Kurfürstendamm
Kurfürstendamm
Vom Reitweg zum Boulevard
Der „Kudamm“ ist die beliebteste Bummelmeile in Berlin.
Der 3,5 Kilometer lange Boulevard führt vom Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg bis zum Rathenauplatz in Grunewald, wo die Villenviertel des Berliner Westens beginnen.
Rund um den Breitscheidplatz dagegen finden sich zahlreiche Boutiquen, Läden und Geschäfte. In ruhigen Seitenstraßen wie der Fasanenstraße, der nobelsten Einkaufsmeile der Stadt, befinden sich viele edle Boutiquen und Cafés in prächtigen Bauten der Jahrhundertwende.
Der Kurfürstendamm wurde um 1542 als Dammweg vom Berliner Stadtschloss zum Jagdschloss Grunewald angelegt und diente zunächst als Reitweg für den Kurfürsten Joachim II. Der älteste Beleg für die Existenz des unbenannten Reitweges ist 1685 der „Plan géométral de Berlin et des environs“ des Ingenieurs La Vigne.
Erst 1886 war die Straße fertig ausgebaut und die Entwicklung zum Boulevard konnte beginnen. In den zwanziger Jahren entwickelte sich der Kudamm zum Treffpunkt der Intellektuellen. Zahlreiche Theater, Cafés und Nachtclubs entstanden hier, darunter 1913 mit dem „Marmorhaus“ der erste Berliner Filmpalast.
Bis heute ist der Kudamm der Berliner Renommierboulevard schlechthin, auf dem in den vergangenen Jahren zahlreiche Neubauten entstanden sind. 2001 wurde das neue Kranzlereck eröffnet. Das Kudamm-Eck an der Kreuzung zur Joachimsthaler Straße, eine Bausünde der Sechziger, wurde abgerissen und neu bebaut.
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