Direkt zum Inhalt
Lichterfelde am Teltowkanal
Fahrräder auf einer Brücke in Teltow (c) visumate

Tour 04 - Radroute Teltow (RR12)

Am S- und U-Bahnhof Innsbrucker Platz beginnt unsere Tour. Mit dem Rad geht es durch die gepflegten Seitenstraßen des großbürgerlichen Stadtteils Friedenau. Schicke Plätze, üppige Vorgärten und gemütliche Straßencafés laden zwar zum Verweilen ein, doch wir radeln weiter. Unterwegs passieren wir auch das Rathaus Friedenau. Früher spielte sich hier das Nachtleben der in Berlin stationierten amerikanischen Soldaten ab. Heute ist der einst lebhafte Platz zum ruhigen Einkaufszentrum Friedenaus geworden – bis heute fühlt man hier die gelassene Ruhe der Friedenauer.

Weiter geht es aus der Stadt raus ins Grüne: Der Insulaner, ein 78 Meter hoher Trümmerberg muss mit dem Rad erklommen werden. Am Fuße des Berges befinden sich eine Sternwarte und ein Planetarium. Kurz hinter dem Insulaner (Westberliner sah sich ja früher als Inselbewohner auf einem Eiland im „kommunistischen Meer“ - deshalb der Name) treffen wir auf den 1906 von Kaiser Wilhelm II. eingeweihten Teltowkanal. Dem Ufer des Kanals folgen wir. Unterwegs kommen wir am Uniklinikum Benjamin-Franklin vorbei, passieren den alten Dorfkern von Lichterfelde, die alten amerikanischen McNair-Kasernen, die momentan zu Loftwohnungen umgebaut werden, bis wir die Stadtgrenze von Berlin erreichen.

Nun sind wir in Teltow. Die 1265 urkundlich erwähnte einstige Kreisstadt empfängt heute in ihrer 1994 umfangreich restaurierten Altstadt feierlich ihre Gäste: Der historische Marktplatz, das alte Rathaus, die von Schinkel 1812 in einen neugotischen Stil umgebaute alte Dorfkirche – die Teltower Altstadt lädt zum Verweilen ein. Vom erst vor einigen Jahren eröffneten S-Bahnhof Teltow Stadt gelangt man bequem mit der S25 zurück ins Berliner Zentrum.