Mit der Buslinie 100 Berlin erkunden

Mit der Buslinie 100 Berlin erkunden

Hop on/Hop off mit dem öffentlichen Bus.

– © Günter Steffen

Eine Hop on/ Hop off Bustour muss nicht immer teuer sein. Mit dem Bus 100 und einem Tagesticket oder der Berlin WelcomeCard kann man ganz einfach seine eigene Stadtrundfahrt machen, an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten aussteigen oder einfach nur im Vorbeifahren bewundern. Die Buslinie 100 entstand nach der Wiedervereinigung als erste Busverbindung zwischen Ost- und Westberlin und verbindet so viele wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Vom Alexanderplatz zum Reichstag

Los geht’s am Alexanderplatz mit dem Fernsehturm als eines der Wahrzeichen der Stadt. Über die Karl-Liebknecht-Straße geht es Richtung Brandenburger Tor, dabei passiert der Bus die Marienkirche, den Berliner Dom, den Schloßplatz und die Museumsinsel. An der Haltestelle „Unter den Linden“ empfiehlt es sich auszusteigen, um das imposante Brandenburger Tor zu sehen. Von dort aus kann man gemütlich zum Reichstag spazieren. Nehmen Sie sich die Zeit und genießen Sie den Ausblick von der Kuppel über das Regierungsviertel und runter in den Plenarsaal des Reichstages. Bitte beachten Sie, dass eine Besichtigung der Kuppel nur mit Voranmeldung möglich ist.

    Durch den Tiergarten

    An der Station „Reichstag/Bundestag“ können Sie wieder in den Bus steigen und vorbei am Haus der Kulturen der Welt und dem Schloss Bellevue Richtung Siegessäule auf dem Kreisverkehr „Großer Stern“ fahren. Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 anlässlich des Sieges Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Sie bietet einen herrlichen Ausblick über den Tiergarten und den Rest Berlins, allerdings müssen dafür erst einmal 285 Stufen erklommen werden.

      Die City West

      Weiter geht’s mit dem Bus Richtung Breitscheidplatz und Kurfürstendamm. Hier steht die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die ursprüngliche Kirche entstand Ende des 19. Jahrhunderts, wurde aber durch die Luftangriffe im 2. Weltkrieg stark beschädigt. Die Ruine ist eines der bekanntesten deutschen Mahnmale gegen den Krieg. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde ein neues Kirchengebäude neben dem Alten errichtet. Derzeit werden die Bauten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche saniert. Der Kurfürstendamm lädt zu einer ausführlichen Shoppingtour ein. Vor allem das KaDeWe ist einen Besuch wert. Es besteht bereits seit 1907 und ist das größte Warenhaus auf dem europäischen Festland.

        Endstation Bahnhof Zoo

        Der Bus endet am Bahnhof Zoo (Bahnhof Berlin Zoologischer Garten), welcher 1882 zunächst für den Straßenbahnverkehr und 1884 dann auch für den Fernverkehr geöffnet wurde. Namensgeber des Bahnhofs ist der angrenzende Zoologische Garten Berlins, welcher zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Berlins gehört und gilt als artenreichster Zoo der Welt, mit über 1500 Tierarten und über 17.500 Tieren in 2011.
        Natürlich geht es auch anders herum. Beginnen Sie am Bahnhof Zoo Ihre Stadtrundfahrt und enden am Alexanderplatz.

          Hoch auf dem gelben Wagen

          Der attraktivste Platz – nicht nur – in der Buslinie 100 ist für den Nachwuchs eindeutig die erste Reihe ganz oben direkt über dem Busfahrer. Von dort hat man durch die riesige Scheibe nicht nur einen Panaromablick auf die „vorbeischaukelnden“ Sehenswürdigkeiten. Man hat auch das Gefühl, als würde man den Bus selbst im Tiefflug durch Berlins Zentrum steuern.

          Und kommt der Bus dann schwankend an einer Haltestelle zum Stehen, hat das auch etwas Abenteuerliches: Kippen die eigentlich auch mal um, fragen mitunter ängstlich geöffnete Augen. Alteingesessene Berliner hingegen erkennt man in solchen Situationen an ihren gleichgültigen Mienen.