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11 Tipps für das Festival der Berliner Industriekultur

Von spektakulären Unterwelten bis zur Silent Disco im Grünen

Berliner Unterwelten, Bunkertour Tempelhof
, © visitBerlin, Foto: Tempelhof Projekt GmbH, Claudius Pflug

Berlin ist eine Stadt im stetigen Wandel - und kaum ein Bereich zeigt das so eindrucksvoll wie ihre Industriekultur. Wo einst Turbinen rauchten, Züge rangiert und Maschinen gefertigt wurden, entstehen heute lebendige Kulturorte, grüne Oasen und spektakuläre Event-Locations. Beim Festival der Berliner Industriekultur öffnet die Hauptstadt Tore, Türen und sogar geheime Bunker, die sonst verschlossen bleiben. Wir haben für euch die elf besten Highlights herausgesucht, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Tipp 1: Werft einen exklusiven Blick hinter die Kulissen im Flugplatz Berlin-Gatow

Militärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow
Militärhistorisches Museum des Bundeswehr am Flugplatz Gatow, © Militärhistorisches Museum

Startet euer Festivalwochenende mit einem echten Geheimtipp: Auf dem historischen Militärflugplatz Berlin-Gatow öffnet sich für euch ein Hangar, der für die Öffentlichkeit normalerweise streng verschlossen bleibt. Lasst euch von der einzigartigen Atmosphäre der Halle verzaubern und erfahrt bewegende Geschichten aus der Zeit der Luftfahrt. 

Die Expert:innen vor Ort nehmen euch mit auf eine zeithistorische Reise und verraten faszinierende Details zur Technik der vergangenen Jahrzehnte. Ein absolutes Muss für alle Technik-Fans.

Wann: Sonntag, 13. September ab 11, 12, 13, 14, 15 Uhr und 16 Uhr, Sonntag, 4. Oktober ab 12, 14 und 16 Uhr, jeweils 1,5 Stunden
Wo: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Berlin, Am Flugplatz Gatow 33, Spandau

Ein Hangar, viele Geschichten

Tipp 2: Steigt ein beim Aktionstag in Tempelhof-Schöneberg

Traditionsbus Berlin
, © visitBerlin, Foto: Traditionsbus Berlin GmbH

Ihr wollt am liebsten alles auf einmal sehen? Dann ist der Aktionstag euer perfekter Einstieg. Schnappt euch ein Ticket für die historischen Doppeldeckerbusse und tourt ganz entspannt nach dem Hop-on-Hop-off-Prinzip durch den Bezirk. 

Sieben faszinierende Orte - von alten Werkshallen bis hin zu modernen Kreativarealen - warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Nutzt die Chance, flexibel auszusteigen, wann immer euch ein Ort besonders neugierig macht und erkundet ihn in Seelenruhe.

Wann: Sonntag, 20. September von 10 bis 16 Uhr
Wo: BSR Hauptwerkstatt, Ringbahnstraße 96, Tempelhof

Industriekultur in Tempelhof-Schöneberg

Tipp 3: Bunkermythen debunked – Spürt die Geschichte im Flughafen Tempelhof

ehemaliger Flughafen Tempelhof
, © Claudius Pflug

Feiert eine echte Festival-Premiere! In Kooperation mit den Berliner Unterwelten geht es tief unter die Erde des legendären Flughafens Tempelhof. Vergesst verstaubte Mythen: Erfahrt vor Ort die ungeschminkte Wahrheit über die Luftschutzbunker aus Stahl und Beton sowie die unterirdische Nutzung des Areals. Die eindrucksvolle Mischung aus monumentaler Flughafenarchitektur und düsterer Unterwelt macht diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wann: 12., 13., 19. und 26. September, 3. und 4. Oktober, jeweils von 10:30 bis 14 Uhr und 15:30 bis 19 Uhr
Wo: Flughafen Tempelhof, Platz der Luftbrücke 5, Tempelhof

Bunkermythen debunked

Tipp 4: Staunt über gigantische Dampfrösser beim Berliner Eisenbahnfest

Bahnbetriebswerk Schöneweide
, © Foto: DLFB/Bajohra

Für Eisenbahnfans, Familien und Technikbegeisterte führt kein Weg am Bahnbetriebswerk Schöneweide vorbei. Denn hier schlägt das Herz der Berliner Schienengeschichte: Über 40 historische und moderne Lokomotiven sowie Waggons stehen bereit, um von euch aus nächster Nähe betrachtet zu werden. 

Klettert in alte Führerstände, lauscht dem Zischen der Mechanik und erlebt die Faszination der Schiene hautnah. Das optische Highlight des gesamten Geländes ist und bleibt dabei der imposante Wasserturm von 1906.

Wann: Samstag und Sonntag, 26. und 27. September, ab 10 Uhr
Wo: Bahnbetriebswerk Schöneweide, Landfliegerstraße 1, Schöneweide

21. Berliner Eisenbahnfest

Tipp 5: Erlebt Geschichte als Theaterexpedition: „Wi(e)der die Waffen“

2 Freunde lachen zusammen
, © GettyImages, Foto: Maskot

Vergesst klassische Führungen und werdet Teil einer mitreißenden Theatertour. Auf dem authentischen Areal der ehemaligen DWM-Fabriken verschmelzen Schauspiel, Geschichte und Industriearchitektur zu einem packenden Gesamtkunstwerk. 

Lasst euch von den Darsteller:innen durch die historischen Hallen führen und erlebt, wie die wechselvolle Historie dieses Geländes lebendig wird. Durch die direkte Einbindung des Publikums fühlt ihr euch mitten im Geschehen statt nur unbeteiligt dabei.

Wann: Donnerstag und Freitag, 24. und 25. September von 17 bis 19:30 Uhr, Samstag und Sonntag, 26. und 27. September von 15 bis 17:30 Uhr
Wo: Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik, Eichborndamm 115-121, Reinickendorf

Wi(e)der die Waffen

Tipp 6: Beobachtet die Natur beim Erobern der Stadt – Vom Bahnhof zur Stadtwildnis

Natur Park Südgelände
, © visitBerlin, Foto: Konstantin Börner

Wie wird aus einem ehemaligen Rangierbahnhof eine blühende Stadtwildnis? Das erfahrt ihr bei einem Spaziergang durch den Natur Park Südgelände. Hier verschmelzen alte Schienenstränge, verrostete Signalanlagen und grüne Natur auf erstaunliche Art und Weise. 

Neben einem Spaziergang eignet sich der Park perfekt für alle, die mehr über das bewusste Berlin von morgen erfahren wollen.

Wann: Sonntag, 20. September ab 9 Uhr
Wo: Natur Park Südgelände, Prellerweg 47-49, Schöneberg

Vom Bahnhof zur Stadtwildnis

Tipp 7: Blickt durch die Sehrohre auf dem „Walk of Fame Schöneweide“

Inndustriesalon Schöneweide
, © Leon Kopplow

Schlendert entlang der Wilhelminenhofstraße und entdeckt die einstiege „Elektropolis“ Berlin auf eine völlig neue Art. 20 interaktive Sehrohre führen euch wie eine Zeitmaschine durch die bewegte Geschichte des Industriestandorts Schöneweide. Beim Blick durch die Optiken überlagern sich historische Aufnahmen mit dem heutigen Straßenbild und bilden eine faszinierende optische Illusion.

Ein spannender Perspektivwechsel, bei dem ihr Schritt für Schritt in die Vergangenheit eintaucht.

Wann: Verschiedene Veranstaltungstage, jeweils von 14 bis 18 Uhr
Wo: Industriesalon Schöneweide, Reinbeckstraße 10, Oberschöneweide

Walk of Fame Schöneweide

Tipp 8: Genießt die Lange Tafel der Industriekultur im historischen Wasserwerk

Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e. V.
, © Foto: Oliver Mann/Maschinenhalle

Industriekultur trifft auf kulinarischen Lifestyle: Nehmt Platz an der Langen Tafel im stimmungsvollen historischen Wasserwerk. Euch erwartet ein köstliches veganes Menü, umrahmt von mitreißender Livemusik und dem einzigartigen Charme der alten Backsteinarchitektur. 

Tauscht euch in geselliger Runde mit anderen Industriekultur-Liebhabern aus und genießt die besondere Atmosphäre mitten im Grünen. Wer mag, verbindet das Schlemmen direkt mit einer geführten Tour durch die denkmalgeschützten Anlagen des Ökowerks.

Wann: Samstag, 26. September von 12:30 bis 14:15 Uhr und 13:30 bis 15:15 Uhr
Wo: Naturschutzzentrum Ökowerk, Teufelsseechausee 24, Grunewald

Lange Tafel der Industriekultur

Tipp 9: Tanzt bei silent.beats durch die Nacht im Natur Park Südgelände

Natur Park Südgelände
, © visitBerlin, Foto: Konstantin Börner

Setzt die Kopfhörer auf, wählt euren Lieblingskanal und schaltet den Alltag einfach aus. Die einzigartige Kulisse aus Industriebrache, alten Bahngleisen, überwucherter Natur und spektakulären Lichtinstallationen macht die Silent Disco im Natur Park Südgelände zu einem der modernsten Highlights des Festivals. 

Bewegt euch zu treibenden Rhythmen im Dunkeln, während um euch herum die historischen Stahlstrukturen im farbigen Licht erstrahlen. Ein magischer Spätsommerabend voller Musik und Magie ist euch hier garantiert.

Wann: 13., 20. und 27. September und 4. Oktober, jeweils von 20 bis 21 Uhr
Wo: Natur-Park Schöneberger Südgelände, Rückwärtiger Ausgang S-Bahnhof Priesterweg, Schöneberg

silent.beats

Tipp 10: Geht auf Spurensuche bei „Industriekultur ausgegraben – Archäologie der Moderne“

Petri Berlin
, © visitBerlin, Foto: Christof Hannemann

Dass Industriegeschichte keineswegs nur über der Erde stattfindet, beweisen die archäologischen Funde des ehemaligen E-Werks am Molkenmarkt. Lasst euch ein auf die faszinierenden Geschichten von Relikten, Werkzeugen und Baufragmenten, die tief unter dem Berliner Pflaster freigelegt wurden. 

Die Archäolog:innen nehmen euch mit auf eine spannende Spurensuche, die zeigt, wie rasant sich die moderne Infrastruktur Berlins im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte. Eine ganz neue, unerwartete Sicht auf die Wiege der Berliner Elektrifizierung.

Wann: Donnerstag, 24. September von 16 bis 17 Uhr und Samstag, 26. September von 10 bis 11 Uhr
Wo: PETRI Berlin, Gertraudenstraße 8, Mitte

Industriekultur ausgegraben

Tipp 11: Klettert hinab in die S-Bahn-Geschichte im Bahnhof Gesundbrunnen

Berliner Unterwelten, Bunkertour Tempelhof
, © visitBerlin, Foto: Tempelhof Projekt GmbH, Claudius Pflug

Zum Abschluss geht es noch einmal unter die Erde: In einer ehemaligen, denkmalgeschützten Toilettenanlage des Bahnhofs Gesundbrunnen erwartet euch eine außergewöhnliche Ausstellung zur Geschichte der Berliner Nordsüd-S-Bahn. Wo früher der Alltag pulsierte, könnt ihr heute seltene Exponate, historische Fotos und Pläne des unterirdischen Bahnbaus bewundern.

Verbindet den Ausstellungsbesuch direkt mit einer Führung und erfahrt, vor welchen gigantischen ingenieurtechnischen Herausforderungen die Erbauer damals standen.

Wann: Samstag, 26 September von 11:30 bis 13 Uhr und 14 bis 15:30 Uhr
Wo: Berliner S-Bahn-Museum, Behmstraße/Ecke Badstraße, Gesundbrunnen

S-Bahn im Untergrund

Hier findet ihr noch weitere Veranstaltungen zum Festival der Berliner Industriekultur