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11 Tipps zum Pride Month in Berlin

Partys, Events & Szene-Tipps

Christopher Street Day 2025
, © visitBerlin, Foto: Maxi-Lena Schuleit

Es ist Pride Month in Berlin. Und das wird gefeiert. Aber nicht nur das. Den ganzen Monat über habt ihr bei zahlreichen Netzwerkveranstaltungen, Führungen und vielen kulturellen Highlights die Gelegenheit, mehr über die queere Szene in Berlin zu erfahren und neue Bekanntschaften zu machen.

Feiert beim CSD Warm-Up in der Neuen Nationalgalerie, paddelt mit Regenbogenflaggen über die Spree oder erlebt internationale Drag-Künstler beim Boylesque Drag Festival. Dazwischen könnt ihr auf spannenden Führungen in Berlins queere Geschichte eintauchen, ikonische Kunst entdecken oder die legendären Bars der Stadt kennenlernen.

Unsere 11 Tipps für einen unvergesslichen Pride-Sommer in der Hauptstadt.

Tipp 1: Stimmt euch beim CSD Warm-Up an der Neuen Nationalgalerie ein 

Neue Nationalgalerie
, © visitBerlin, Foto: Artfully Media, Sven Christian Schramm

Bevor der CSD Berlin durch die Straßen der Hauptstadt strömt, könnt ihr euch beim offiziellen CSD Warm-Up in der Neuen Nationalgalerie gemeinsam mit Berlins queerer Szene auf den großen Tag einstimmen. Direkt am Kulturforum erwarten euch DJ-Sounds von Roi Perez und eine ganz besondere Atmosphäre.

Nutzt die Gelegenheit, euch beim Besuch der Nebelskulptur von Fujiko Nakaya im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie abzukühlen. 

Der Eintritt zur Party ist kostenlos beziehungsweise auf Spendenbasis.

Wann: 25. Juli, ab 12 Uhr
Wo: Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, Tiergarten

CSD Warm-UP

Tipp 2: Paddelt bei der queeren SUP-Tour auf der Spree mit

Nalani Sup-Surfing auf der Spree
Stand Up Paddling auf der Spree, © nalani-supsurfing.com

Bunt wird es bestimmt bei Stand-up and Stand UP! – der queeren SUP-Tour auf der Spree. Regenbogenflaggen, schillernde Outfits und kreative Plakate sind ausdrücklich willkommen. Und was könnte es Schöneres geben als an einem heißen Sommertag mit einer fröhlichen Gruppe durch Berlin zu paddeln. Also, setzt ein Zeichen für den Pride Month und paddelt gemeinsam für mehr Sichtbarkeit. 

Wann: 16. Juli, 18.30–20.30 Uhr 
Wo: StandUpClub Berlin, Nalepastraße 18 (Zugang über das Funkhausgelände), Oberschöneweide

Stand-up and Stand UP!

Tipp 3: Erlebt „WIR SIND AM LEBEN – Das Berlin Musical“

"Wir sind am Leben" im Theater des Westens
, © visitBerlin, Foto: Joern Hartmann

Kaum ein Stück fängt das queere Lebensgefühl Berlins so bewegend ein wie „WIR SIND AM LEBEN“. Das Musical von Peter Plate und Ulf Leo Sommer erzählt vom Aufbruch der frühen 1990er-Jahre: einer Zeit zwischen neu gewonnener Freiheit, wilden Nächten und den tiefen Wunden der AIDS-Krise. Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, Selbstfindung und die Suche nach einem Ort, an dem alle so sein können, wie sie sind. Gerade im Pride Month ist die Inszenierung eine emotionale Hommage an die queere Community, ihre Geschichte und ihren unerschütterlichen Lebensmut. Lasst euch berühren und feiert die Vielfalt Berlins auf der Bühne.

Wann: Pride Night am 22. Juli, 19.30 Uhr (Laufzeit bis 28. Februar 2027)
Wo: Theater des Westens, Kantstraße 12, Charlottenburg

Wir sind am Leben

Tipp 4: Stoßt in Berlins LGBTQ+-Bars auf den Pride Month an

Schwules Pärchen unterwegs in Berlin-Schöneberg
Die Bar "Heile Welt", © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Ob legendäre Institution oder neuer Szene-Treff: Berlins LGBTQ+-Bars sind so facettenreich wie die Stadt selbst. Rund um den Nollendorfplatz, aber auch in Kreuzberg, Neukölln oder Prenzlauer Berg findet ihr gemütliche Kneipen, stilvolle Cocktailbars, Drag-Locations und lebendige Treffpunkte für die queere Community. Viele Bars veranstalten regelmäßig Karaoke, Quizabende oder Drag-Shows und nicht nur während des Pride Month einen Besuch wert. Lasst euch inspirieren und entdeckt im visitBerlin-Blog die schönsten Gay Bars für euren nächsten Abend.

Die besten Gay Bars in Berlin

Tipp 5: Taucht mit ugly duckling in die Welt der Drag ein

Dragqueen schminkt sich vor dem Spiegel in Berlin
Dragqueen in Berlin, © Getty Images, Foto: kali9

Hans Christian Andersens Märchen einmal ganz anders: In Bastian Krafts Inszenierung ugly duckling verschmelzen die Geschichten des berühmten Autors mit den Lebenswegen Berliner Dragqueens. Entstanden ist ein berührendes und zugleich glamouröses Theatererlebnis über Identität, Selbstfindung und die Kraft der Verwandlung.

Wann: 30. Juni, 20:30 Uhr
Wo: Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele, Schumannstraße 13A, Mitte

Ugly Duckling

Tipp 6: Entdeckt Berlins queere Geschichte mit Homolulu

Regenbogenstraße
, © visitBerlin, Foto: Helen Herold

Ihr möchtet Berlins queere Geschichte kennenlernen? Dann schwingt euch bei der queeren Fahrrad-Stadtführung „Berlin Invents Homosexuality“ in den Fahrradsattel.  Gemeinsam mit Homolulu folgt ihr den Spuren von Pionier:innen wie Magnus Hirschfeld, Dora Richter oder Marlene Dietrich und erfahrt, warum Berlin schon vor über 100 Jahren ein Zentrum queeren Lebens war. Die Tour führt über Gendarmenmarkt, Brandenburger Tor und Tiergarten über das Bundeskanzleramt und den Weg am Spreeufer bis zum Schöneberger Nollendorfplatz.

Bitte bringt ein Fahrrad mit. Falls ihr selbst kein Fahrrad habt, könnt ihr an fast jeder Straßenecke einfach eines per App ausleihen.

Tipp: Homululu bietet regelmäßig Führungen durchs queere Berlin an, etwa am 27. Juli, 21. August und 11. September. Treffpunkt ist im Mann-O-Meter

Wann: 4. Juli, 14 Uhr 
Wo: Vor der Neuen Wache, Unter den Linden 4, Mitte

Berlin Invents Homosexuality

Tipp 7: Entdeckt Berlin aus der FLINTA*-Perspektive

pink pillow Berlin Collection 2023 - Kaminbar im Hotel Oderberger
, © visitBerlin, Foto: Fotoagentur Wolf, freiheitswerke

Berlin war schon in den 1920er-Jahren ein Sehnsuchtsort für die queere Community. Und bis heute prägen Menschen, Initiativen und Bewegungen die Stadt, die sich für mehr Sichtbarkeit und gesellschaftliche Weltoffenheit einsetzen. Dazu gehört auch die FLINTA*-Community. Die Abkürzung steht für Frauen, Lesben, sowie intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans* und agender (also geschlechtslose) Personen, sowie alle, die sich damit identifizieren.

Wo ihr mehr über die Szene erfahren könnt, haben wir euch in unserem Blog zusammengestellt. Von feministischen Buchhandlungen über queere Kulturorte bis hin zu Clubs und Safe Spaces: Hier trifft sich die FLINTA*-Community:

11 Tipps für Flinta*

Tipp 8: Entdeckt Berlins verruchte Geschichte

Tanzen im Club
, © Stockbyte

Berlin ist seit Jahrzehnten für seine offene und außergewöhnliche Club- und Fetischkultur bekannt. Bei der englischsprachigen Führung „Kinky Taboos: Berlin's Forbidden Desires“ taucht ihr in die verruchte Geschichte der Stadt. Es geht um verborgene Sehnsüchte, sexueller Befreiung, legendäre Nachtclubs und Orte, an denen Konventionen schon früh hinterfragt wurden.

So wurde Berlin zu einer der weltweit bekanntesten Metropolen für queere und sexpositive Kultur.

Wann: immer freitags ab 16.30 Uhr
Wo: vor dem Insomnia, Alt-Tempelhof 17-19, Tempelhof

Kinky Taboos

Tipp 9: Entdeckt Erwin Olafs ikonische Fotografien 

Hobbyfotograf mit seiner Kamera in Berlin
Hobbyfotograf in Berlin, © Getty Images, Foto: Westend61

Der niederländische Fotograf Erwin Olaf war bekannt für seine eindrucksvollen und teils auch sehr provokativen Bilder. Besonders seine frühen Arbeiten aus den 1980er-Jahren machten Erwin Olaf zu einem wichtigen künstlerischen Wegbereiter der LGBTQI+-Bewegung.

Gemeinsam mit Kuratorin Nadine Barth werft ihr einen besonderen Blick darauf, wie seine Fotografien gesellschaftliche Normen hinterfragen. 

Wann: Ausstellung bis 6. September 2026, Führung am  5. Juli, 11 - 12:30 Uhr
Wo: f3 – freiraum für fotografie, Prinzessinnenstraße 30, Kreuzberg

Erwin Olaf - Muses

Tipp 10: Gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Homosexuellen
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin, © Stiftung Denkmal, Foto: Marko Priske

Nehmt euch einen Moment Zeit, innezuhalten: Bei der Kranzniederlegung und dem stillen Gedenken des LSVD Berlin-Brandenburg wird an die Menschen erinnert, die während der NS-Zeit aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verfolgt und ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten macht bewusst, wie wichtig der Einsatz für Menschenrechte und Gleichberechtigung bis heute ist.

Auch wenn ihr nicht am 25. Juli in Berlin seid, ist ein Besuch des Denkmals im Tiergarten eine bereichernde Erfahrung. Durch kleine Fenster könnt ihr in den Betonquader hineinspähen. Dort läuft eine Filmschleife, die ein sich innig küssendes Paar zeigt.

Wann: 25. Juli, 11 Uhr
Wo: Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße, Tiergarten

Denkmal für Homosexuelle

Tipp 11: Übernachtet in einem Pink Pillow Hotel

pink pillow Berlin Collection 2023
, © visitBerlin, Foto: Fotoagentur Wolf, freiheitswerke

Damit ihr euch in Berlin rundum willkommen fühlt, könnt ihr euren Aufenthalt in einem Pink Pillow Hotel buchen. Die ausgezeichneten Hotels der Pink Pillow Berlin Collection stehen für Offenheit, Vielfalt und einen respektvollen Umgang mit allen Gästen - unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität.

Viele der Häuser liegen zudem in der Nähe der queeren Szene rund um Schöneberg, Kreuzberg oder Mitte und sind ein idealer Ausgangspunkt, um den Pride Month und die LGBTQ+-Kultur Berlins zu entdecken. Findet euer passendes Hotel und genießt Berlin in einer weltoffenen Atmosphäre.

Wann: Ganzjährig
Wo: Verschiedene Hotels in ganz Berlin

Pink Pillow Berlin Collection

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Bevor sie in Berlin ihr Zuhause fand, berichtete sie als Korrespondentin und Trendscout aus den USA. Heute ist sie kreuz und quer in Berlins Kiezen unterwegs und beschäftigt sich mit Kultur, Musik und Zukunftsideen für ein innovatives Berlin.