Bebelplatz

Bebelplatz

Zwischen Kathedrale und Kommode

Bebelplatz – ©BerlinPartnerGmbH / Scholvien

Der Bebelplatz gehört zu den schönsten Plätzen der Hauptstadt. Das liegt einmal an den umliegenden Gebäuden, aber auch an seiner Lage direkt am Pracht-Boulevard Unter den Linden.

Der rechteckige, vollständig gepflasterte Platz, der 1947 nach dem Mitbegründer der SPD August Bebel benannt wurde, entstand 1740 nach dem Abtragen der alten Berliner Stadtbefestigung. Der neue Platz sollte das Zentrum des von Knobelsdorff geplanten Forum Fridericianum mit Opernhaus, Akademiegebäude und königlichem Stadtpalais werden. Allerdings konnte die ursprüngliche Planung nicht vollendet werden. Einstweilen wurde nur das Operngebäude errichtet (1741-43), woraufhin das Gelände den Namen Opernplatz erhielt.

Hinter der Staatsoper, steht seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert die katholische St.-Hedwigs-Kathedrale (1747-73), auf der Westseite entstand die „Kommode“ genannte Königliche Bibliothek (1775-80), die heute zur Humboldt-Universität gehört, sowie das Alte Palais, das ebenfalls von der Universität genutzt wird.

Am 10. Mai 1933 ging der Bebelplatz allerdings auch auf unrühmliche Weise in die Geschichte ein. Denn hier fand die „Bücherverbrennung“ der Nationalsozialisten statt, bei der bedeutende Werke der Weltliteratur, darunter Werke von Autoren wie Heinrich und Thomas Mann, Erich Kästner, Stefan Zweig, Heinrich Heine, Karl Marx oder Kurt Tucholsky, in die Flammen geworfen wurden.

An dieses Ereignis erinnert seit 1995 ein unterirdisches Denkmal von Micha Ullmann. Zu sehen ist eine in den Boden eingelassene Bibliothek mit leeren Regalen, die in der Mitte des Bebelplatzes durch eine Kunststoffscheibe betrachtet werden kann.

Infobox

Adresse

Bebelplatz 1
10117 Berlin Mitte

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