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Dong Xuan Center in Lichtenberg
Dong Xuan Center © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

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Vietnamesische Gastkultur in Lichtenberg

Mehr Fernost geht nicht!

Rund 20.000 Vietnamesen leben in Berlin - die meisten von ihnen in Lichtenberg. Vor rund vier Jahrzehnten als Arbeitskräfte nach Deutschland geholt, um in den sozialistischen Bruderbetrieben der DDR zu arbeiten, haben viele Vietnamesen in Berlin eine neue Heimat gefunden. Und sie bilden bis heute eine äußert lebendige Gemeinschaft. Wie lebendig, zeigt sich im Dong-Xuan-Center schon auf den ersten Blick: Hier sorgen mehr als 200 Händler, Dienstleister und Gastronomen für bunte Geschäftigkeit. Und klar ist: Mehr Fernost als in Lichtenberg geht nicht!

Von Siemens bis zur VEB Elektrokohle

Genau 2,3 Kilomter führt die Herzbergstraße durch Lichtenberg – und gleichzeitig durch die Berliner Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Schon im Jahr 1872 errichtete die Firma „Siemens & Halske“, das heutige Unternehmen Siemens, an der Herzbergstraße 128-139 eine Produktionsstätte. Zunächst für so genannte „Alkohol-Messapparaturen“, später für Beleuchtungskohle und Kohlebürstenerzeugnisse. In der DDR wurde aus dem Betrieb die VEB Elektrokohle Lichtenberg (EKL). Mehr als 3.000 Mitarbeiter fanden hier Arbeit, bis 1997 die Produktion eingestellt wurde.

Alte Gebäude, neues Leben

Auch wenn in den Jahren nach der Wende viele Fabrikhallen und Schornsteine in der Herzbergstraße stillgelegt und abgerissen wurden, ist die Straße bis heute ein wichtiger wirtschaftlicher Standort des Bezirks. Schon im Straßenbild fällt auf, dass die Ansiedlung neuer Unternehmen erfolgreich war. So erfolgreich, dass sich heute mehr als 500 Unternehmensadressen hier finden lassen. Und ein Spaziergang führt Sie an zahlreichen denkmalgeschützten Industriegebäuden genauso vorbei wie an neuem wirtschaftlichem Leben.

Dong Xuan Center: Einkaufen auf der „Frühlingswiese“

Der Spaziergang führt auch zu der Herzbergstraße 128. Hier, auf dem Gelände der ehemaligen VEB Elektrokohle, befindet sich in vier Großmarkthallen das asiatische Kultur- und Handelszentrum „Dong Xuan Center“. Es ist benannt nach der größten Markthalle der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. „Frühlingswiese“ heißt der Name übersetzt. Und auch wenn Sie zunächst vergeblich nach frühlingshaften Wiesen Ausschau halten, ist doch nicht zu übersehen, dass auf den mehr als 80.000 Quadratmetern das Geschäft floriert.

Von der Kunstblume bis zum Reissack

Einmal in Berlin um die Ecke gebogen - und schon in Asien angekommen. Während aus den Lautsprechern der Halle asiatischer Plastik-Pop zu hören ist, geht es innen lebhaft und lautstark zu, wenn die mehr als 200 vietnamesischen Händler mit ihren Kunden über die Preise diskutieren. Das Sortiment reicht von der kitschigen Kunstblume bis zum praktischen 50-Kilo-Reissack. Vom Friseur über das Nagelstudio bis hin zu Reisebüros und Fahrschulen gibt es hier auch an Dienstleistungen nichts, was es nicht gibt.
Und wer sich endlich satt gesehen hat, bekommt garantiert Appetit auf vietnamesisches Essen. Die vietnamesische Küche, die von vielen Gourmets als eine der besten Küchen Asiens angesehen wird, verbindet eigene Traditionen mit Einflüssen aus China, Indien und Frankreich. Sobald Sie Ihren Besuch im Dong-Xuan-Center mit Ga Xao Xa Ot (pikant gebratenes Hühnerfleisch an Zitronengras) oder Rau Xao Thap Cam (gebratene Gemüse-Variation) abgeschlossen haben, überlegen Sie spätestens beim Nachtisch, wann Sie wiederkommen können. Vielleicht schon morgen? Zu entdecken gibt es in Lichtenberg jedenfalls genug!

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