intonations - das Jerusalem International Chamber Music Festival

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intonations - das Jerusalem International Chamber Music Festival

Tagestipp
Jüdisches Museum Berlin – © BerlinPartnerGmbH / Scholvien

Vom 22. bis zum 27. April 2017 versammelt die Festivalleiterin Elena Bashkirova zum sechsten Mal in Folge Musiker aus aller Welt zu »intonations – das Jerusalem International Chamber Music Festival« im Jüdischen Museum Berlin. An sechs Tagen werden Mitglieder aus internationalen Spitzenorchestern, junge Talente und renommierte Solisten, darunter die Pianistin Elisabeth Leonaskaja, der Liedsänger Matthias Goerne, der Cellist Edgar Moreau und der Flötist Emmanuel Pahud, im Glashof des Jüdischen Museums Berlin in wechselnder Besetzung zu erleben sein.

Die musikalische Vielfalt Europas im 19. und 20. Jahrhundert
Im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals steht das künstlerische Schaffen von Komponisten, die schon zu Lebzeiten in einem Spannungsverhältnis zueinander standen: Ob Frédéric Chopin und Franz Liszt, Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch oder Robert Schumann und Johannes Brahms – in der Gegenüberstellung der Werke werden Gemeinsamkeiten und Gegensätze hör- und spürbar. Jedes Konzert widmet sich dabei der musikalischen Kultur eines Landes und präsentiert deren Komponisten und ihre Werke. Zwei Abende gehören den russischen Komponisten der Romantik und der Moderne: von Michail Glinka, der als Vater der russischen Musik gilt, über Peter Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow bis hin zu den Protagonisten der Moderne, Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch. Eine Matinee mit französischer Kammermusik ist am zweiten Festivaltag zu erleben: Sie spannt den Bogen von César Francks Klavierquintett über Gabriel Faurés zweites Klavierquartett bis zu Werken von Claude Debussy, Paul Dukas und Francis Poulenc. Zudem sind die Komponisten der deutschen Romantik beim diesjährigen Festival vertreten, wie Robert Schumann, dessen Lieder und Kammermusikwerke zahlreiche Anregungen für andere Komponisten enthielten – im späteren 19. Jahrhundert beispielsweise für Johannes Brahms und Max Bruch, in der jüngeren Vergangenheit auch für György Kurtág, von dem eine eindrucksvolle »Hommage à Schumann« stammt. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin und Franz Liszt, die das europäische Musikleben nachhaltig geprägt haben, finden ihren Platz im Programm.

Weltpremiere und Uraufführung
Zeitgenössische Musik wird auch beim diesjährigen Festival nicht fehlen: Der Kompositionsauftrag wurde dieses Jahr an den Düsseldorfer Künstler Sven-Ingo Koch vergeben. Sein Werk für Klarinette und Streicher feiert am vierten Abend des Festivals Weltpremiere.

Kammermusikfestival »intonations – das Jerusalem International Chamber Music Festival«
Das 1998 von Elena Bashkirova gegründete Jerusalemer Kammermusikfestival gehört zu den bedeutendsten kulturellen Ereignissen im israelischen Musikleben. Als Festival mit internationaler Spitzenbesetzung bildet es einen Kontrapunkt in der durch Konflikte und Gegensätze zerrissenen Stadt Jerusalem. Seit 2012 ist die Konzertreihe auch im Jüdischen Museum Berlin zu erleben. 2018 wird »intonations« vom 21. bis zum 26. April zum siebten Mal im Glashof des Museums stattfinden.

Eintritt: 20 und 24 Euro, ermäßigt 16 und 20 Euro (nur an der Abendkasse)
Vorverkauf: online unter www.jmberlin.de/intonations, telefonisch unter Tel. 030 25 993 -488 (Mo-So von 10-16 Uhr) oder an der Kasse des Jüdischen Museums Berlin

Zum Veranstaltungskalender Jüdisches Museum, Glashof vom 22.04.2017 bis 27.04.2017

Infobox

Jüdisches Museum, Glashof
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin KREUZBERG
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