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9. Tag auf der Berlinale 2019

Wer gewinnt den Goldenen Bären?

Berlinale
Roter Teppich vor dem Berlinale Palast i © KARSTEN THIELKER

Die Bärenjagd ist beendet – am Samstagabend erfahren wir, wer den Goldenen Bären mit nach Hause nehmen kann, und wer einen seiner silbernen Brüder gewonnen hat. Wird es wieder eine Überraschung geben wie im letzten Jahr, als mit „Touch me not“ ein Film gewann, auf den vorher niemand gesetzt hat?

Internationale Filmfestspiele Berlin
Dieter Kosslick auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Berlinale 2016

Auf jeden Fall wird es auch wehmütige Momente geben, ist es doch die letzte Gala unter Dieter Kosslick. Und so bleibt es uns nur, „Danke, Dieter“ zu sagen.

Er hat der Berlinale Glamour verliehen und die großen Stars in die Stadt geholt, er hat dem deutschen Film ein neues Zuhause gegeben genauso wie den jungen Filmemachern, er hat neue Sektionen geschaffen und nie vergessen, dass die Berlinale vor allem eines ist: Ein Publikumsfestival, das von den Fans und ihrer Begeisterung lebt. 

Berlinale, George Clooney
© KARSTEN THIELKER

64. Internationale Filmfestspiele Berlin

Goldie

Goldie ist 18 und lebt in New York. Sie hat eine große Klappe und große Pläne: Tänzerin in Musikvideos möchte sie werden, dazu spart sie auf einen goldgelben Pelzmantel. Doch die Realität sieht düster aus, mit ihrer Mutter und beiden kleinen Halbschwestern lebt sie in einer ärmlichen Unterkunft. Nachdem ihre Mutter verhaftet wird, versucht sie, sich mit ihren Schwestern alleine durchzuschlagen, auf der Flucht vor dem Jugendamt und den Mantel im fest im Blick.
„Goldie“ aus der Sektion Generation 14plus ist das Gegenstück zu „The Kindness of Strangers“, hier gibt es kein russisches Restaurant als sicheren Hafen und keine hilfsbereiten Fremden. Aber trotz aller Tristesse strotzt der Film wie seine Hauptdarstellerin Slick Woods vor Energie und Lebenslust. Mit ihr rennen wir durch New York und träumen von der ganzen großen Chance.

The Magic Life of V

Veera ist großer Fan von Live-Rollenspielen, den LARPs: Wir treffen sie in einer Zauberschule im Schloss, im Kriegspiel und beim Training. Zugleich kümmert sie sich um ihren älteren Bruder. Langsam nähert sich der Dokumentarfilm ihrer verletzten Seele, der sie mit den ständig wechselnden Identitäten zu entkommen sucht. Ihr Vater ist Alkoholiker, sie hat ihn seit Jahren nicht mehr gesehen. Wie weit verbreitet das Alkoholproblem in Finnland und wie verheerend die Wirkungen auf die Kinder von trinkenden Eltern sind, vermittelt ein schockierendes Werbevideo einer Aufklärungskampagne, das im Film integriert ist.
Wie Veera spielen auch ihre Mutter und Bruder mit, die Dialoge sind improvisiert und so entsteht ein intimes Porträt einer jungen Frau, das unter die Haut geht.

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Kulturszene Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.

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