URUK – 5000 Jahre Megacity

Ausstellungen

URUK – 5000 Jahre Megacity

Digitale Rekonstruktion: Bit Resch, seleukidischer Tempel für den altorientalischen Himmelsgott An, 3./2. Jahrhundert v. Chr. – © artefacts-berlin.de; wissenschaftliches Material: Deutsches Archäologisches Institut
Maske des Humbaba, 2. Jahrtausend v. Chr. – © The Trustees of the British Museum
Uruk/Warka Grabungsteilnehmer, 2. Ausgrabungskampagne 1929/30 – © Deutsches Archäologisches Institut, Orient Abteilung

Große kulturhistorische Sonderausstellung zur ältesten bekannten Metropole der Menschheitsgeschichte und ihrer Bedeutung für den Alten Orient.

Uruk, das heutige Warka im Süd-Irak, gilt als erste städtische Metropole und wurde vor mehr als 5000 Jahren gegründet. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der deutschen Ausgrabungen, die im Winter 1912/1913 begannen, zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin und die Reiss-Engelhorn-Museen in enger Zusammenarbeit mit der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts und der Deutschen Orient-Gesellschaft die Sonderausstellung „Uruk. 5000 Jahre Megacity“.

Gezeigt werden Werke aus dem Vorderasiatischen Museum und aus der Uruk-Warka-Sammlung des Deutschen Archäologischen Instituts aber auch Original-Objekte aus dem British Museum London oder dem Musée du Louvre Paris.

Die digitale Rekonstruktion der Stadtanlage und einzelner Bauwerke veranschaulichen die Entstehungsgeschichte der weltweit ältesten Metropole und ihre Bedeutung für den Alten Orient. Aus kleinen Ansiedlungen bildete sich ein überregionales Zentrum, das um 2900 v.Chr. eine Fläche von 5,5 Quadratkilometer umfasste. Erstmals in der Weltgeschichte entstand eine nachweisbare architektonische, religiöse und gesellschaftliche Kultur, die für die nächsten 3000 Jahre in Mesopotamien vorherrschen sollte. Ebenso lässt sich ein ausgeklügeltes Wirtschafts- und Verwaltungssystem nachweisen, darunter auch der Einsatz des Rollsiegels.

Uruk ist die Wiege der Schrift, die anfangs noch aus Piktogrammen und Abdrücken von Tonsymbolen auf Tontafeln bestand. Rasch entwickelte sich daraus die Keilschrift als Verwaltungsschrift aber auch zum Abbilden literarischer oder wissenschaftlicher Inhalte. Auch erste diplomatische Botschaften wurden ausgetauscht.

Vielen ist Uruk durch das Gilgamesch-Epos, die älteste schriftlich überlieferte Geschichte der Welt bekannt. Der grausame Tyrann Gilgamesch ist König der Stadt Uruk und strebt nach der Weltherrschaft und ewigem Leben. Auf seinen Eroberungsfeldzügen wird er sich seiner Grenzen bewusst und wird daraufhin zum gerechten Herrscher.
Eintritt 14,00 Euro, ermäßigt 7,00 Euro.

Zum Veranstaltungskalender Pergamonmuseum vom 25.04.2013 bis 08.09.2013