Direkt zum Inhalt
Berlins offizielles Tourismusportal

11 Filme, auf die wir uns bei der Berlinale freuen

Ausblick auf die Filmfestspiele

Berlinale - Fassade des Zoopalastes
Die Fassade des Zoopalastes © ©2016 Scholvien

223 Filme laufen dieses Jahr auf der Berlinale: Ihr habt die Wahl zwischen hochwertigen Art-House-Produktionen, mutigen Experimenten, Klassikern der Filmgeschichte, Kinderfilmen, Komödien und Tragödien, Bestandaufnahmen unserer Realität oder filmischer Poesie.

Wir haben für euch schon vorab ins Programm geschaut und elf vielversprechende Filme ausgewählt - obwohl auch wir uns kaum entscheiden konnten. Darunter sind auch auch einige Klassiker der Filmgeschichte, welche eine Wieder- oder Neu-Entdeckung lohnen. 

Viel Spaß im Kino.

Alles über die Filmstadt Berlin und persönliche Anekdoten aus dem Berlinale-Leben erfahrt ihr übrigens in unserem Podcast Berlin Unboxed.

Tipp 1: No good men 

No Good Men
No Good Men © Virginie Surdej

Der Eröffnungsfilm kommt dieses Jahr aus Deutschland: No good men ist der dritte Spielfilm von Shahrbanoo Sadat. Die ersten beiden Filme der afghanischen Regisseurin liefen bereits in Cannes und haben schon dort für Aufsehen gesorgt. In der romantischen Komödie No good men spielt Shahrbanoo Sadat auch gleich die Hauptrolle einer jungen Frau, die glaubt, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt. 

Der Film spielt kurz vor der Rückkehr der Taliban und somit vor der totalen Entrechtung der Frauen in Afghanistan, was der Komödie einen ernsten politischen Unterton gibt.

Tipp 2: At the Sea 

At the Sea
At the Sea © 2026 ATS Production LLC

„Wir haben so viel gefunden, in das wir uns im diesjährigen außergewöhnlich starken Wettbewerbsprogramm verlieben konnten. Und wir sind so überzeugt vom Charme dieser 22 Filme, dass wir unerschrocken sagen: Wer hier nichts zum Lieben findet, liebt das Kino nicht!“, sagte Festivalleiterin Tricia Tuttle

Und so wartet tatsächlich ein bunter Strauß an spannenden Wettbewerbsfilme auf uns, darunter der Bärenanwärter At the Sea. Der Film mit der wunderbaren Amy Adams erzählt von einer Frau, die nach einem Entzug wieder mit ihrem Leben fertig werden muss. Die beiden letzten Filme des gefeierten ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó (Pieces of a Woman und Evolution) liefen in Cannes, nun ist er mit der US-amerikanisch-ungarischen Co-Propoduktion At the Sea im Wettbewerb der Berlinale vertreten.

Tipp 3: Rosebrush Pruning

Rosebush Pruning
Rosebush Pruning © Felix Dickinson

Ein großes Staraufgebot können wir bei dem Wettbewerbsbeitrag Rosebrush Pruning erwarten, denn der Cast umfasst den als nächster James Bond heiß gehandelten Callum Turner sowie Riley Keough, Jamie Bell, Pamela Anderson und die gerade für Sentimental Value Oskar-nominierte Elle Fanning. Und Karim Aïnouz hat Regie bei dem Familiendrama geführt.

Tipp 4: Good luck, have fun, Don’t die

Good Luck, Have Fun, Don’t Die
Good Luck, Have Fun, Don’t Die © Constantin Film Distribution GmbH

Großen Spaß verspricht die Science-Fiction-Action-Komödie Good luck, have fun, Don’t die von Gore Verbinski, der das Publikum schon bei den ersten drei Pirates of the Caribbean-Filmen großartig unterhalten hat. 

Ein Mann aus der Zukunft (gespielt vom Sam Rockwell) betritt einen Diner und muss dort die richtigen Leute finden, die helfen, eine künstliche Intelligenz zu zerstören bevor diese die Menschheit vernichtet. Mit dabei sind Michael Peña und Juno Temple

Tipp 5: Árru 

Sara Marielle Gaup Beaska
Sara Marielle Gaup Beaska © Dánil Røkke

Die Berlinale ist ein Publikumsfestival, und das Publikum vergibt natürlich auch einen Preis. In der Sektion Panorama möchten 37 Filme aus 36 Ländern an, die Gunst der Zuschauer:innen gewinnen, um die Nachfolge von Publikumslieblingen wie The Broken Circle Breakdown oder Parada anzutreten. 

Darunter ist auch der norwegische Film Árru über eine samische Rentier-Hirtin, die sich gegen ein Bauprojekt wehrt und sich mit alten Traumata auseinandersetzen muss. Der in arktischer Landschaft spielende Film der Regisseurin Elle Sofe Sara verspricht eine besondere Entdeckung zu werden, ist er doch der erste mit der Yoik-Musik der Samen

Tipp 6: Berlinale Special Midnight 

The Ballad of Judas Priest
The Ballad of Judas Priest © Image provided by Sony Music Entertainment

Unvergessen ist die Mitternachtsreihe im Kino Delphi, in der das Hongkong-Kino Jahre lang nach Berlin kam und für ausverkaufte Vorstellungen und helle Begeisterung sorgte. Nun gibt es endlich wieder eine Mitternachtsreihe mit zwei Horrorfilmen und einer kurzweiligen Doku über die Heavy Metal-Band Judas Priest. Und wenn die Filme im Berlinale Special Midnight nur für halb so viel Stimmung sorgen wie die Filme damals, dann können wir uns auf kurze Nächte freuen.

Tipp 7: Lola rennt

Lola rennt
Lola rennt © Quelle: Deutsche Kinemathek, © X-Verleih

Die diesjährige Retrospektive widmet sich den Filmen der 1990er Jahre, als sich die Welt dramatisch veränderte. Gezeigt werden amerikanische Independentfilme wie Bamboozled, Boyz in the Hood oder Slacker, Filme über den Mauerfall und die Umbrüche jener Zeit und Werke, die heute schon zu den Klassikern zählen wie La double vie de Véronique

Und wie kaum ein anderer deutscher Film hat Lola rennt den Zeitgeist jener Epoche – und der Stadt Berlin - eingefangen. Frisch und originell erzählt und mit einem überbordenden Ideenreichtum hat Lola rennt Kinogeschichte geschrieben – und wirkt dabei immer noch noch so jung wie 1998.

Tipp 8: Geheimnisse einer Seele 

Geheimnisse einer Seele
Geheimnisse einer Seele © Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

In der Reihe Berlinale Classics laufen restaurierte Meisterwerke der Filmgeschichte, wobei die Bandbreite dieses Jahr vom Stummfilm Geheimnisse einer Seele bis Leaving Las Vegas von 1995 reicht. 
Georg Wilhelm Pabsts Geheimnisse einer Seele ist eine frühe Darstellung von Sigmund Freuds psychoanalytischen Theorien.  Der Film wird in einer restaurierte 4K-Fassung gezeigt, begleitet von Livemusik, wobei die Gehirnaktivitäten der Bratschistin in elektronische Klänge und in eine Lichtinstallation im Saal umgesetzt werden. Das wird auf jeden Fall ein ganz besonderes Highlight.

Tipp 9: A Prayer for the Dying 

A Prayer for the Dying
A Prayer for the Dying © Łukasz Bąk

Die im letzten Jahr ins Leben gerufene Sektion Perspectives zeigt Erstlingswerke junger Filmschaffender aus aller Welt. Lasst euch also überraschen von neuen Blicken und frischen Stimmen. Letztes Jahr lief hier zum Beispiel der bezaubernde, sommerleichte Film Le rendez-vous de l'été. Und sicher gibt es aus dieses Jahr wieder tolle Filme zu entdecken. 

Der Film A Prayer for the Dying von Dara Van Dusen hat mit Johnny Flynn und John C. Reilly schon zwei renommierte Schauspieler gewonnen. Johnny Flynn spielt übrigens die Rolle des Lucius Malfoy in der kommenden Harry-Potter-Serie.

Tipp 10: Lord of the Flies 

Lord of the Flies
Lord of the Flies © 2025 Eleven Film Ltd. All Rights Reserved.

Und wir treffen noch einen weiteren Harry-Potter-Schauspieler aus der neuen Serie: Lox Pratt spielt Draco Malfoy und somit Johnny Flynns Sohn. Doch auf der Berlinale ist er zunächst in Lord of the Flies zu sehen, einer Neu-Verfilmung von William Goldings Klassiker über eine Gruppe Jungs, die sich auf einer abgelegenen Insel ihre eigenen Regeln schaffen müssen.

Tipp 11: 40 Jahre TEDDY AWARD – Tomboy 

Zoé Héran
Zoé Héran © Zoé Héran

Es wird gefeiert: der TEDDY AWARD wird 40. Solange schon zeichnet der TEDDY AWARD queere Filme aus allen Sektionen auf der Berlinale aus. Zum Jubiläum zeigt die Sonderreihe TEDDY 40 sechs Kurzfilme und acht Langfilme aus der Geschichte des TEDDY AWARD. Dabei ist der Film Tomboy über ein Mädchen, das sich als Junge fühlt. Regie führte Céline Sciamma, welche seitdem mit Portrait de la jeune fille en feu und Petite Maman große Karriere gemacht hat. 

Kristin Buller

Kristin

lächelt nur auf Fotos nicht. Ganz fröhlich ist sie im Berliner Kulturleben unterwegs und schreibt über die Großstadt vor und hinter den Kulissen. Zum Studium der Literaturwissenschaften kam sie - pünktlich zum Mauerfall - nach Berlin und ist dort geblieben. Ihre liebste Jahreszeit ist die Berlinale, dann sieht sie 10 Tage lang Filme und erzählt davon im Blog.