Direkt zum Inhalt
Berlins offizielles Tourismusportal

11 Tipps bei Hitze in Berlin

Unsere Vorschläge zum Abkühlen

Kinder springen in einen Badesee
Kinder springen in den Badesee, © Getty Images, Foto: FatCamera

Der Asphalt flimmert, die Luft steht und dieses Wochenende sollen Hitzerekorde geknackt werden?  Aber keine Sorge: Zwischen Badesee, Museumsinsel, schattigem Park und Eiskugel findet ihr jede Menge Orte, an denen ihr der Hitze entkommt. Hier sind 11 Tipps, mit denen ihr cool durch Berlin kommt. 

Dieses Wochenende sind bereits einige Veranstaltungen wegen der Hitze abgesagt, checkt bitte vorab, ob euer Event stattfindet. 

Und denkt dran: Viel trinken, Sonnencreme nicht vergessen, Schatten suchen. Und kümmert euch um euch und eure Mitmenschen. 

Tipp 1: Fahrt raus an den See

Sommerstimmung: Jugendliche am Strand am Müggelsee in Berlin
Am Strand am Müggelsee, © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Wenn Berlin heiß läuft, ist der nächste Badesee oft nur eine S-Bahn-Fahrt entfernt. Packt Handtuch, Sonnencreme und ein bisschen Geduld ein, denn an Hitzetagen haben viele Berliner:innen dieselbe Idee. Dafür werdet ihr mit Sand unter den Füßen, Wasser auf der Haut und dieser ganz eigenen Sommerferien-Stimmung belohnt. 

Am besten startet ihr früh, sucht euch ein schattiges Plätzchen und nehmt genug Wasser mit. 

Wo: Badeseen in und um Berlin
Wann: Besonders früh morgens oder am späten Nachmittag
Geeignet für: Wasserratten, Nixen und Seebären 

Top 11 Badeseen

Tipp 2: Geht ins Freibad 

Volkspark Humboldthain
Volkspark Humboldthain Sommerbad, © visitBerlin, Foto: Arthur F. Selbach

Einmal durchs Drehkreuz, einmal unter die Dusche, einmal ins Wasser – und schon ist die Hitze abgewaschen. Ob ihr Bahnen ziehen, rutschen, planschen oder einfach mit Pommes in der Hand auf der Liegewiese liegen wollt: Berlins Sommerbäder und Strandbäder liefern das volle Hitzeprogramm. Besonders praktisch ist, dass viele Bäder gut mit Bus, U-Bahn oder S-Bahn erreichbar sind. 

Neben klassischen Freibädern gibt es auch besondere Orte wie das Badeschiff, das mitten in der Spree liegt und Stadtkulisse mit Poolgefühl verbindet. 

Wo: Sommerbäder, Freibäder und Strandbäder in Berlin
Wann: Je nach Saison, Wetter und Öffnungszeiten
Geeignet für: Familien, Sportliche, Sonnenfans, Wasserfreund:innen

Freibäder und Strandbäder

Tipp 3: Tobt euch auf Wasserspielplätzen aus

Wasserspielplätze
Abkühlung im Sommer, © GettyImages, Foto: Pahis

Für Kinder ist Hitze vor allem dann okay, wenn irgendwo Wasser spritzt. Genau deshalb sind Berlins Wasserspielplätze kleine Sommerwunder im Kiez: Schuhe aus, Füße rein, lachen, rennen, nochmal von vorn. Zwischen Fontänen, Planschen, Brunnen und Matschbereichen wird aus einem heißen Nachmittag ein herrlich nasser Abenteuerspielplatz. 

Für Erwachsene gibt’s den Bonus, dass viele Orte Sitzgelegenheiten oder schattige Ecken in der Nähe haben – also ein bisschen durchatmen, während die Kleinen ihren eigenen Mini-Wasserpark bespielen. 

Achtet an sehr heißen Tagen trotzdem auf Pausen, Kopfbedeckung und ausreichendes Trinken. Und weil Wasseranlagen je nach Wetter, Wartung oder Terminlage variieren können, lohnt vorab ein kurzer Check. 

Wo: Wasserspielplätze und Planschen in Berlin
Wann: Je nach Standort und Saison
Geeignet für: Familien mit Kindern, Kiez-Ausflüge, heiße Nachmittage

Wasserspielplätze

Tipp 4: Geht ins Museum

Museumsinsel mit Berliner Dom von der Spree aus gesehen
Die Museumsinsel und der Berliner Dom, © iStock.com, Foto: Chalabala

Wenn draußen die Luft steht, sind Museen die eleganteste Art, sich abzukühlen. Ihr tauscht flirrende Straßen gegen hohe Räume, ruhige Gänge und Kunst, die länger nachwirkt als jede Klimaanlage. Ihr könnt über die Museumsinsel schlendern, euch durch Ausstellungen treiben lassen und zwischendurch vergessen, dass draußen der Sommer gerade Überstunden macht. 

Aktuell bietet sich zum Beispiel die Ausstellung Casssirer und der Durchbruch des Impressionismus in der Alten Nationalgalerie an: Sie widmet sich Paul Cassirer und zeigt über 100 Werke des Impressionismus und der klassischen Moderne. Die Schau läuft  bis zum 27. September 2026, also perfekt für eine kühle Kulturpause im Sommer. 

Wo: Museen in Berlin, zum Beispiel Alte Nationalgalerie
Wann: Je nach Ausstellung und Öffnungszeiten
Geeignet für: Kunstfans, Kulturhungrige, Date-Ideen, Solo-Auszeiten

Museen 

Tipp 5: Sucht euch einen kühlen Ort 

Chillen am Landwehrkanal
Landwehrkanal im Sommer, © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Berlin hat Orte, die im Sommer fast wie urbane Kühlakkus funktionieren. Manchmal ist es ein Platz am Wasser, manchmal ein schattiger Innenhof, manchmal ein Pool mit Aussicht oder ein Sommerort, an dem Wind, Wasser und Kiezgefühl perfekt zusammenspielen. Solche Spots sind ideal, wenn ihr nicht gleich den ganzen Tag am See verbringen wollt, aber trotzdem dringend raus aus der Hitze müsst.

Wo: Sommerlocations, Wasserorte und kühle Spots in Berlin
Wann: Je nach Terminlage und Öffnungszeiten
Geeignet für: After-Work-Abkühlung, Sommerdates

Coole Orte an heißen Tagen

Tipp 6: Verlegt den Kinoabend ins Freiluftkino

Freiluftkino Friedrichshain
, © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Tagsüber brennt die Sonne, abends gehört Berlin den Freiluftkinos. Wenn die Hitze langsam aus den Straßen steigt, die Leinwand aufleuchtet und irgendwo Popcorn raschelt, fühlt sich der Sommer plötzlich wieder ziemlich gut an. Freiluftkinos sind perfekt, weil ihr nicht in geschlossenen Räumen sitzen müsst, aber trotzdem einen ganzen Abend Programm bekommt. Viele Freiluftkinos spielen Klassiker, Arthouse-Filme, Publikumslieblinge oder aktuelle Produktionen. So wird aus einem heißen Tag ein lauer Filmabend mit Großstadtkulisse.

Wo: Freiluftkinos in Berlin
Wann: Je nach Saison, Wetter und Spielplan
Geeignet für: Filmfans, entspannte Sommerabende

Freiluftkinos

Tipp 7: Entdeckt kühle Kirchen als stille Rückzugsorte

Evangelische Kirchengemeinde Am Hohenzollernplatz
, © BA Charlottenburg-Wilmersdorf, Foto: Friedhelm Hoffmann

Kirchen sind an Hitzetagen kleine architektonische Wunder mit dicken Mauern, hohen Decken, Steinböden. Viele offene Kirchen verstehen sich während der Hitzeperioden als ruhige Rückzugsorte, an denen ihr sitzen, durchatmen und für einen Moment aus dem Großstadtlärm aussteigen könnt. In Berlin gibt es Initiativen wie Kühle Kirchen, bei denen ausgewählte Orte Zugang zu Sitzgelegenheiten, teils auch Toiletten und Trinkwasser bieten; die konkreten Angebote unterscheiden sich jedoch von Kirche zu Kirche. 

Wo: Offene Kirchen in Berlin
Wann: Während Öffnungszeiten, besonders an Hitzetagen
Geeignet für: Ruhesuchende, Kulturinteressierte, kurze Pausen zwischendurch

Kirchen in Berlin

Tipp 8: Erfrischt euch in Berlins Eisdielen

Freundinnen essen Eis
Eis essen im Sonnenschein, © GettyImages, Foto: RyanJLane

Natürlich darf Eis nicht fehlen. In Berlin ist die Eiskugel längst mehr als Vanille, Schoko, Erdbeere – hier bekommt ihr Pistazie mit Drama, Sorbets mit Sommerknall, vegane Sorten, experimentelle Kreationen und Klassiker, die nach Kindheit schmecken. Gute Eisdielen findet ihr in fast jedem Kiez, von Prenzlauer Berg bis Kreuzberg, von Charlottenburg bis Neukölln. Wir haben euch eine Auswahl zusammengestellt. 

Wo: Eisdielen in ganz Berlin
Wann: Immer, wenn die Stadt nach Abkühlung ruft
Geeignet für: Alle, wirklich alle

Tipps für Eisdielen

Tipp 9: Geht in den Wald

Rund um den Tegeler See
Fahrradtour am Tegeler See, © visitberlin, Foto: Chris Martin Scholl

Berlin ist grüner, als viele denken – und an Hitzetagen merkt ihr das besonders. Während die Innenstadt glüht, rauschen im Grunewald, im Tegeler Forst oder in der Wuhlheide die Blätter, der Boden riecht nach Erde und plötzlich atmet ihr wieder tiefer. Ein Spaziergang unter Baumkronen kühlt nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf. Besonders schön ist es früh morgens, wenn die Wege noch leer sind und die Stadt erst langsam aufwacht. Wer mag, verbindet den Waldausflug mit einem See, etwa im Grunewald oder Richtung Müggelsee. 

Wichtig: Bei Trockenheit unbedingt die Waldbrandgefahr beachten, nicht rauchen, keine Glasflaschen liegen lassen und auf den Wegen bleiben. 

Wo: Grunewald, Tegeler Forst, Wuhlheide, Köpenicker Waldgebiete
Wann: Am besten morgens oder am frühen Abend
Geeignet für: Naturfans, Hitzemüde

Raus in die Natur

Tipp 10: Geht kühl essen

Sushi und Ramen in einem Restaurant in Berlin
Sushi und Ramen , © GettyImages, Foto: Chanda Hopkins

Ein bisschen Zitrone, ein bisschen Minze, ein klirrendes Glas. Bei 34 Grad muss es nicht unbedingt deftige Hausmannskost sein. Bowls, Sommerrollen, Gazpacho, Salate, kalte Nudeln, Mezze, Ceviche oder vietnamesische Küche bringen euch geschmacklich durch den Tag, ohne euch zusätzlich ins Food-Koma zu schicken. 

Sucht euch Restaurants mit schattiger Terrasse, Innenhof oder angenehm temperierten Innenräumen. Gerade in den Kiezen findet ihr viele Orte, an denen sich Sommeressen wie ein Kurztrip anfühlt. Auch Markthallen können eine gute Idee sein, weil ihr dort flexibel bleibt und euch genau das aussucht, worauf euer Hitzekopf noch Lust hat. 

Wo: Restaurants, Cafés, Markthallen und schattige Terrassen in Berlin
Wann: Mittags eher leicht, abends entspannt draußen
Geeignet für: Foodies, Freund:innen, alle ohne Lust auf schwere Kost

Restaurants in Berlin

Tipp 11: Sucht euch einen schattigen Park

Volkspark Friedrichshain
Volkspark Friedrichshain, © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Manchmal braucht ihr gar nicht mehr als eine Decke, einen Baum und eine Flasche Wasser. Berlins Parks sind an Hitzetagen die grünen Wohnzimmer der Stadt: Im Tiergarten raschelt die Hauptstadt vor sich hin, im Volkspark Friedrichshain findet ihr schattige Wege, im Treptower Park weht manchmal ein Lüftchen von der Spree, und im Viktoriapark rauscht sogar ein Wasserfall. Wer es ruhiger mag, sucht kleinere Kiezparks oder Friedhöfe mit altem Baumbestand auf. 

Der Trick ist, nicht mittags auf der offenen Wiese zu braten, sondern den Schatten wirklich ernst zu nehmen. Und wenn euch doch nach Bewegung ist: lieber langsam spazieren als sportlich übertreiben. So wird der Park zum besten Beweis, dass Berlin auch im Hochsommer weich, grün und ziemlich gelassen sein kann.

Wo: Tiergarten, Volkspark Friedrichshain, Treptower Park, Viktoriapark und Kiezparks
Wann: Vormittags, spätnachmittags oder abends
Geeignet für: Picknickfans, Familien, Freund:innen, Lesende, Schattenmenschen

Parks 

 

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Zum Studium der Literaturwissenschaften kam sie - pünktlich zum Mauerfall - nach Berlin und ist dort geblieben. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.