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8. Tag auf der Berlinale 2023

Letzter Tag im Wettbewerb

Berlinale
© Berlin Daily/Foto: Karsten Thielker

Cate Blanchett verzauberte gestern das Publikum - erst bei den Talents im HAU, als sie über ihren neuen Film sprach, und dann bei der Aufführung von Tár im Berlinale Palast. Und mit diesem Highlight nähert sich die Berlinale dem Ende zu.

Heute ist der letzte Tag im Wettbewerb, in dem der chinesische Animationsfilm Art College 1994, der französische Dokumentarfilm Sur l’Adamant und zu guter Letzt der deutsche Beitrag Bis ans Ende der Nacht ins Rennen gehen. Es gibt übrigens für viele Filme noch Tickets. Auf der Website der Berlinale findet ihr eine Übersicht, wofür ihr noch eine Karte kaufen könnt. Aktuell könnt ihr zum Beispiel noch den australischen Wettbewerbsfilm Limbo mit Simon Baker oder die kurzweilige Doku And the King Said, What a Fantastic Machine sehen. 

Und heute steigt in der Volksbühne die große Party, wenn der Teddy Award an den besten queeren Film des Festivals verliehen wird. Morgen ist es dann soweit: Bei der großen Gala erfahren wir, wer die begehrten Bären mit nach Hause nehmen darf. Die Jury ist ja immer für eine Überraschung gut, so dass eine Vorhersage schwierig ist. Wir bleiben also gespannt ...

20.000 especies de abejas

Einer der Kandidaten für den Goldenen Bären ist der spanische Wettbewerbsbeitrag 20.000 especies de abejas.

Ein Name ist Identität: Nein, nicht mehr Aitor soll der Name sein, und auch der Spitzname Cocó fühlt sich nicht richtig an. Ein Kind sucht nach seiner Identität und stößt damit auf Unverständnis in der Familie. Die Ehe der Eltern scheint in einer Krise zu stecken, die Mutter versucht wieder als Künstlerin zu arbeiten und hat eigene Probleme. Die ganze Familie kämpft mit Problemen und lange unterdrückten Gefühlen. Die Tanten können nicht akzeptieren, dass Aitor ein Kleid zur Taufe der Cousine tragen möchte. Nur die Großtante, Imkerin und Bienenheilkundlerin, hört zu und sieht, in welcher Krise das Kind eigentlich steckt.

Auch der Film 20.000 especies de abejas nimmt sich viel Zeit, hinzuschauen und hinzuhören. Einfühlsam zeigt er das Porträt eines Kindes und seiner Familie in der Krise. Es ist ein stiller Film, bei dem man genau zuhören und zuschauen muss. Am Ende bleibt er allerdings ein wenig zu vorhersehbar in seinen Wendungen.

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Zum Studium der Literaturwissenschaften kam sie - pünktlich zum Mauerfall - nach Berlin und ist dort geblieben. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog. Alle Beiträge