Gedenkstätte Plötzensee
Gedenkstätte Plötzensee
Gedenken in Stille
Die Gedenkstätte Plötzensee ist ein Ort des stillen Gedenkens. Denn hier wurden zwischen 1933 und 1945 beinahe 3.000 Menschen nach Unrechtsurteilen der NS-Justiz hingerichtet. Der Raum, in dem die Hinrichtungen stattfanden, ist heute ein Gedenkraum.
Das Gefängnis Plötzensee wurde von 1868 bis 1879 auf einem Gelände des Gutsbezirks Plötzensee im Tegeler Forst errichtet. Ab 1933 diente die Strafanstalt zunehmend als Untersuchungsgefängnis und zentrale Hinrichtungsstätte für politische Gefangene.
Viele der Inhaftierten waren von Sondergerichten, von den politischen Strafsenaten des Kammergerichts und vom 1934 errichteten Volksgerichtshof verurteilt worden und wurden nach der Haft in Konzentrationslager gebracht.
Zwischen 1933 und 1945 wurden im Gefängnis Plötzensee 2.891 Todesurteile vollstreckt, unter anderem an Mitgliedern der Roten Kapelle, Teilnehmern des gescheiterten Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 und an Mitgliedern des Kreisauer Kreises. Darunter waren auch mehr als 300 Frauen, die zur Hinrichtung aus dem Frauengefängnis Barnimstraße nach Plötzensee überführt wurden.
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