fündig.
Übrigens, Inspirationen für das perfekte Outfit findet ihr im Kunstgewerbemuseum mit einer Modegalerie mit Kostümen vom 18. bis 20. Jahrhundert.

Mehr Informationen über das Kunstgewerbemuseum

Tipp 7: 100 Jahre Groß-Berlin feiern

Rathaus Schöneberg in Berlin
Rathaus_Schöneberg © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle


Happy Birthday Berlin. Zum Jubiläum von „100 Jahre Groß-Berlin“ finden eine Reihe von spannenden Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Zwei Großausstellungen stehen im Zentrum der Feierlichkeiten. Im Märkischen Museum richtet die Ausstellung „Chaos & Aufbruch - Berlin 1920 | 2020“ den besonderen Fokus auf die damalige und aktuelle Lebenswirklichkeit der Berlinerinnen und Berliner, verknüpft mit einer Vielzahl von dezentralen Einzelausstellungen in den Bezirksmuseen. Die Ausstellung „Unvollendete Metropole. 100 Jahre Städtebau für (Groß-)Berlin“ im Kronprinzenpalais hinterfragt Stärken und Schwächen der Großstadt und zeigt konkrete Vorschläge für das Berlin von Morgen.

Mehr Informationen über 100 Jahre Groß-Berlin

Tipp 8: Stummfilme schauen

Kino Babylon Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
Kino Babylon Berlin © visitBerlin, Foto: Max Threlfall


Wie es damals wirklich war, seht ihr in den Filmen jener Zeit. „Menschen am Sonntag“ folgt zwei jungen Pärchen bei ihrem Ausflug an dem Wannsee. Faszinierend ist auch „Berlin – Symphonie einer Großstadt“, der einen Tag in Berlin in abstrakten Bildcollagen zeigt.
Das Kino Babylon in Mitte präsentiert übrigens jeden Samstag um Mitternacht Stummfilme – mit Livemusik von der Kinoorgel und ohne Eintritt. Das Kinogebäude stammt übrigens auch aus den 1920ern Jahren und ist somit der perfekte Rahmen für eine Zeitreise.
Noch mehr Informationen über die spannenden Filme der Weimarer Republik, und wie modern sie damals schon waren, erfahrt ihr im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz. Hier seht ihr auch eine Menge faszinierender Filmausschnitte, die Lust auf mehr machen.

Mehr Informationen über das Babylon

Tipp 9: Kunst der 20er entdecken

Bröhan Museum
© Foto: Colya Zucker

Die Zwanziger waren nicht das verruchte Nachtleben, sondern auch eine Zeit der kulturellen Blüte. Filme, Kunst, Bücher, Theaterstücke, die heute noch begeistern, entstanden in jener Zeit. Berliner Kunst der Moderne, die auch einen Eindruck vom damaligen Lebensgefühl vermitteln, seht ihr in der Berlinischen Galerie und im Brücke Museum. Das Georg Kolbe Museum ist das einzige zugängliche Künstleratelier der 1920er-Jahre in Berlin und ein lebendiges Zeugnis dieser Epoche.  Einrichtungstipps für stilechtes Wohnen bekommt ihr im Bröhan-Museum, das Kunstgewerbe, Möbel und Design aus Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus ausstellt. Gleich um die Ecke könnt ihr anschließend noch das Museum Berggruen mit Werken von Klee und Picasso und die Sammlung Scharf-Gerstenberg mit Kunst des Surrealismus besuchen.

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Tipp 10: Berliner Moderne entdecken

Shell-Haus
© visitBerlin, Foto: Nele Niederstadt

Oder ihr schaut euch direkt vor Ort an, wie das moderne Wohnen und Arbeiten entstand. Die Moderne hat das Stadtbild Berlins nachhaltig geprägt. Allein sechs Siedlungen der Berliner Moderne sind in das UNESCO Welterbe aufgenommen. Unbedingt sehenswert sind auch das Shell-Haus und der Mendelsohn-Bau am Kurfürstendamm, der die Schaubühne beherbergt.

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Tipp 11: Übernachten wie ein Stummfilmstar

Hotel-Pension Funk
© Pension Funk

Einmal wie eine Diva aus längst vergangenen Zeiten könnt ihr euch in der Hotel-Pension Funk fühlen. In der ehemaligen Wohnung des Stummfilmstars Asta Nielsen wohnt ihr stilvoll im originalen Interieur. Nomen est omen: Ganz dem dekadenten Lebensgefühl gebt ihr euch im Hotel Provocateur hin, wo ihr luxuriös inmitten von Plüsch und Spiegeln übernachtet.

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Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Kulturszene Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.

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