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Berlin unterm Sternenhimmel

Das Zeiss-Großplanetarium feiert Wiedereröffnung

Kirschblüte vor dem Planetarium Prenzlauer Allee
(c) visumate

Endlich! Zwei Jahre mussten wir auf die Wiedereröffnung des Zeiss-Großplanetariums warten – am 25. August ist es soweit!

Berlins größtes Sternentheater geht wieder an den Start – mit rundum erneuerter Einrichtung, neuen Inhalten und neuem Sternprojektor. Ich freue mich: Bald begebe ich mich auf dreidimensionale Reisen durch das Universum – die allerneueste digitale Technik macht’s möglich!

In Zukunft soll aber nicht nur das Weltall eine Hauptrolle im Zeiss-Großplanetarium spielen, sondern auch Themen aus Biologie, Chemie und Medizin. So wird beispielsweise bald die „Natürliche Auslese nach Darwin“ am Firmament zu sehen sein. Ich bin gespannt!

Kleine Berliner Sternenkunde

Neben dem Zeiss-Großplanetarium gibt’s in Berlin auch die Wilhelm-Foerster-Sternwarte mit Planetarium am Insulaner und die Archenhold-Sternwarte in Treptow. Seit einigen Wochen sind die Einrichtungen in einer Stiftung vereint. Und was ist jetzt der für Euch beste Ort zum Sterne gucken?

Als erstes solltet Ihr Euch überlegen, was Ihr gern sehen möchtet: Planetarien erzeugen nämlich einen simulierten Sternenhimmel, in Sternwarten könnt ihr dagegen echte Himmelskörper beobachten.

Wenn ihr einen ersten Überblick über das Thema Astronomie haben möchtet oder Euch speziell für wissenschaftliche Programme interessiert, seid ihr im Zeiss-Großplanetarium richtig. Von außen sieht es besonders toll aus: Die glänzende Kuppel ist ein echter Hingucker. Sie prägt inzwischen seit fast 30 Jahren das Stadtbild im Prenzlauer Berg. Das jüngste Berliner Sternentheater wurde 1987 – pünktlich zur 750-Jahr-Feier Ost-Berlins – nach nur zweijähriger Bauzeit als eines der größten und modernsten Planetarien Europas eröffnet! Und genau da will es jetzt auch wieder hin.

Rundum erneuertes Programm mit wissenschaftlichen Themen ab 25. August

Einen Ort zur Weiterbildung, für Kinder oder Schulklassen, findet ihr in der Wilhelm-Foerster-Sternwarte auf dem Insulaner. Bei meinem ersten Besuch dort hatte ich einen Blick über Berlin erwartet. Der Trümmerberg, der nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeschüttet wurde, ist ja immerhin 78 Meter hoch. Inzwischen ist er aber zum Wald geworden und man kann nur einen kurzen Blick auf Schöneberg werfen – zwischen Bäumen hindurch. Nach oben ist die Sicht aber zum Glück nicht zugewachsen. Der perfekte Standort also für die Sternwarte, die seit 1963 für Besucher geöffnet ist. Zu ihr gehört auch das Planetarium am Insulaner am Fuß des Berges.

Führungen auf der Sternwarte und vielfältige Programme im Planetarium wie „Filmmusik unter dem Sternenhimmel“ oder „Einmal Pluto und zurück“ für Kinder gibt es täglich.

Archenhold-Sternwarte in Berlin
Archenhold-Sternwarte in Berlin Foto: Zeal/wikimedia commons

Wer sich für die Geschichte und die Bedeutung der Astronomie interessiert, sollte die Archenhold-Sternwarte besuchen. Deutschlands älteste und größte Volkssternwarte liegt sehr idyllisch im Treptower Park und hat ein ganz besonderes Highlight: Auf dem Dach befindet sich das längste Fernrohr der Welt – mit 21 Metern Länge, aus dem Jahr 1896. Und das Haus hatte auch berühmte Gäste: Albert Einstein hielt im Jahr 1915 hier den ersten öffentlichen Vortrag über die Relativitätstheorie.

Öffentliche Führungen finden donnerstags um 20 Uhr und samstags und sonntags um 15 Uhr statt. Am Wochenende gibt es zusätzlich auch noch Kinderprogramme. Geschrieben von Kathrin Hoffmann