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11 Tipps für Fotografie-Begeisterte in Berlin

Ausstellungen & Selfie-Spots: Fotostadt Berlin

fhochdrei - Freiraum für Fotografie
Heike Overberg

Berlin ist Fotostadt: Galerien und Ausstellungshäuser wie das Helmut Newton Museum für Fotografie oder die C/O Gallery, widmen zahlreiche Ausstellungen dem Thema Fotografie. Mit dem EMOP findet alle zwei Jahre auch das größte Fotofestival Deutschlands in Berlin statt. Und natürlich könnt ihr euch in der Hauptstadt auch selbst perfekt in Szene setzen. Wir haben die Top 11 Adressen für Fotografie-Begeisterte hier für euch zusammengestellt.

Tipp 1: Helmut Newton - Museum für Fotografie

Museum für Fotografie
Helmut Newton Museum für Fotografie Museum für Fotografie

Das Museum der Fotografie zählt mit Sicherheit zu einer der ersten Adressen für Fotografie-Begeisterte in Berlin. Die beiden unteren Etagen sind dem 1920 in Berlin geborenen Star- und Mode-Fotografen Helmut Newton und seinem Werk gewidmet. Neben seinen Fotografien aus verschiedenen Lebensabschnitten seht ihr auch eine Nachbildung seines Studios und einige der originalen Outfits dieses Lebemanns, der für seine teils ungewöhnlichen Perspektiven auf den weiblichen Körper auch viel Kritik erhielt.

Im zweiten Obergeschoss werden wechselnde Ausstellung zum Thema Fotografie gezeigt. Aktuell die große Helmut Newton Retrospektive: Helmut Newton. Legacy.

Wann: Dienstag bis Sonntag 11 – 19 Uhr (Donnerstag bis 20 Uhr)
Wo: Jebensstraße 2, Charlottenburg

Tickets für das Museum für Fotografie

Tipp 2: EMOP Berlin – European Month of Photography

ehemaliger Flughafen Tempelhof
In den Hangars des ehemaligen Flughafen Tempelhof finden heute auch Ausstellungen statt. Verena Eidel

Zum European Month of Photography zeigen verschiedenste Institutionen in Berlin und Potsdam die ganze Bandbreite historischer und zeitgenössischer Fotografie. Deutschlands größtes Fotofestival findet alle zwei Jahre statt und präsentiert Ausstellungen in großen Museen und kleinen Galerien, im Außenraum und in Projekträumen. Auch ausländische Kulturinstitutionen und Botschaften sind involviert. Die Teilnehmenden werden von einer Vielzahl an Bewerbern von einer Fachjury ausgewählt. Der nächste EMOP findet 2023 statt.

Wann: 2. – 31. März 2023
Wo: überall in Berlin

Mehr zum European Month of Photography

Tipp 3: Camera Work Gallery

Museum THE KENNEDYS
Camera Work CAMERA WORK

Camera Work zählt zu den weltweit führenden Galerien für Fotografie und Fotokunst. Neben den Werken namhafter Fotograf:innen wie Diane Arbus, Richard Avedon, Irving Penn und natürlich Helmut Newton seht ihr auch Ausstellungen zeitgenössischer Fotokünstler:innen, die von Camera Work vertreten werden. Ziel ist es, Geschichte und Gegenwart der Fotografie zu präsentieren als auch die Zukunft dieses Kunstformats mitzugestalten.

Wann: Dienstag bis Samstag, 11 – 18 Uhr und nach Vereinbarung (Eintritt frei)
Wo: Kantstraße 149, Charlottenburg

Camera Work

Tipp 4: C/O Berlin

C/O Berlin im Amerika Haus
C/O Berlin C/O Berlin, Foto: David von Becker

Die Ausstellungsflächen des C/O Berlin im Amerikahaus am Zoo sind vor allem dem Thema Fotografie entwickelt. Bis zu drei verschiedene Gruppen- und Einzelausstellungen seht ihr hier im wechselnden Rhythmus. Große Namen wie Annie Leibowitz, Nan Goldin, Peter Lindbergh oder Anton Corbijn haben hier schon ihr Werk gezeigt. Dabei werden die Fotografien selbst häufig in einen größeren Zusammen gestellt, das Medium und dessen Entwicklung in verschiedenen Formaten diskutiert. Aktuell könnt ihr mittels der AR-Funktion der neuen C/O Berlin App Bilder der aktuellen Harald Hauswald-Ausstellung „Voll das Leben“ im öffentlichen Stadtraum entdecken.

Wann: täglich 11 bis 20 Uhr
Wo: Amerika-Haus, Hardenbergstraße 22–24, Charlottenburg

C/O Berlin

Tipp 5: Fotografiska

Fotografiska Berlin
Fotografiska Berlin pwr development, Foto: bloomimages

In Berlins ehemalige Kunsthaus Tacheles in der Oranienburger Straße wird voraussichtlich Ende 2022 das schwedische Fotografiemuseum Fotografiska seine vierte Zweigstelle (neben Stockholm, New York und Tallinn) eröffnen. Neben Fotoausstellungen ist ein vielfältiges kulturelles Programm geplant, mit dem an die Tradition des historischen Kunsthaus Tacheles angeknüpft werden soll. 1990 hatte eine Künstlerinitiative das um 1907 errichtete Gebäude vor dem Abriss gerettet und bis zur Räumung 2012 die Räumlichkeiten als Ateliers und für verschiedene Kunstaktionen genutzt. 

Wann: 2023
Wo: Oranienburger Straße 60, Mitte

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Tipp 6: Willi-Brandt-Haus

Mural Fest Berlin
Willi-Brandt-Haus: Umgebung visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Die SPD-Parteizentrale in Kreuzberg ist nicht nur architektonisch spannend, sondern zeigt als „offenes Haus“ auch immer wieder interessante  Foto- und Kunstausstellungen. Noch bis Mitte Juni seht ihr hier eine Auswahl der Fotografien zum Felix Schoeller Photo Award, dem Deutschen Friedenspreis für Fotografie. Für Hobbyfotografen lohnt sich ein Besuch auch aufgrund der lichtdurchfluteten Kulisse des 25 Meter hohen Atriums. Tipp: Das Bistro „Willy’s“ ist nicht nur für Mitarbeiter sondern auch für Gäste des Hauses offen.

Wann: Dienstag bis Sonntag, 12 – 18 Uhr
Wo: Wilhelmstraße 140, Kreuzberg

Willy-Brandt-Haus

Tipp 7: f³ - freiraum

fhochdrei - Freiraum für Fotografie
fhochdrei - Freiraum für Fotografie Heike Overberg

Schwerpunkt des freiraums in Kreuzberg lieg auf der Autor:innenfotografie. Auf über 200 Quadratmeter werden hier jährlich fünf bis sechs Ausstellungen präsentiert. Regelmäßig finden Workshops für Fotograf:innen statt. Außerdem wird zum Diskurs und Austausch über das Medium Fotografie im aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext eingeladen. Dabei geht es den Veranstalter:innen darum inhaltliche und ästhetische Akzente zu setzen in einer Welt, in der wir tagtäglich mit Bildern überflutet werden. Bis 19. Juni 2022 seht ihr hier _:* Porträts von Künstler:innen.

Wo: Waldemarstraße 17, Kreuzberg
Wann: Mittwoch bis Sonntag, 13 - 19 Uhr

Tipp 8: Fotogalerie Friedrichshain

Hobbyfotograf
Fotografieren Getty Images, Foto: Westend61

1985 von zwei Ostberliner Kunststudenten gegründet, hat die Fotogalerie Friedrichshain einen echten Pionierstatus. Damals gab es in ganz Deutschland kaum eine Galerie, die ihren Fokus allein auf Fotografie setzte. Es dauerte Jahre, bis die beiden engagierten Studenten das Konzept vom DDR-Regime genehmigt bekamen. Im August 1985 eröffnete die Fotogalerie dann mit einer Ausstellung von Richard Peter, welche die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg dokumentierte.

Obwohl die beiden Gründer die Fotogalerie – teils aufgrund politischen Drucks – verlassen mussten, wurde das Konzept ein Erfolg. Nach dem Fall der Berliner Mauer musste die Galerie für eine Weile ums Überleben kämpfen. In Kollaboration mit dem Kulturring schaffte es die Galerie für Fotografie dennoch, bis heute einen ganz besonderen Ort für das Medium Bild zu erhalten – und neben den Ausstellungen namhafter Fotograf:innen auch einen Ort für gemeinsame Geschichte und Kiez-Community zu etablieren.

Wo: Helsingforser Platz 1, Friedrichshain
Wann: Dienstag bis Samstag, 14 – 18 Uhr, Donnerstag, 10 – 20 Uhr 

Mehr zu Friedrichshain-Kreuzberg

Tipp 9: Gropius Bau

Gropius Bau
Gropius Bau © Jirka Jansch

Der Gropius Bau zählt zu den wichtigsten Ausstellungshäusern Europas. Gleichzeitig ist das Gebäude im Stil der Renaissance einer der schönsten Ausstellungsorte in Berlin. Ein Besuch lohnt sich immer. Alleine das lichtdurchflutete Atrium, in dem jüngst die Tintenfischarme von Yayoi Kusama ihre pinken Arme bis zum Atrium streckten, ist ein Erlebnis – und eignet sich perfekt für euer persönliches Fotoshooting. Gezeigt wird zeitgenössische Kunst aller Sparten und natürlich auch Fotografie.

Bis zum 7. August seht ihr Dayanita Singh: Dancing with my Camera.

Wann: Mittwoch bis Montag, 10 – 19 Uhr (Dienstag geschlossen)
Wo: Niederkirchner Straße 7, Kreuzberg

Gropius Bau

Tipp 10: Top-Fotospots in Berlin

Streetart in Berlin: Elefant mit Weltballon von Jadore Tong
Streetart in Berlin: Elefant mit Weltballon von Jadore Tong visitBerlin, Foto: Josefine Köhn-Haskins

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, selbst die Kamera in die Hand zu nehmen, haben wir für euch die besten Fotospots in Berlin zusammengestellt. Denn Berlin hat, abgesehen von den großen Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Oberbaumbrücke und Fernsehturm, eine ganze Reihe weiterer Fotospots, an denen ihr euch perfekt in Szene setzen könnt.

Für alle Street Art Fans haben wir ein Highlight mit Touren zu den besten Spots und Geschichten zu den einzelnen Murals und Künstlern auf unserer ABOUT BERLIN App für euch zusammengestellt. Eurem digitalen Stadtführer für Berlin Geschichte und Geschichten. 

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Tipp 11: Orte für Selfie-Fans

U-Bahn Raum im Studio of Wonders
Galerie Studio of Wonders Studio of Wonders

Was wäre ein Blog für Fotobegeisterte ohne ein paar Tipps für alle, die gerne selber Fotos machen. Mit dem Studio of Wonders und der WOW-Gallery hat Berlin ja sogar ein eigenes Selfie-Museum, aber auch im Illuseum gibt es viele ungewöhnliche Settings for euer ganz persönliches Fotoshooting. Und bei Madame Tussauds könnt ihr mit Darth Wader, Angela Merkel, als Tatort-Komissarin oder in der Model-Area mit Heidi Klum posieren.

Wann: Dienstag und Freitag, 11 – 18 Uhr, Mittwoch 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr (Montag geschlossen)
Wo: Unter den Linden 74, Mitte

Madame Tussauds

Tipp: Mit der Berlin Welcome Card fahrt ihr umsonst durch Berlin und bekommt 25 Prozent Rabatt bei Madame Tussauds, im Studio of Wonders, sowie bei 190 weiteren Attraktionen.

Berlin WelcomeCard

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Auf der Suche nach neuen Abenteuern entdeckte sie erst New York, dann Miami und berichtete als Trendscout und Korrespondentin für verschiedene Publikationen. Ihr Zuhause fand sie dann aber in Berlin. Fasziniert von den vielen Facetten der Stadt ist sie kreuz und quer in den Kiezen unterwegs und beschäftigt sich gerne mit Zukunftsideen und Smart City Konzepten für ein innovatives Berlin.