Am Wochenende feiert Berlin den Tag der Deutschen Einheit mit zahlreichen besonderen Events. Darüber hinaus gibt es überall in der Stadt viel zu entdecken und zu erleben: Ihr könnt beim Tag der Clubkultur feiern, ins Konzert gehen, Bilderwelten genießen oder zurück ins Mittelalter reisen.
Hier sind unsere Tipps:
Tipp 1: Feiert den Tag der Deutschen Einheit
Am 3. Oktober feiert das ganze Land den Tag der Deutschen Einheit. Dazu laden die sieben Landesvertretungen an den Ministergärten zum Tag der Offenen Landesvertretungen 2026 ein. Ihr könnt einen Blick hinter die Kulissen werfen, mehr über die Bundesländer erfahren und an einem abwechslungsreichen Programm teilnehmen.
Am 3. Oktober steigt dann auch der Renntag der Deutschen Einheit auf der Rennbahn Hoppegarten. Wenn ihr gerne nach Schätzen auf dem Flohmarkt stöbert, dann ist der Riesenflohmarkt auf der Trabrennbahn Karlshorst, der das ganze Wochenende lang stattfindet, das perfekte Ausflugsziel für euch.
Wann: Freitag, 2. Oktober - Sonntag, 4. Oktober 2026
Wo: Trabrennbahn Karlshorst, Treskowallee 129, Marzahn
Riesenflohmarkt Trabrennbahn Karlshorst
Tipp 2: Tanzt beim Tag der Clubkultur
Berlin tanzt nicht nur – seine Clubs sind auch Räume für Kultur, Gemeinschaft und neue Ideen. Genau darum geht es beim TAG DER CLUBKULTUR, dessen Festivalwoche am Samstag unter dem Motto „STAY CORE“ beginnt. Vom 3. bis 11. Oktober entwickeln Clubs, Kollektive und Veranstalter in der ganzen Stadt eigene Formate rund um die Frage, was den Kern der Berliner Clubkultur ausmacht und wie kulturelle Freiräume auch unter gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Druck bestehen können. Geplant sind Raves und Konzerte, aber auch Performances, Panels, Ausstellungen und Workshops.
Wir haben uns das Programm mal anschaut und elf Tipps für euch zusammengestellt.
Wann: Samstag, 3. Oktober & Sonntag, 4. Oktober 2026
Wo: verschiedene Clubs und Veranstaltungsorte in Berlin
Tipp 3: Schaut euch Merkels Porträt an
Im Bode-Museum könnt Ihr bis Anfang Januar das offizielle Porträt von Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel aus nächster Nähe betrachten. Der französisch-deutsch-kanadische Künstler Jérémie Queyras vollendete das Gemälde 2026; anschließend soll es seinen dauerhaften Platz in der Kanzlergalerie des Bundeskanzleramts erhalten. Dort sind auch die früheren Bundeskanzler mit Gemälden vertreten.
Mit der Tageskarte könnt ihr zugleich die weiteren Ausstellungen des Bode-Museums besuchen, das die faszinierende und in Deutschland unvergleichbare Sammlung spätantiker und byzantinischer Kunstwerke beherbergt.
Wann: Freitag, 2. Oktober, 10 bis 17 Uhr; Samstag, 3. Oktober & Sonntag, 4. Oktober 2026, 10 bis 18 Uhr
Wo: Bode-Museum, Eingang Am Kupfergraben über die Monbijoubrücke, Mitte
Tipp 4: Erlebt Kazuki Yamadas Auftakt beim DSO
Ein neuer Chefdirigent, ein großer Konzertsaal und ein Programm, das weit über klassische Klangwelten hinausdenkt: Kazuki Yamada gibt am Sonntag sein Antrittskonzert als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Gemeinsam mit Pianistin Alice Sara Ott und Rednerin Maja Göpel spannt der Abend einen Bogen zwischen menschlicher Existenz, Spiritualität und Natur.
Charles Ives’ The Unanswered Question eröffnet den Abend mit musikalischer Philosophie. Danach folgt Edvard Griegs Klavierkonzert in a-Moll, bevor Anna Clynes „Woman of the Mountain“ in deutscher Erstaufführung erklingt. Zum Abschluss führt Claude Debussys La Mer Euch ans Meer.
Wann: Sonntag, 4. Oktober 2026, 20 Uhr; Konzerteinführung 19.15 Uhr
Wo: Philharmonie Berlin, Großer Saal, Herbert-von-Karajan-Straße 1, Tiergarten
Tipp 5: Schaut euch in der Galerienszene um
Am Freitag beginnt die Kunstwoche der Kommunalen Galerien – und damit zehn Tage zeitgenössische Kunst quer durch Berlin. 150 Künstler, 41 Ausstellungen und 36 Galerien gehören zum kostenfreien Programm. Zu sehen sind unter anderem Fotografie, Malerei, Skulptur, Installation, Sound-, Performance- und Videokunst; viele Arbeiten greifen dabei aktuelle gesellschaftliche Fragen auf.
Zum Auftakt könnt ihr direkt vom Ausstellungsraum auf die Tanzfläche wechseln: Die Eröffnungsparty COME TOGETHER steigt am Freitag im ACUD MACHT NEU. Zunächst tritt Selin Davasse mit einer Performance auf, danach spielt Die Höchste Eisenbahn, bevor Edna Martinez mit einem DJ-Set übernimmt.
Wann: Freitag, 2. Oktober bis Sonntag, 4. Oktober 2026; Eröffnungsparty Freitag, 17 bis 23 Uhr
Wo: 36 kommunale Galerien in Berlin; Eröffnung im ACUD MACHT NEU, Veteranenstraße 21, Mitte
Kunstwoche der Kommunalen Galerien
Tipp 6: Reist beim Gauklerfest ins Mittelalter
Zwischen alten Mauern, Marktständen und historischen Klängen verwandelt sich die Zitadelle Berlin am Samstag und Sonntag in eine kleine mittelalterliche Welt. Beim 8. Gauklerfest ziehen Händler:innen und Handwerker:innen auf die Festungsanlage ein, während Spielleute und Artist:innen für Bewegung zwischen den Ständen sorgen.
Für die passende Klangkulisse sorgen Corvus Corax, dazu zeigen die „Schmierenkomödianten“ und „Flugträumer“ ihre Kunststücke. Familien können den Besuch gut als Tagesausflug planen: Für Kinder gibt es ein handbetriebenes Karussell, ein Riesenrad und eine Gauklerschule.
Praktisch ist außerdem, dass ihr während des Festes auch die Museen und Ausstellungen der Zitadelle zu deren Öffnungszeiten - ohne zusätzlichen Eintritt - besuchen könnt – ausgenommen ist lediglich der Fledermauskeller.
Wann: Samstag, 3. Oktober & Sonntag, 4. Oktober 2026, jeweils 10 bis 19 Uhr
Wo: Zitadelle Berlin, Am Juliusturm 64, Spandau
Gauklerfest
Tipp 7: Erlebt mit Ass-Dur musikalische Bruderliebe
Zwei Brüder, ein Klavier und reichlich Stoff für Reibung: Dominik und Florian Wagner bringen mit „BRUDERLIEBE“ Musik und Comedy zusammen und nehmen dabei das Familienleben auseinander. Mal geht es um Konkurrenz, mal um Nähe – und immer wieder darum, wie gut Geschwister einander kennen und gleichzeitig zur Verzweiflung bringen können.
Musikalisch bleibt der Abend nicht in einer Schublade. Klassik trifft auf Pop, Funk und Oper, während die Brüder von Ass-Dur spielen, singen, streiten und sich wieder zusammenraufen. Aus dem vertrauten Geschwisterthema entsteht ein Bühnenabend, der musikalische Präzision mit bewusstem Chaos verbindet.
Aber keine Sorge: Auch Einzelkinder sind ausdrücklich willkommen.
Wann: mehrere Termine rund um das Wochenende
Wo: Tipi am Kanzleramt, Große Querallee, Tiergarten
Tickets für Bruderliebe
Tipp 8: Begrüßt den Herbst beim Kürbisfest
Orange, grün, rund oder länglich: Rund 10.000 Kürbisse verwandeln die Akazienstraße am Wochenende in einen herbstlichen Markt. Beim Schöneberger Kürbisfest könnt ihr euch nicht nur durch die große Auswahl arbeiten, sondern bekommt auch Tipps für die Zubereitung zu Hause. Dazu kommen Händler:innen mit Tee, Kaffee, Ölen und Gewürzen sowie Kunsthandwerk, Schmuck und Designerkleidung.
Das Straßenfest gehört seit drei Generationen zum Kiez und verbindet Marktbesuch mit entspanntem Schöneberger Wochenendgefühl. Wer schon an die kommenden Monate denkt, kann zwischen den Ständen nach ersten Weihnachtsgeschenken suchen.
Auch Familien können den Besuch gut einplanen: Für Kinder wird eine eigene Ecke eingerichtet. Am Sonntag öffnen zudem die meisten Geschäfte vor Ort ihre Türen.
Wann: Samstag, 3. Oktober, 11 bis 20 Uhr; Sonntag, 4. Oktober 2026, 10 bis 20 Uhr
Wo: Akazienstraße, Schöneberg
Tipp 9: Reist zurück in die Zeit der Industriekultur
Alte Werkhallen, stillgelegte Umspannwerke und ehemalige Bahnanlagen erzählen an diesem Wochenende eine andere Geschichte Berlins. Das Festival der Berliner Industriekultur endet am Sonntag, 4. Oktober, und bringt zum Abschluss noch einmal Führungen, Workshops, Ausstellungen, Theater und ungewöhnliche Einblicke in mehrere Bezirke.
Zwischen Freitag und Sonntag könnt ihr etwa im BMW Motorradwerk hinter die Kulissen schauen, im Industriesalon Schöneweide den „Walk of Fame Schöneweide“ besuchen oder im ehemaligen Umspannwerk Reinickendorf die Theater-Performance „Platonic Necrophilia“ erleben.
Am Sonntag öffnen außerdem historische S-Bahnwagen im Deutschen Technikmuseum ihre Türen. Wer den Tag tanzend beenden möchte, zieht bei silent.beats mit Kopfhörern und Live-DJ durch den Natur Park Südgelände – zwischen alten Gleisen, Industriearchitektur und Natur.
Wann: Freitag, 2. Oktober bis Sonntag, 4. Oktober 2026
Wo: verschiedene Orte in Berlin
Festival der Berliner Industriekultur
Tipp 10: Steigt auf den Französischen Dom
Mitten auf dem Gendarmenmarkt wechselt ihr die Perspektive: Von der Aussichtsplattform des Französischen Doms blickt ihr im 360-Grad-Panorama über Berlin-Mitte. Deutscher Dom, Fernsehturm, Humboldt Forum und Rotes Rathaus lassen sich von hier oben ausmachen – eine gute Gelegenheit, bekannte Orte einmal aus ungewohnter Höhe zusammenzusehen.
Wer mehr über das Panorama und den Dom erfahren möchte, kann ein Ticket mit Multimedia-Audioguide wählen. Oder ihr genießt den Blick bei einem prickelnden Glas Crémant.
Beachtet bei der Planung: Zur Plattform führt kein Fahrstuhl, der Zugang ist daher nicht barrierefrei. Tickets gelten für das gebuchte Datum und Zeitfenster; der letzte Aufstieg ist jeweils 30 Minuten vor Schließung möglich.
Wann: im September täglich, 11 bis 6 Uhr
Wo: Französischer Dom, Aussichtsplattform, Gendarmenmarkt 5, Mitte; Eingang vom Gendarmenmarkt oder von der Charlottenstraße
Tipp 11: Feiert das Oktoberfest in Berlin
Natürlich gehört das klassische Oktoberfest nach München, aber auch in Berlin gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zünftig und ganz traditionell zu feiern. Neben Blasmusik, Weißbier und Bretzeln wäre Berlin aber nicht Berlin, wenn es nicht auch Überraschungen und besondere Feste gäbe.
So treffen bei den Gaywiesen Bayerische Festzelttraditionen auf queere Partystimmung. Und in der Kulturbrauerei entsteht mit dem OkSoberfest gleich ein ganz neues Festivalformat.
