Friedrichswerdersche Kirche

Friedrichswerdersche Kirche

Ein neugotisches Meisterwerk von Karl Friedrich Schinkel

– © Staatliche Museen zu Berlin, Maximilian Meisse

Früher sagte man in Berlin häufig in Anspielung auf den bekanntesten Baumeister der Stadt: „In jedem Winkel steht ein Schinkel.“ Und zumindest in Berlin-Mitte ist das heute noch häufig so. Auch wenn seine zahlreichen Kirchenbauten, wie im Falle der Friedrichswerderschen Kirche, inzwischen oft nicht mehr als Kirchen genutzt werden.

Karl Friedrich Schinkel hatte seine nationalromantische Sturm- und Drang-Zeit mit all den gotischen Kathedral–Entwürfen längst hinter sich, als er 1821 den Neubau der verfallenen deutsch-französischen Kirche plante. Schon 1843 erhielt Schinkels Nachfolger Friedrich August Stüler den Auftrag, an die Werdersche Kirche Hand anzulegen und sie schulmäßig zu gotisieren. Er stellte gotische Fialen aufs Dach mit krabbenbesetzten Helmen aus Zinkguss.

Wer die Kirche heute aufsucht, wird nicht nur vom wunderbaren Raumeindruck überrascht, sondern auch von der Pracht der Farbfenster. Sie waren im Krieg eingelagert und dann vergessen worden. Erst 1982, als im Berliner Dom das Wasser aus den Kellergewölben gepumpt wurde, tauchten Holzkisten wieder auf, in denen sich die lange vermissten Glasfenster fanden.

Heute dient die Friedrichswerdersche Kirche als Museum. Im Kirchenschiff sind eine Auswahl von Skulpturen aus Schinkels Zeit zu sehen, darunter das Originalmodell zu Johann Gottfried Schadows berühmtestem Werk, der "Prinzessinnengruppe", der Marmorsarkophag der Königin Luise von Preußen von Christian Daniel Rauch, mehrere Bildwerke aus dem Berliner Schloss, aber auch Bildnisse von Immanuel Kant, Johann Wolfgang von Goethe, den Brüdern Humboldt sowie zahlreiche weitere Skulpturen

Die Kirche ist seit dem 10. September 2012 aufgrund von Bauschäden geschlossen.

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Infobox

Werderscher Markt
10117 Berlin Mitte
Tel.: 030 – 20905577
Fax: 030 – 266424242
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