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Museumsinsel im Herbst
Bode-Museum auf der Museumsinsel (c) visumate

Tour 12 - Fahrradtour von Mitte nach Prenzlauer Berg

Diese Fahrradtour startet am Hotel Kastanienhof in der Kastanienallee 65. Fahren Sie nach links und folgen Sie der Kastanienallee, bis diese in den abschüssigen Weinbergsweg übergeht. Rechts liegt der Weinbergspark, der auch Volkspark am Weinberg genannt wird. Radeln Sie einfach den Weinbergsweg hinunter bis zum Rosenthaler Platz. Dort befand sich das Rosenthaler Tor. Früher durften Menschen jüdischen Glaubens Berlin nur durch dieses Tor in der Berliner Zollmauer betreten.

Rosenthaler Straße

Am Rosenthaler Platz geht es nach links weiter in die Rosenthaler Straße. Aber Sie überqueren die große Kreuzung am sichersten, wenn Sie Ihr Fahrrad am Zebrastreifen auf die andere Straßenseite schieben – und sich erst dort an der Ampel wieder aufs Rad schwingen. Von hier aus fahren Sie geradeaus in die Rosenthaler Straße und folgen ihr durch die Spandauer Vorstadt bis zum Hackeschen Markt.

Hackescher Markt

Der Hackesche Markt ist ein Verkehrsknotenpunkt, an dem sich Straßen, mehrere Straßenbahnlinien und die S-Bahn kreuzen. Hier befinden sich auch die Hackeschen Höfe, die für ihre zahlreichen, künstlerisch gestalteten Hinterhöfe mit Geschäften, Kino, Varieté, Cafés und Restaurants berühmt sind.

Oranienburger Straße

Fahren Sie rechts weiter in die Oranienburger Straße. Wenn Sie hier schon Hunger haben, dann empfiehlt sich ein Abstecher in das Restaurant Hasir in der Oranienburger Straße 4. Hier können Sie leckere türkisch-anatolische Küche in einem Berliner Hinterhof genießen, der zu einem orientalischen Hof umgestaltet wurde. Radeln Sie anschließend weiter am Monbijoupark vorbei bis zur Neuen Synagoge. Dieses jüdische Gotteshaus wurde 1866 eröffnet, in der Progromnacht 1938 durch den mutigen Einsatz eines Polizisten verschont – und 1943 durch eine britische Fliegerbombe schwer beschädigt. Erst 1995 wurde das Gebäude wunderschön restauriert – und ist seither wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Monbijoustraße und Monbijoubrücke

Fahren Sie ein Stück auf der Oranienburger Straße zurück, biegen Sie rechts in die Monbijoustraße ein und folgen Sie ihr bis zur denkmalgeschützten Monbijoubrücke. Wenn Sie über diese Brücke fahren, kreuzen Sie zweimal die Spree und die Spitze der Museumsinsel. Biegen Sie links ab – und radeln Sie durch die Straße Am Kupfergraben an der Museumsinsel vorbei.

Insider-Tipp: Spitzen-Kaffee auf der Spitze der Museumsinsel

Einzigartigen Genuss in einzigartiger Kulisse verspricht das Café im Bode-Museum direkt auf der Spitze der Museumsinsel. Einfach einkehren – und die fantastische Atmosphäre genießen.

Museumsinsel

Auf der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Museumsinsel befinden sich fünf Museen: Pergamonmuseum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum und Altes Museum. Neben unzähligen Schätzen der Kulturgeschichte hat auch die weltberühmte Nofretete ihre neue Heimat auf der Museumsinsel gefunden. Folgen Sie der Straße bis zur Bodestraße – und biegen Sie dort links ab. Sie überqueren nochmals die Spree und radeln an der Rückseite des Alten Museum vorbei. Fahren Sie weiter geradeaus – und folgen Sie der Burgstraße über die Brücke auf das andere Spreeufer und dort weiter nach links. Folgen Sie dem Verlauf der Burgstraße – und Sie sehen auf der linken Seite die Rückansicht der Museumsinsel. Biegen Sie rechts in die Neue Promenade ab – und überqueren Sie den verkehrsberuhigten Vorplatz des S-Bahnhofs „Hackescher Markt“ auf der Straße „Am Zwirngraben“. Der Straßenname erinnert an die Festungsanlagen der alten Zollmauer.

Tourkarte

Dircksenstraße

Überqueren Sie die Straße An der Spandauer Brücke, fahren Sie geradeaus in die Dircksenstraße – und folgen Sie ihr bis Sie nach links in die Rosa-Luxemburg-Straße einbiegen können.

Insider-Tipp: Restaurants in den S-Bahn-Bögen

Ein besonderer Genuss: Lecker essen und trinken während die S-Bahn über Ihnen die Tische erbeben lässt.

Rosa-Luxemburg-Straße

Radeln Sie geradeaus durch die Rosa-Luxemburg-Straße, die ihren Namen von der berühmten Politikerin und Frauenrechtlerin Rosa Luxemburg bekommen hat. Die Rosa-Luxemburg-Straße führt direkt auf die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Dieses beeindruckende Gebäude beherrscht seit 1890 den Platz – und wird seit dem Mauerfall von dem Berliner Regisseur und Intendant Frank Castorf geleitet, der mit seinen Inszenierungen immer wieder für Diskussionen und Schlagzeilen sorgt.

Prenzlauer Berg

Weiter geht’s Richtung Szeneviertel Prenzlauer Berg. Fahren Sie links an der Volksbühne vorbei und überqueren Sie die Torstraße. Dort beginnt die Schönhauser Allee. An dieser Kreuzung stand das Schönhauser Tor in der Berliner Zollmauer. Bleiben Sie auf der Schönhauser Allee – auch wenn Sie jetzt ein bisschen stärker in die Pedale treten müssen. Hier gilt es eben den Prenzlauer Berg zu erklimmen. Aber keine Angst: Es geht nur um 14 Höhenmeter, die im ansonsten eher flachen Berlin natürlich sofort auffallen.

Pfefferberg

Auf der linken Seite sehen Sie den Pfefferberg – eine ehemalige Brauerei, die heute von den unterschiedlichsten Einrichtungen, Initiativen, Unternehmen und Kulturschaffenden genutzt wird. Ein faszinierender Ort – und in seiner Vielfalt typisch für Berlin.

Insider-Tipp: Spanische Genusswelt auf dem Pfefferberg

Wenn Sie sich mit spanischen Genüssen stärken möchten, dann sollten den Pfefferberg, Schönhauser Allee 176 erklimmen. Dort finden Sie das TAURO – eine spanische Genusswelt mit Cocktail- und Tapas-Bar, Restaurants, Wein-Probierecke und spanisch-mediterranem Feinkostgeschäft.

Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee

Radeln Sie einfach weiter geradeaus, vorbei am Senefelder Platz und dem Denkmal für Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithografie, die als Vorläufer des modernen Offsetdrucks gilt. Nach wenigen Metern kommen Sie am Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee vorbei. Der Jüdische Friedhof Schönhauser Allee wurde zwischen 1827 und 1880 genutzt und ist die letzte Ruhestätte für über 23.000 Berliner jüdischen Glaubens. Hier sind auch zahlreiche Berühmtheiten begraben, wie z.B. der Maler Max Liebermann und der Komponist Giacomo Meyerbeer.

Kulturbrauerei

Wenn Sie auf der Schönhauser Allee weiterfahren, sehen Sie schon bald den gelben Eckturm der Kulturbrauerei. Auch die Kulturbrauerei ist eine ehemalige Brauerei, die von dem Apotheker Heinrich Prell gegründet – und später von Jobst Schultheiss übernommen und vergrößert wurde. Heute ist die Kulturbrauerei eine Kulturstätte mit einem großen Veranstaltungshof, Theater, Kino, Restaurants, Galerien, Gewerbeeinheiten und vielem mehr. An der Sredzkistraße biegen Sie nach links in die Choriner Straße ein. Gleich an der nächsten Ecke (Choriner Straße / Ecke Oderberger Straße 61) finden Sie eine weitere gastronomische Perle: Im Restaurant Bogus können Sie russische und sibirische Spezialitäten für sich entdecken. Die Fahrradtour geht weiter über die Choriner Straße bis zur Schwedter Straße, in die Sie nach rechts einbiegen. Nach wenigen Metern kommen Sie zur Kastanienallee, biegen nach links ab – und sind wieder am Ausgangspunkt dieses Ausflugs angekommen. Mit freundlicher Unterstützung durch das Hotel Kastanienhof .