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2020 feiert Berlin ein Jahrhundertereignis

1920 entsteht mit einem Schlag das moderne Berlin:
Der Preußische Landtag verabschiedet ein neues Gesetz, das 8 Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zu „Groß-Berlin“ vereint. Quasi über Nacht wächst die Stadt von 66 km2 auf 878 km2 Fläche an und wird hinter New York zur zweitgrößten Metropole der Welt.
Das frisch gegründete „Groß-Berlin“ hat dem heutigen Berlin seine Gestalt gegeben. Und die drängenden Fragestellungen der neuen Großstadt – Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Erholungsflächen – sind heute so brandaktuell wie damals.

Ein Grund mehr, anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Groß-Berlin“ nicht nur die spannende Stadtgeschichte zu beleuchten, sondern aufbauend auf dem geschichtlichen Ereignis die heutige Situation zu diskutieren und Visionen für eine zukünftige städtebauliche Gestaltung zu entwerfen.
Zwei Großausstellungen zu diesem Thema in Berlin Mitte werden 2020 besonders inspirieren:

Im Märkischen Museum richtet eine zentrale Ausstellung den besonderen Fokus auf die geschichtliche und aktuelle Lebenswirklichkeit der Berlinerinnen und Berliner. Hiermit verknüpfte dezentrale Einzelausstellungen in den Bezirksmuseen werden mit lokalen Nahaufnahmen die große Vielfalt Berlins abbilden.
Die große Ausstellung „Unvollendete Metropole. 100 Jahre Städtebau für (Groß-)Berlin“ im Kronprinzenpalais hinterfragt Stärken und Schwächen der Großstadtmetropole. Basierend auf einem vorhergehenden internationalen städtebaulichen Wettbewerb werden konkrete Gestaltungsvorschläge für das zukünftige Berlin präsentiert. Besonders spannend wird der Blick auf die Entwicklung vier weiterer europäischer Großstädte: Moskau, Wien, Paris und London.