Zerstörte Vielfalt - Berlin in der Zeit des Nationalsozialismus

Festivals & Veranstaltungsreihen

Zerstörte Vielfalt - Berlin in der Zeit des Nationalsozialismus

Jahreshighlight
Lustgarten, vor dem Alten Museum – © Kulturprojekte Berlin/Christian Kielmann
Gilberto Bosques Anfang der 1940er Jahre in Marseille – © Archiv Laura Bosques, Mexico D.F.
Themenjahr 2013: Zerstörte Vielfalt – © Kulturprojekte Berlin GmbH
Joachim Ringelnatz: Herbstgang, 1929 (Detail) – © erloschen, Foto: Kai-Annett Becker
Kurz nach dem „Anschluss“: Die Aufnahme vom 22. März 1938 zeigt österreichische Soldaten in Berlin mit der Berliner Illustrierten Nachtausgabe – © Süddeutsche Zeitung Photo/Scherl
Seifenblasentheater – © Promo/puppen. etc
Rosenstraße – © visitBerlin
Elisabeth Bergner, aus dem Film „Julie“, 1924 – © bpk

Berlin zeichnet sich durch eine große Vielfalt an unterschiedlichen Lebensentwürfen aus. In diesem Umfeld entstehen Ideen und Projekte in der Kunst und auf der Bühne ebenso wie im Stadtbild und im alltäglichen Leben. Diese Berliner Vielfalt erreichte in den 1920er Jahren ihren Höhepunkt – bevor die Nationalsozialisten ab 1933 mit ihrer Diktatur der Gleichschaltung begannen.

Zum Gedenken an das unvorstellbare Ausmaß und die fatalen Auswirkungen dieser Gewaltherrschaft wurde das Themenjahr „Zerstörte Vielfalt – Berlin in der Zeit des Nationalsozialismus“ ins Leben gerufen, das vom 30. Januar bis zum 9. November 2013 stadtweite Veranstaltungen beinhaltet. Die Eckdaten beziehen sich auf den 80. Jahrestag der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 und auf die Novemberpogrome 1938.

Eine Vielzahl an Projekten beschäftigt sich während dieser Zeitspanne mit dem Berliner Alltag während der NS-Diktatur. Wie gelang es dem Regime, sich in einer weltoffenen und liberalen Arbeiterstadt wie Berlin durchzusetzen? Welche Bevölkerungsgruppen wurden neben den Mitbürgern jüdischen Glaubens Opfer von Ausgrenzung und Verfolgung? Wie ist man im Nachkriegsberlin mit diesem Erbe umgegangen, und welche Spuren finden sich auch heute noch im Stadtbild?

Zahlreiche Ausstellungen präsentieren Forschungsergebnisse und Untersuchungen, szenische Lesungen geben anhand von privaten Briefen Einblicke in den damaligen Alltag, Filme konfrontieren Zeitzeugen mit jungen Berlinern. Daneben werfen an öffentlichen Plätzen vielerorts Markierungen und Denkzeichen Fragen auf. Sie rufen ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte verstärkt ins heutige Bewusstsein und zeigen auf, wie wichtig und schützenswert die vielgerühmte Vielfalt Berlins, auch heute wieder ein Markenzeichen der Stadt an der Spree, damals war und noch immer ist.

Eine Auswahl der Projekte und Veranstaltungen zum Themenjahr finden Sie hier.

Zum Veranstaltungskalender Verschiedene Orte vom 30.01.2013 bis 09.11.2013

Infobox

Verschiedene Orte
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