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Die Top 10 ungewöhnlichsten Museen in Berlin

Große Liebe für kleine Details

Pergamonmuseum, Alte Nationalgalerie, Jüdisches Museum. Rund 180 Museen in Berlin bewahren in Berlin mitunter weltberühmte Kunst, Jahrtausende altes Wissen und Geschichte. Doch sind es nicht oftmals gerade die kleinen Dinge, die uns besonders große Freude bereiten? Bei einem Streifzug durch die Berliner Museumslandschaft habe ich viele kleinere, teils kuriose Häuser entdeckt, die neben ihren weltbekannten Geschwistern einen Besuch wert sind.

Die größte Fotobox der Welt – Imago 1:1

Das Aufbau Haus in Kreuzberg ist ein Ort für wunderbare Entdeckungen. Nicht nur ein Theater, ein Club, eine Buchhandlung sowie verschiedene handwerkliche und gastronomische Unternehmen sind in der ehemaligen Pianofabrik C. Bechstein zuhause, hier steht auch die weltweit größte begehbare Großformatkamera: Die IMAGO 1:1. Ihr spezielles Aufnahmeverfahren ermöglicht es, Menschen im Größenverhältnis 1:1 direkt auf Fotopapier abzubilden. Die lebensgroßen schwarz-weiß Portraits entstehen innerhalb weniger Minuten: Der Besucher betritt den Innenraum der Kamera durch eine Tür, sieht dort sein seitenrichtiges Spiegelbild und betätigt selbst den Auslöser der Kamera.

Imago 1:1, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin, tägl. außer So 10-19 Uhr, Eintritt frei

Einen Blick in die Zukunft werfen – Games Science Center

Der technologische Fortschritt ist allgegenwärtig. Wir haben es im Alltag mit immer mehr innovativen Produkten zu tun. Dass die Ideen zu diesen Erfindungen oft gar nicht aus den Laboren der großen Hersteller stammen, sondern von Tüftlern und kleinen Entwicklerteams ersonnen wurden, – davon kann man sich in Deutschlands erstem Zukunftsmuseum überzeugen. Und wer wollte nicht schon immer mal die Technik von morgen ausprobieren?

Games Science Center, Charlottenstrasse 1, 10969 Berlin, tägl. außer Di 11-19 Uhr

Hier geht‘s um die Wurst – Deutsches Currywurst Museum

Currywurst
© visitberlin, Foto: Philip Koschel

Person hält eine Currywurst auf einem Pappteller in der Hand

Wer schon immer einmal wissen wollte, aus welchen Zutaten die berühmte Berliner Zwischenmahlzeit besteht, findet in der Erlebnisausstellung unweit des Checkpoint Charlie genügend historisches und kulturelles Anschauungsmaterial. Probieren geht dabei über Studieren: Die Gewürzkammer lüftet das Geheimnis des Currypulvers, aus der Riechstation steigen hier exotische Düfte. Wen der Hunger packt, schaut in dem dreidimensionalen Berliner Imbissbuden-Stadtplan, wo die nächste Currywurstbude steht.

Deutsches Currywurst Museum, Schützenstraße 70, 10117 Berlin, tägl. 10-18 Uhr

Von Abrakadabra bis Zaubertrank – Magicum Berlin

Seit Juli 2014 entführt das Magie Museum in die geheimnisvolle Welt des Übersinnlichen. Anhand zahlreicher Ausstellungsstücke erfahren die Besucher in mehreren Räumen alles über magische Phänomene. Neben den Exponaten wie Kristallkugel, Hexenwage und Totemmaske bietet der Magische Salon Rätsel, Spiele und Requisiten zum Ausprobieren.

Magicum Berlin, Große Hamburger Strasse 17, 10115 Berlin, tägl. 10-20 Uhr

Pssst! – Museum der Stille

Kann man die Stille besichtigen? Das ist eine Frage die sich dem Besucher des Museums der Stille schon stellt. Die ehemalige Kirche in der Nähe der Oranienburger Straße stellt Architektur aus. Beim Betrachten der visonären Entwürfe, die in den tiefrot gehaltenen Räumen ausgestellt sind, geht es vor allem um Ruhe und Entschleunigung. Hier kommt man ganz bei sich an – denkt nach über die Architektur und Geschichte in Berlin. Und stellt die altbekannte Frage: Wie will ich eigentlich leben?

Museum der Stille, Linienstraße 154a, 10115 Berlin, tägl. außer Mo 14-19 Uhr, Eintritt frei

Völlig legal: Hanf Museum Berlin

Hanf Museum Berlin
Eingang des Hanf Museum Berlin © Hanfmuseum Berlin, Foto: Steffen Geyer

Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona und Amsterdam eines von nur Vieren weltweit. Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf fast 300 qm.

Im Berliner Nikolaiviertel befindet sich seit 1994 Deutschlands einziges Hanf Museum. Auf rund 250 Quadratmetern erfährt man alles rund um die Nutz- und Kulturpflanze Hanf, auch der rechtliche Teil und die Geschichte der Prohibition werden anschaulich dargestellt. Wie wär’s anschließend mit einer Tasse Hanftee im Museumscafé?

Hanf Museum Berlin, Mühlendamm 5, 10178 Berlin, Di-Fr 10-20 Uhr, Sa/So 12-20 Uhr

Was es nicht alles gibt! – Museum der unerhörten Dinge

Wer das kleine Museum zwischen den Hausnummern 5 und 6 betritt, begibt sich unwillkürlich auf eine Entdeckungsreise. Hier sieht man ganz alltägliche Gegenstände plötzlich aus einem anderen, besonderen Blickwinkel und so beginnen sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Da wird aus einem alten Stück Papier der Einschlag eines Gedankenblitzes oder ein buntes Knäul Garn zum Geduldsfaden. Bei den vielen Fakten, die grundsätzlich korrekt sind, bleibt nur eins zu sagen: Das ist ja ein Ding!

Museum der Unerhörten Dinge, Crellestraße 5-6, 10827 Berlin, Mi-Fr 15-19 Uhr, Eintritt frei

Zum Küssen: Lippenstift-Museum René Koch

Lippenstift-Museum René Koch
Lippenstift-Museum René Koch © Dieter Stadler, Brigitte Dummer

In einer privaten Altbauwohnung hat der Berliner Make Up Artist Rene Koch aus einer persönlichen Sammelleidenschaft ein Museum gemacht: 130 Jahre Geschichte rund um das Thema Lippenstift, Filmstars, Mode und Makeup aus Theater und Film sind hier chronologisch dargestellt. Darunter auch Highlights wie zum Beispiel eine silberne Dose mit Lippenrot aus Japan. Im Laufe der letzten Jahre haben sich zahlreiche Celebrities mit einem Kussabdruck im Museum verewigt, auch der Kussmund von Klaus Wowereits ist zu sehen.

Lippenstift-Museum René Koch, Helmstedter Straße 16, 10717 Berlin, nach Vereinbarung

Zwischen Kunst und Kitsch – Museum der Dinge

Ist das Kunst oder kann das weg? Auf der Suche nach dem guten Geschmack kann man das Museum der Dinge nahezu uneingeschränkt empfehlen. Ob Weihnachtskalender, Spielzeug, Küchenutensilien: Das Museum zeigt Alltagsgegenstände. Und nicht nur das: es zeigt auch, wie die Zeit die Dinge formt: So finden sich Nudelsiebe aus Stahlhelmen und Becher aus Patronenhülsen.

Museum der Dinge, Oranienstraße 25, 10999 Berlin, Do-Mo 12-19 Uhr

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