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11 Insider-Tipps aus Berlins Galerien

Entdeckt die Vielfalt der Berliner Kunst-Welt

C/O Berlin im Amerika Haus
C/O Berlin - Fotografien © C/O Berlin, Foto: David von Becker

Ausstellungshaus für Fotografie in Berlin

Das für Anfang Mai geplante Gallery Weekend ist ja nun erstmal auf September verschoben. Wenn ihr nicht so lange warten wollt, dann könnt ihr euch schon jetzt auf Entdeckungstour begeben. Zahlreiche Berliner Galerien und Kulturinstitutionen sind bereits wieder geöffnet und freuen sich auf euren Besuch. Bitte bucht vorab online ein Ticket mit Zeitfenster. Damit euer Einstieg in die sich stets wandelnde Berliner Kunst- und Kulturszene gelingt, stellen wir euch hier die besten Einstiegsportale vor. 

Zusätzlich könnt ihr euch von den virtuellen Angeboten der Berliner Galerien inspirieren lassen. Vor dem Hintergrund der Zwangsschließungen in Zeiten von Corona haben viele spannende und innovative Ansätze entwickelt. 

Tipp 1: INDEX Berlin - Sunday Open

Alle wichtigen Informationen zu Berlins Kunst- und Kulturwelt findet ihr im zweimonatlich erscheinenden INDEX, dem Berliner Ausstellungskalender für zeitgenössische Kunst. Mit minimalistischem Design und Fokus auf das Wesentliche bietet der Index einen umfassenden Überblick über Galerien, Eröffnungen, Schließungen, Künstler*innen und weitere Projekte. Auf der Webseite könnt ihr eure eigene Tour zusammenstellen und bekommt Tipps zu weiteren Veranstaltungen und ausgewählten Bars, Cafés und Restaurants in der näheren Umgebung. 

Am 21. Juni laden Berlins Galerien wieder zum Sunday Open. Die perfekte Gelegenheit, um einen ersten Einblick in Berlins Kunst- und Kulturszene zu bekommen.

INDEX Berlin

Tipp 2: Berlin Art Link

2010 von den beiden Künstler*innen Monica Salazar und Anna Russ (MONA) initiiert, will Berlin Art Link den Austausch zwischen Kreativen, Kunstexpert*innen und Kritiker*innen ermöglichen. Dazu werden nicht nur Ateliers und Ausstellungen in Berlin besucht und besprochen. Korrespondenten bringen auch zeitgenössische Perspektiven aus der Kunstwelt New Yorks, Londons und Los Angeles ein. Neben Künstlerprofilen, Videos und Interviews aus den Kulturhauptstädten, findet ihr aber vor allem Veranstaltungstipps und offene Ausschreibungen sowie einen Überblick über Kunsträume, Studios und Ateliers in Berlin.

Berlin Art Link

Tipp 3: Landesverband Berliner Galerien

Der Kunstkalender des Landesverbandes Berliner Galerien bietet euch einen guten Überblick über aktuelle Ausstellungen der großen und kleineren Galerien in der Landeshauptstadt. Ihr könnt aber auch nach Künstler*innen suchen, deren Werke aktuell in Berlin zu sehen sind, oder nach verschiedenen Kunstgattungen, also etwa Malerei, Skulpturen, Fotografie, Video-, Licht- oder Textilkunst. Viel Spaß beim Stöbern.

Landesverband Berliner Galerien

Tipp 4: bpigs

Von Künstler*innen für Künstler*innen gemacht, bietet dieser digitale Kunstführer einen guten Einblick in die unabhängige Szene der Stadt. Ziel ist es eine Kommunikationsplattform für die Szene selbst zu etablieren. Natürlich findet ihr hier alle wichtigen Openings und Ausstellungen aber auch One Night Pop up-Aktionen und einen Überblick über typische Berliner Projekte der vergangenen Jahre. Mitglieder können eigene kultur-relevante Listings einstellen. Interviews und Gastbeiträge ergänzen das Angebot.

bpigs

Tipp 5: 11. Berlin Biennale

Bis zum 25. Juli wurde exp. 3 der diesjährige Berlin Biennale verlängert. Wie und wann genau der von 13. Juni bis 13. September 2020 geplante Epilog stattfinden wird, ist noch offen. In exp. 3 untersuchen Sinthujan Varatharajah und Osías Yanov die verschiedenen Spuren des Körpers und die Abdrücke seiner kollektiven Geografien. Aber was schreiben wir lange, Bilder sagen mehr als viele Worte. Schaut es euch an! Ab dem 28. Mai könnt ihr die temporären Räume auf dem ExRotaprint-Gelände besuchen. Bitte bucht vorab online ein Ticket mit Zeitfenster.

Wo: Bornemannstraße 9, Wedding

Wann: Donnerstag bis Samstag, 14 - 19 Uhr

11. Berlin Biennale

Tipp 6: Berlin Views

Um die eigene Sichtbarkeit zu stärken, haben sich einige Berliner Galerien zusammengeschlossen. Aktuell präsentiert die gemeinsame Plattform unter dem Titel Berlin Views 25 verschiedene Galerien, die in Kurzporträts vorgestellt werden. Außerdem werden aktuell ausgestellte Werke - inklusive Preisschild - online gezeigt. Natürlich besteht auch die Option, eure Lieblingswerke zu kaufen.

Berlin Views

Tipp 7: Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)

Über die Artothek des Neuen Berliner Kunstvereins - die 1970 gegründet übrigens die älteste Artothek in Deutschland ist - könnt ihr euch gegen eine Versicherungsschutzgebühr von 3 Euro für 3 Monate ein echtes Kunstwerk für Zuhause ausleihen. Insgesamt stehen im Rahmen dieses Vermittlungsprojekts, das zeitgenössische Kunst einem breiteren Publikum zugänglich machen soll, 4000 Werke zur Verfügung. Auch die Bestände des Video-Forums können wieder eingesehen werden. Einfach einen Termin mit Zeitfenster buchen. Kunstvermittlung und Diskurs finden aktuell noch online statt.

Wann: Artothek: Dienstag und Donnerstag 14–20 Uhr, Mittwoch und Freitag 14–18 Uhr Video-Forum Dienstag und Donnerstag 14–20 Uhr, Mittwoch 14–18 Uh

Wo: Chausseestrasse 128/129, Mitte

Neuer Berliner Kunstverein

Tipp 8: Berliner Galerien und ihre digitalen Angebote

Julia Stoschek Collection

Einen mittlerweile sehr umfangreichen Teil des Programms hat die Julia Stoschek Collection online gestellt. Videoarbeiten und Ausstellungsrundgänge aus den Häusern in Berlin und Düsseldorf findet ihr gesammelt in der Mediathek. Außerdem wird teils sogar mehrmals täglich Kunst über die Social Media-Kanäle gestreamt. Lasst euch inspirieren!

Mehr zur Julia Stoschek Collection

CFA: Comtemporary Fine Arts

Vor einem Besuch der CFA Galerie Berlin könnt ihr euch online schon mal einen tieferen Einblick verschaffen. Zu allen Künstler*innen sowie aktuellen und vergangenen Ausstellungen und Werkschauen findet ihr weiterführende Videos und Podcasts, Interviews, Porträts oder virtuelle Touren und natürlich ausgewählte Werke.

Mehr zu CFA Comtemporary Fine Arts Berlin

Sprüth Magers

Die Sprüth Magers Galerie in Berlin ist wieder geöffnet. Tickets mit Zeitfenster gibt es online. Und wenn ihr schon im Internet seid, dann könnt ihr auch gleich bei einem virtuellen Atelier-Besuchen hinter die Kulissen blicken. Am besten folgt ihr Sprüth Magers auf Instagram. Auf der Website werden aktuelle Informationen kommuniziert. 

Mehr zu Sprüth Magers

C/O Berlin

Mit einem Schwerpunkt auf Fotografie und Videokunst hat sich C/O Berlin mittlerweile auch international einen Namen gemacht. Dabei werden nicht nur renommierte Künstler gezeigt, sondern auch Nachwuchstalente gefördert. Als gemeinnützige Stiftung legt c/o Berlin einen weiteren Schwerpunkt auf Kunstvermittlung. So findet auch ihr zahlreiche Videos, Dokumentation und aufgezeichnete Panel-Diskussionen.

Seit 21. Mai ist C/O Berlin wieder für euch geöffnet.

Mehr zu C/O Berlin

Galerie König

Über 40 internationale Künstler werden aktuell von der Galerie König vertreten. Um ihnen auch während der Zwangsschließungen im Rahmen der Corona-Krise Sichtbarkeit zu garantieren wurde die Webseite stark ausgebaut und erweitert. Ihr seht jetzt nicht nur eine komplette Übersicht der Werke, sondern auch 3D-Einblicke in die Räume und detaillierte Einzelansichten. Zusätzlich könnt ihr via Instragram an Experten-Gesprächen und interaktiven Kunst-Aktionen teilnehmen.

Galerie König

KW Institute for Contemporary Art

Die Website des KW Institute for Contemporary Art ist aktuell eine bunte Collage aus Videos, Ausstellungsrundgängen, Bildmaterialien und weiterführenden Links zu Video- und Social Media Kanälen, sowie Pressematerialien der aktuell ausgestellten Künstler und Werke. Mit dabei sind von den Kuratoren geführte Video-Ausstellungsrundgänge durch die Ausstellungen von:

  • Hassan Sharif: I Am The Single Work Artist
  • Kris Lemsalu Malone & Kyp Malone Lemsalu: Love Song Sing-Along
  • Mophradat’s Consortium Commissions: Jasmina Metwaly & Yazah Khalili
  • Wiedereröffnung ist am 30. Mai

Mehr zum KW Institute for Contemporary Art

Tipp 9: Kunst kennt keine Ausgangssperre

Unter dem Motto „Kunst kennt keine Ausgangssperre“ hat das Künstlerduo kunstopfer eine Plattform geschaffen, auf der zurzeit 50 Künstlerinnen und Künstler, aktuelle Kunstwerke im digitalen Raum präsentieren. In loser Abfolge werden hier Fotos von Kunstwerken veröffentlicht, wobei jeweils fünf, vorwiegend in Berlin ansässige, Künstler*innen mit den Fotografien ihrer Arbeiten einen virtuellen Rundgang erstellen. Zu sehen sind Malerei, Skulpturen, Objekte, Fotografie und Digitales. Alle Arbeiten sind verkäuflich.

Kunst kennt keine Ausgangssperre

Tipp 10: Monopol - Covid 10 und die Kunst

Wenn ihr Lust auf mehr Kunst habt, dann schaut doch mal beim Online-Auftritt des Berliner Kunstmagazins Monopol vorbei. Im aktuellen Special geht es darum “Wie das Coronavirus die Kunstwelt beeinflusst” - darunter auch ein paar Memes zur Corona Krise: Lachen ist gesund. Außerdem erfahrt ihr wie gut das Internet-Experiment der Art Basel funktioniert hat. Die Hongkong-Ausgabe der Mega-Kunstmesse musste ja ebenfalls abgesagt werden. Tipp: Spannende Themen aus dem Magazin werden auch im Monopol-Podcast diskutiert.

Monopol: Covid 19 und die Kunst

Tipp 1: YAIR - Your Art Is Reality

Für das Berliner Kunst-Start-up YAIR ist digitale Kunst schon seit längerem ein Thema. Ihr Ziel ist es unter anderem Kunstwerke zu digitalisieren und diese über ein Token-System auf der Blockchain einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Aktuell seht ihr verschiedene Video-Installationen der vertretenen Künstler plus Aufnahmen zu Ausstellungen von digitalen Kunstwerken. Der Ausschnitt auf Insta wurde im Kraftwerk Berlin während der Preview von "Refik Anadol: Latent Being" gefilmt.

YAIR

Bevor ihr in der Berliner Kunstszene abtaucht, denkt bitte daran...

  • online ein Ticket mit Zeitfenster zu reservieren.
  • wenn nötig eine Mundschutz-Maske zu tragen.
  • die Hygienemaßnahmen und Bestimmungen der einzelnen Anbieter zu beachten.

Und für einen schnellen Überblick, was in Berlin sonst noch bereits geöffnet hat, schaut einfach mal auf visitBerlin.de.

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Auf der Suche nach neuen Abenteuern entdeckte sie erst New York, dann Miami und berichtete als Trendscout und Korrespondentin für verschiedene Publikationen. Ihr Zuhause fand sie dann aber in Berlin. Fasziniert von den vielen Facetten der Stadt ist sie kreuz und quer in den Kiezen unterwegs und beschäftigt sich gerne mit Zukunftsideen und Smart City Konzepten für ein innovatives Berlin.

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