Das neue Jahr ist noch ganz frisch, und schon ist wieder Wochenende. Berlin wirft sich in Schale und verwöhnt euch von Donnerstag bis Sonntag mit den schönsten Neujahrsaktivitäten, die man sich erträumen kann. Im Konzerthaus erwartet euch ein dynamisches Neujahrskonzert, Sibylle Berg und Salome füllen die Theatersäle und Berlins Wellnesstempel öffnen für euch die Tore!
Tipp: Am 4. Januar, sowie an jedem weiteren ersten Sonntag im Monat, ist der Eintritt in die Zitadelle Spandau und aller Ausstellungen dort kostenfrei!
Tipp 1: Begrüßt 2026 mit dem Neujahrskonzert im Konzerthaus
Schon der kurze Fußweg über den Gendarmenmarkt zum Konzerthaus hin versprüht Neujahrsgefühle, denn der gilt nicht ohne Grund als der schönste Platz Berlins. Wenn im Großen Saal dann die ersten Töne des Neujahrskonzerts erklingen, ist die festliche Atmosphäre perfekt. Unter der Leitung von Joana Mallwitz und mit Pekka Kuusisto an der Violine macht Wagners Ouvertüre zur Oper Der fliegende Holländer einen schwungvollen Auftakt. Nach der Pause und einem Violinkonzert von Bryce Dessner erwarten euch Stücke von Grieg, Mendelssohn und Smetana. Mit einem solchen Musikerlebnis zu Beginn kann das Jahr ja nur gut werden!
Wann: Donnerstag um 16 Uhr
Wo: Konzerthaus Berlin – Großer Saal, Gendarmenmarkt, Mitte
Tipp 2: Kommt dem neuen Jahr auf dem Berliner Neujahrslauf entgegen
Wer seine Neujahrsvorsätze direkt am ersten Januar in die Tat umsetzen will, kann sich am Brandenburger Tor in Startposition begeben. Um Punkt 12 Uhr ertönt hier das Startsignal und schickt euch auf einen vier Kilometer langen sportlichen Kurs bis zum Berliner Dom. Auch die Nächstenliebe kommt beim traditionellen Berliner Neujahrslauf nicht zu kurz: Anstatt eine festen Teilnahmegebühr zu verlangen, wird der Lauf traditionell über Spenden finanziert. Eure Beiträge gehen direkt an Menschen in Not und ermöglichen somit auch anderen einen dynamischen Start ins neue Jahr!
Wann: Donnerstag um 12 Uhr
Wo: Brandenburger Tor, Mitte
Tipp 3: Bestaunt am Kupfergraben das Panorama von Asisi
Zwar bleiben die Türen des Pergamonmuseums noch für einige Zeit geschlossen, doch auf den einzigartigen Zauber der antiken Metropole Pergamon müsst ihr deshalb nicht verzichten. Der Ausstellungsraum: Pergamonmuseum. Das Panorama hat nämlich nach wie vor geöffnet und bringt die Antike auch im neuen Jahr ins 21. Jahrhundert. Achtzig antike Originale aus dem Pergamonmuseum werden hier in einem einzigartigen Farb- und Lichtspiel in Szene gesetzt. Der Architekt und Künstler Yadegar Asisi versteht es wie kein anderer, vergangene Welten in seinen 360°-Panoramas mit Lebensgeist zu erfüllen.
Wann: Donnerstag von 12 bis 18 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Wo: Pergamonmuseum. Das Panorama, Am Kupfergraben 2, Mitte
Tipp 4: Blickt mit Ein wenig Licht. Und diese Ruhe in die Zukunft
Das neue Theaterstück der Autorin Sibylle Berg schlägt am Neujahrstag kritische Töne an. Auf der schlicht gestalteten Bühne des Berliner Ensembles erwartet euch der Blick in eine Zukunft, die unserer Gegenwart gar nicht einmal so unähnlich ist. In Europa herrscht Krieg, Militarisierung gehört zum Alltag, und die Ängste und Zweifel des Einzelnen drohen im politischen Lärm unterzugehen. Inszeniert wird Bergs Text Ein wenig Licht. Und diese Ruhe von dem jungen Regisseur Dennis Nolden, vorgetragen wird er von einem einzigen Schauspieler: Gabriel Schneider verkörpert den zum Wehrdienst eingezogenen, queeren Ingenieur und verleiht unserer Epoche einen einzigartigen Ausdruck.
Wann: Donnerstag um 19 Uhr
Wo: Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte
Tipp 5: Seht Salome im Schillertheater beim Tanzen zu
Die biblische Geschichte über Salome, Prinzessin von Judäa und Tochter des König Herodes, wurde im Laufe der Jahrhunderte in zahlreichen Kunstwerken wiedererweckt. Besonders berühmt ist dabei das Theaterstück von Oscar Wilde, das Richard Strauss im Jahr 1891 zu einer rauschenden Oper vertont hat. Zum letzten Mal in dieser Spielzeit könnt ihr Salome am Samstag in der Inszenierung von Regisseur Evgeny Titov erleben. Als Projektionsfläche männlicher Fantasien erzählt eine gesichtslose Nicole Chevalier die Geschichte einer jungen Frau, die sich mit Mordlust gegen die Machenschaften einer Männerwelt durchsetzt – mit unvergleichlicher Stimmgewalt und symbolischem Tiefgang!
Wann: Samstag um 19:30
Wo: Komische Oper Berlin @Schillertheater, Bismarckstraße 110, Charlottenburg
Tipp 6: Geht im Berliner Olympiastadion auf Erkundungstour
Seit seiner Errichtung anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 hat das Berliner Olympiastadion so einiges erlebt: Rund neunzig Jahre Sportgeschichte mit Höhepunkten, Niederlage und jeder Menge Teamgeist. Interessierte können am Wochenende genauer hinsehen. Mit einem Zeitfenster-Ticket habt ihr eigenständigen Zugang zum Stadiongelände und könnt in aller Seelenruhe die Heimspielstätte von Hertha BSC erkunden. Optional stehen euch außerdem Multimedia Guides zur Verfügung, die euch über das Gelände führen und euch dabei wissenswerte Hintergrundfakten erzählen.
Wann: Donnerstag bis Sonntag zu unterschiedlichen Zeiten
Wo: Olympiastadion Berlin, Olympischer Platz 3, Westend
Tipp 7: Lauscht den Nirvana-Interpretationen von Christoph Spannenberg
Mit Hits wie Smells Like Teen Spirit, Come as You Are und The Man Who Sold the World gehört die US-amerikanische Grunge-Rockband Nirvana zum Kanon. Ihre Texte und unverkennbaren Melodien leben bis heute fort und wurden bisher von zahlreichen Musiker:innen gecovert. Ein Genre, das einem dabei möglicherweise nicht als Erstes einfällt, ist die klassische Musik. Und auch in diesem Bereich hat sich nun jemand vorgewagt: Der Berliner Pianist Christoph Spangenberg hat zahlreichen Nirvana-Songs ein neues Gewand verliehen und präsentiert sie am Wochenende bei Spangenberg plays Nirvana in der Philharmonie. Am Solo-Klavier ehrt er eine der einflussreichsten Bands der Musikgeschichte.
Wann: Samstag um 20 Uhr
Wo: Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin, Herbert-von-Karajan-Straße 1, Tiergarten
Tipp 8: Die Wilde Renate bleibt - feiert mit!
Es ist ein Weihnachtswunder: Der heiß geliebte Club in Friedrichshain, der zum Jahresende seine letzte Party verkündet hatte, wird bleiben. Vor einer Woche postete die Renate die guten Nachrichten auf Instagram. Und die 86 Stunden Silvesterparty wird natürlich auch stattfinden. Dabei tanzt ihr auf sechs Floors und mit so ziemlich jedem Subgenre der elektronischen Musik ins neue Jahr. Zu diesem besonderen Anlass ist es den Gästen sogar gestattet, den Club mit einer Flasche Sekt zu verlassen – um das Feuerwerk an der Elsenbrücke zu genießen!
Wann: Mittwoch ab 22 Uhr bis Sonntag um 10 Uhr
Wo: Renate, Alt-Stralau 7, Friedrichshain
Tipp 9: Schlittert über Berlins Eisbahnen
Wenn die Seen und Flüsse um Berlin nicht vollständig zugefroren sind, ist das noch längst kein Grund, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. Zahlreiche Eisbahnen laden in der ganzen Stadt zu einer winterlichen – und sicheren – Schlitterpartie ein. Bei Forest – Winterlights des Kunstorts Dark Matter erwartet euch eine Eisbahn unter der Installation eines poetischen Märchenwaldes, im Zenner Wintergarten könnt ihr im 20er-Jahre-Stil gleich neben der Spree eure Runden drehen und auch im Rübezahl am Müggelsee ist ein Blick aufs Wasser garantiert. Dazu noch einen heißen Punsch zum Aufwärmen, und der Winterspaß ist perfekt.
Wann: Donnerstag bis Sonntag zu diversen Zeiten
Wo: Verschiedene Orte in ganz Berlin
Tipp 10: Gönnt euch Winter-Wellness im neuen Jahr
Bevor der Trubel des Alltags wieder losgeht, habt ihr einen ausgiebigen Wellness-Tag mehr als verdient. Berlins Spa-Landschaft ist für diesen Anlass bestens aufgestellt: Im letzten Jahr wurden wir sogar zur besten Wellness-Stadt Deutschlands gewählt. Das vabali lockt mit 20.000 Quadratmetern balinesischem Zauber, in der Rummelsburger Bucht könnt ihr an Bord des Saunafloßes gehen und im Liquidrom lässt es sich bei entspannenden Unterwasserklängen so richtig entspannen. Auch außerhalb der Stadt halten die Therme Luckenwalde oder die NaturTherme Templin ein extra relaxtes Angebot bereit, das sich prima mit einem Ausflug ins Grüne – oder vielleicht sogar: Weiße – verbinden lässt.
Wann: Donnerstag bis Sonntag zu verschiedenen Öffnungszeiten
Wo: Diverse Orte in und um Berlin
Tipp 11: Macht es euch an Bord des Spreedampfers gemütlich
Auch in den Wintermonaten ist eine Schifffahrt auf der Spree äußerst verlockend, besonders, wenn man dabei spannenden Anekdoten zur Stadt lauschen und köstliche Heißgetränke genießen kann. Die historische Schiffsrundfahrt durch das winterliche Berlin führt euch am Nikolaiviertel, dem Berliner Dom, der Museumsinsel und dem Reichstag vorbei. Eine Stunde lang gibt es hier ein Highlight nach dem anderen zu bestaunen. Mummelt euch unter Deck oder unter freiem Himmel ein, lasst euch den frischen Wind um die Nase wehen und schippert tiefenentspannt ins neue Jahr!
Wann: Freitag, Samstag und Sonntag zu diversen Abfahrtszeiten
Wo: Stern & Kreis Anlegestelle Friedrichstraße, Am Weidendamm 1, Mitte
