Das „Opernhaus des Jahres 2007“ als Geburtsstätte des modernen Musiktheaters
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Die Gründung der Komischen Oper Berlin geht auf das Jahr 1947 zurück. Damals eröffnete der österreichische Regisseur Walter Felsenstein den Spielbetrieb an der Behrenstraße mit Johann Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ und legte damit den Grundstein für eine neue Ära des modernen Musiktheaters.
Felsenstein blieb bis zu seinem Tode 1975 Intendant und Chefregisseur des Hauses, viele seiner künstlerischen Grundentscheidungen prägen das Profil der Komischen Oper noch heute. Für ein unmittelbares Verständnis werden z.B. noch immer ein Großteil der Aufführungen in deutscher Sprache auf die Bühne gebracht – eine beispiellose Besonderheit im internationalen Opernbetrieb. Ein modernes Display an den Zuschauersitzen liefert seit 2009 zudem jeweils eine deutsche und eine englische Untertitelung der Texte.
Das Repertoire der Komischen Oper umfasst ein breites Spektrum von Opern des 18. Jahrhunderts über Schlüsselwerke unserer Zeit bis zu Uraufführungen. Seit 2002 ist Andreas Homoki Chefregisseur und Intendant des Hauses, Chefdirigent ist ab der Spielzeit 2010/2011 Patrick Lange. Das von der Zeitschrift Opernwelt ernannte „Opernhaus des Jahres 2007“ konnte mit seinem Konzept des lebendigen Musiktheaters, das Musik und szenische Handlung gleichberechtigt nebeneinander stellt, namhafte Regisseure wie Barrie Kosky, Calixto Bieito oder Hans Neuenfels langfristig für das Haus gewinnen.
Von 1966 bis 2004 verfügte die Komische Oper Berlin über ein eigenes Ballettensemble. Der neobarocke Zuschauerraum des 1882 erbauten Gebäudes blieb mit seinen 1.190 Zuschauerplätzen trotz der schwerwiegenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg nahezu unbeschädigt und steht heute unter Denkmalschutz. Der Eingangsbereich hingegen war vollständig zerstört. Mitte der 1960er Jahre wurde das Haus umfangreich modernisiert und die Fassade erhielt nach Entwürfen des Architekten Kunz Nierade ihre heutige Form.
Infos für Schulklassen
Schulklassen können das Opernhaus im Rahmen einer Führung vor und hinter den Kulissen erkunden. Ein besonderes Highlight für Schüler und Lehrer sind die moderierten Konzertproben, in denen der Dirigent während der Probenarbeit die Musik erläutert und sich bei seiner Arbeit über die Schultern schauen lässt.
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