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Blick auf die Neue Synagoge Berlin
Neue Synagoge Berlin © (c) visumate

Tour 10 - Fahrradtour durch Mitte

Die Tour startet am Hotel Kastanienhof in der Kastanienallee 65. Fahren Sie nach links durch die Kastanienallee, und dann geradeaus in den Weinbergsweg. Hier sausen Sie entspannt den steilen Weinbergsweg hinunter. Das macht Spaß, ist aber mit Vorsicht zu genießen. In der Fahrbahn sind Straßenbahngleise eingelassen.

Rosenthaler Platz

Der Weinbergsweg mündet auf den Rosenthaler Platz, der eigentlich kein Platz ist, sondern eine verkehrsreiche und geschichtsträchtige Kreuzung. Hier stand einstmals das Rosenthaler Tor, das einzige Tor in der ehemaligen Berliner Zollmauer, durch das Menschen jüdischen Glaubens in die Stadt kommen durften. Bitte steigen Sie hier ab, schieben Sie Ihr Fahrrad an der Fußgängerampel über die Straße – und radeln Sie dann nach rechts in der Torstraße weiter bis zur nächsten Kreuzung. Bitte biegen Sie nach links in die Ackerstraße ein – und fahren ein paar Meter bis zur Ecke Ackerstraße/Linienstraße. Gegenüber beginnt der Koppenplatz – eine kleine Grünanlage inmitten der historischen Spandauer Vorstadt. Koppenplatz Auf dem Koppenplatz befindet sich das Denkmal „Der verlassene Raum“ des Bildhauers Karl Biedermann, mit dem an die vielen Berliner jüdischen Glaubens gedacht wird, die im Holocaust deportiert und ermordet wurden.

Insider-Tipp:

Entdecken Sie vegane Spitzenküche! Direkt am Koppenplatz befindet sich das vegane Restaurant Koppsmit seiner inspirierenden Frische-Küche aus rein pflanzlichen Zutaten.

Große Hamburger Straße

An den Koppenplatz schließt sich die Große Hamburger Straße an – mit zahlreichen Zeugnissen vergangenen und gegenwärtigen jüdischen Lebens. Folgen Sie der Straße einfach weiter geradeaus. Am Ende der Straße liegt auf der linken Seite das heutige Jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn - und direkt daneben der älteste jüdische Friedhof Berlins. Das jüdische Gymnasium hat eine bewegende und furchtbare Geschichte. Einst als jüdische Knabenschule gegründet, wurde es – genauso wie das zerstörte jüdische Altersheim, das sich ebenfalls auf dem Gelände befunden hat - von den Nazis zwischen 1942 und 1945 als Sammellager benutzt.

Jüdischer Friedhof

Direkt neben der Jüdischen Oberschule befindet der älteste jüdische Friedhof Berlins, der von der Gestapo völlig zerstört wurde. Auf dem Gelände sehen Sie eine Gedenkstätte, ein Gedenkstein, der an das Altersheim erinnert – sowie die Skulptur „Jüdische Opfer des Faschismus“ von Will und Mark Lambert.

Oranienburger Straße

Weiter geht’s auf der Großen Hamburger Straße bis zur nächsten Kreuzung. Biegen Sie dort bitte nach rechts in die Oranienburger Straße ein. Schauen Sie nach oben, sehen Sie die goldene Kuppel der Neuen Synagoge. Auf der linken Seite der Oranienburger Straße lädt der 3 Hektar große Monbijoupark zur Verschnaufpause ein.

Neue Synagoge

Wenn Sie Sie der Oranienburger Straße folgen, kommen Sie zur Neuen Synagoge. Die Neue Synagoge wurde vom Architekten Eduard Knoblauch erbaut und 1866 eröffnet. Sie wurde in der Progromnacht vom 9. zum 10. November 1938 übrigens nicht zerstört, weil sich der Polizist Wilhelm Krützfeld den SA-Männern entgegenstellte. Zerstört wurde sie 1943 durch einen britischen Luftangriff. Die gesperrte Ruine wurde erst 1995 wunderschön restauriert und als Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Tourkarte

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Tucholskystraße

Radeln Sie auf der Oranienburger Straße weiter und biegen Sie an der nächsten Ecke in die Tucholskystraße ab. In der Tucholskystraße 40 wartet eine ganz besondere Erfahrung auf Sie: Im Beth-Café (hebräisch: Kaffee-Haus) können Sie sich mit israelischen und jüdischen Gerichten und Getränken stärken – alles 100% koscher.

Auguststraße

Fahren Sie weiter auf der Tucholskystraße und biegen Sie nach rechts in die Auguststraße ein. Die Auguststraße war vor dem Holocaust ein Zentrum jüdischen Lebens in Berlin. Hier lagen das alte jüdische Krankenhaus (ehemals Auguststraße 14-16), die jüdische Mädchenschule in der Auguststraße 11-13 und vieles mehr.

Jüdische Mädchenschule

Die ehemalige Jüdische Mädchenschule stand nach dem Krieg lange Zeit leer – und wird heute für Ausstellungen genutzt. Dort befinden sich auch die Restaurants Pauly Saal und Mogg. Folgen Sie der Auguststraße weiter, und fahren Sie über die Große Hamburger Straße hinweg. Ein paar Meter weiter biegen Sie nach links in die Kleine Auguststraße ab. In der Kleinen Auguststraße 10 finden Sie die Gedenkstätte Kleine Auguststraße – also an der Stelle der Synagoge, die in der Progromnacht von 1938 niedergebrannt wurde.

Linienstraße

Fahren Sie auf der Kleinen Auguststraße weiter, bis Sie auf die Linienstraße stoßen und biegen Sie links ab. Hier können Sie ungestört – und auch nebeneinander – radeln: Die Linienstraße ist eine Fahrradstraße. Fahrräder haben hier Vorrang. Nach wenigen Metern geht’s rechts weiter in die Ackerstraße. Überqueren Sie die Torstraße – und biegen Sie rechts in die Invalidenstraße ein. Sie kommen an einer alten Markthalle vorbei (Ackerhalle) und passieren die Elisabethkirche, die von Friedrich Schinkel erbaut wurde.

Weinbergspark

Jetzt geht’s über die stark befahrene Brunnenstraße geradeaus in die Veteranenstraße. Rechter Hand liegt wieder der Weinbergspark – Sie sind also gleich am Ziel. Nun können Sie überlegen: Strampeln Sie den Berg hoch, oder machen Sie noch einen Abstecher zum Restaurant Nola, das mitten im Weinbergspark liegt. Wenn Sie die Tour beenden möchten, biegen Sie von der Veteranenstraße einfach nach rechts in die Fehrbelliner Straße ab, fahren bis zur nächsten Kreuzung, biegen links in die Kastanienallee ein – und sind nach wenigen Metern am Ziel.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Hotel Kastanienhof