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unterwegs mit dem Fahrrad in Berlin
Sommer im Tiergarten © visitBerlin, Foto: Maxi-Lena Schuleit

Tour 15 - Fahrradtour durch das Zentrum

Diese Fahrradtour startet am Hotel Brandies Berlin, Kaiserdamm 27. Bitte überqueren Sie den Kaiserdamm – und folgen Sie dort dem Fahrradweg nach links Richtung Osten. Der Kaiserdamm wurde 1906 im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. als Prachtstraße und Paradeweg angelegt.

Kaiserdamm

Heute ist der Kaiserdamm eine stark befahrene Verkehrsachse. Vom alten Glanz zeugen einige auffallend gestaltete Eingangsportale. Manche sind aufwändig mit Figuren und Allegorien geschmückt, die den Hausbewohnern Segen und Glück schenken sollten. Werfen Sie auf dem Weg unbedingt auch einen Blick auf die über 100-jährigen Eckhäuser. Auf besonderen Wunsch Kaiser Wilhelms II. tragen diese Häuser Türme. Diese sollten den Reitweg auf dem Mittelstreifen schmückten, der ursprünglich vom Schloss Charlottenburg zum Grunewald führte.

Lietzensee

Diese Fahrradtour folgt dem Kaiserdamm immer weiter – und überquert die Stadtautobahn. Nach einigen Metern sehen Sie auf der rechten Seite eine Parkanlage mit einem See. Der Lietzenseepark mit See und Park sind über 16 Hektar groß. Eine grüne Oase inmitten der Stadt.

Sophie Charlotte Platz

Links vor dem Sophie-Charlotte-Platz steht das ehemalige Kriminalgericht im Stil des Historismus. Versuchen Sie, einen Blick in das Eingangsportal zu werfen. Die typischen Kaiserdamm-Kandelaber sind ein Überbleibsel der Nazizeit. Sie wurden von Albert Speer, dem Architekten Hitlers, entworfen.

Insider-Tipp: Abstecher zum Schloß Charlottenburg

Wenn Sie am Sophie-Charlotte-Platz links in die Schloßstraße einbiegen, dann radeln Sie direkt auf das Schloss Charlottenburg zu. Die Schlossstraße ist eine beeindruckende Allee. Genau in der Mitte sehen Sie den Turm des Schloss Charlottenburg. Die Straße führt vorbei an Bröhan-Museum und Museum Berggruen. Überqueren Sie den Spandauer Damm, sind Sie im Vorhof des Schlosses. Sie können hier das Schloss und den barocken Schlossgarten besichtigen. Für müde Fahrradfahrer gibt es am Schloss eine Dampferanlegestelle. Von dort fahren Dampfer weiter ins historische Zentrum Berlins. Sie können natürlich wieder zurück zum Kaiserdamm fahren.

Deutsche Oper Berlin

Fahren Sie über den Sophie Charlotte Platz geradeaus in die Bismarckstraße hinein. Wenn Sie der Bismarckstraße folgen, kommen Sie nach einer Weile an der Deutschen Oper Berlin vorbei, die auf der linken Straßenseite liegt. Das größte der drei Berliner Opernhäuser wurde 1961 erbaut. Folgen Sie der Bismarckstraße immer weiter bis zum Ernst-Reuter-Platz. Der Verkehrsknotenpunkt wurde früher Knie genannt, trägt seit 1953 den Namen des berühmten Berliner Bürgermeisters. Der Platz ist heute geprägt durch zahlreiche Gebäude der Technischen Universität Berlin.

Straße des 17. Juni

Die Fahrradtour geht genau auf der gegenüberliegenden Seite des Ernst-Reuter-Platzes weiter. Dort beginnt die Straße des 17. Juni, die an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 erinnert - übrigens ein Tag, der bis 1990 nationaler Feiertag in der Bundesrepublik Deutschland war. Fahren Sie einfach immer geradeaus – und Sie passieren das Charlottenburger Tor. Dieses neobarocke Schmuckbauwerk wurde 1908 nur zu Repräsentationszwecken gebaut.

Insider-Tipp: Abstecher zur KPM

Wenn Sie erstklassiges Porzellan mögen, werden Sie den Abstecher zur KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin lieben. Biegen Sie dazu vor der S-Bahn-Brücke nach links in die Bachstraße ab. Zweigen Sie nochmals links ab in die Wegelystraße, bis Sie die Hausnummer 1 erreichen. Besonders zu empfehlen: Tea-Time mit original KPM-Geschirr im gepflegten Cafe direkt vor den Ausstellungs- und Verkaufsräumen – und die öffentlichen Führungen, die jeden Samstag um 15 Uhr stattfinden. Außerdem gibt es einen Werksverkauf und den größten KPM-Flagshipstore.

Tourkarte

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Großer Tiergarten

Weiter geht’s auf der Straße des 17. Juni durch den Großen Tiergarten. Den heute drittgrößten innerstädtischen Park Deutschlands gibt es seit 1527. Nachdem der Park in der Nachkriegszeit in Kleingärten parzelliert war – und die Bäume als Brennholz abgeholzt wurden, präsentiert sich der Große Tiergarten heute wieder in seiner ganzen Pracht. Er ist beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet für Berliner und Touristen.

Insider-Tipp: Abstecher zum Zoologischen Garten

Biegen Sie unmittelbar hinter der S-Bahnbrücke am S-Bahnhof Tiergarten nach rechts ab, überqueren Sie die Schleuse – und Sie entdecken einen schmalen Spazier- und Radweg, der an den Tiergehegen vorbei bis zum Zoo führt. Schon vom Weg können Sie so manches Zoo-Tier entdecken.

Siegessäule

Fahren Sie weiter auf der Straße des 17. Juni steuern Sie direkt auf den Großen Stern zu, ein Kreisverkehr in dessen Mitte die Siegessäule mit der goldenen Viktoria (auch Goldelse genannt) an der Spitze in die Höhe ragt.

Insider-Tipp: Tiergarten-Entdeckungen links und rechts

Sie müssen nicht auf der Straße des 17. Juni fahren. Sie können sich natürlich jederzeit links und rechts in die Büsche schlagen – und durch den Tiergarten radeln. Fahren Sie nach links, können Sie einen Blick auf die ehemalige Kongresshalle mit ihrem futuristischen Dach (heute: Haus der Kulturen der Welt, Spitzname Schwangere Auster) werfen. Fahren Sie nach rechts, können Sie den Neuen See, die Denkmäler von Königin Luise, König Friedrich Wilhelm III und vom Komponisten Richard Wagner entdecken. Fahren Sie nun rechts um den Großen Stern herum – und setzen Sie die Fahrt auf der gegenüberliegenden Seite in der Straße des 17. Juni fort. Sie kommen am Sowjetischen Ehrenmal vorbei, mit dem an die im 2. Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten gedacht wird. Hinter dem Ehrenmal befindet sich ein Soldatenfriedhof. Ein paar Pedaltritte weiter kommen Sie zum Brandenburger Tor.

Brandenburger Tor

Radeln Sie einfach durch das Brandenburger Tor hindurch – und genießen Sie das erhebendes Gefühl, durch eines der wichtigsten Denkmäler und Symbole Deutschlands hindurchzugleiten. In unmittelbarer Umgebung ist der Reichstag mit dem Deutschen Bundestag und das Regierungsviertel zu finden. Rechts vom Brandenburger Tor steht das weltberühmte Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Unter den Linden

Hinter dem Brandenburger Tor fahren Sie einfach geradeaus weiter durch die Prachtstraße Unter den Linden. Diese Straße gibt es seit dem 17. Jahrhundert und führt Sie an zahlreichen bemerkenswerten Gebäuden vorbei. Sie rollen vorbei am Hotel Adlon, am Alten Palais, an der Staatsbibliothek, der Humboldt_Universität, der Neuen Wache, an der Deutschen Staatsoper (die derzeit renoviert wird), am Opernpalais, am Kronprinzessinnenpalais und an der wiederaufgebauten Stadtkommandantur.

Schlossbrücke

Fahren Sie weiter und Sie sehen das Deutsche Historische Museum imZeughaus, den Lustgarten mit dem Alten Museum und den anderen Museen der Museumsinsel (Neues Museum, Pergamonmuseum, Bode-Museum, Alte Nationalgalerie) im Hintergrund und den Berliner Dom. Überqueren Sie dann die Schlossbrücke. Kurz nach der Schlossbrücke fahren Sie an einer gigantischen Freifläche vorbei. Zu DDR-Zeiten stand hier der Palast der Republik (Spitzname: Erichs Lampenladen), der nach der Wende abgerissen wurde. Auf dem Schloßplatz soll das Berliner Stadtschloß wieder aufgebaut werden, dass 1950 gesprengt wurde.

Alexanderplatz

Vom Schlossplatz sind Sie nur noch wenige Minuten vom Alexanderplatz entfernt. Sie fahren vorbei am Marx-Engels-Forum, dem Neptunbrunnen und dem Roten Rathaus, dem Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Fernsehturm

Höhepunkt der Fahrradtour könnte der Fernsehturm sein. Stellen Sie die Räder ab - und fahren Sie mit dem Fahrstuhl zur Aussichts- und Restaurantplattform. Sie haben einen phantastischen Blick über Berlin – und können von oben sehen, welchen Weg Sie zurückgelegt haben. Mit freundlicher Unterstützung durch das Hotel Brandies.