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Havelradweg Spandau
Familie auf Fahrrädern im Sommer visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Tour 03 - Radroute Spandau (RR3)

Am Vorplatz des Schloss Charlottenburgs beginnt die Spandau-Fahrradroute. Die Sommerresidenz Sophie Charlottes lassen Sie hinter sich und kommen in die alte Villenkolonie Westend. Damals, im 19. Jahrhundert, war hier der Stadtrand Charlottenburgs – vor den Toren der Stadt wurden hier nach Londoner Vorbild Villen für solvente Berliner geplant. Bis heute ist Westend immer noch einer der mondänsten Berliner Ortsteile. Kaum hat man Westend durchfahren, steht man auch schon auf einem riesigen Platz vor einem noch viel riesigeren Gebäude: dem Olympiastadion. Einst von den Nationalsozialisten für die olympischen Sommerspiele 1936 äußerst monumental erbaut, wird es heute – aufwendig saniert - von Hertha BSC genutzt. Das Stadion umfahren wir nördlich, durch den Ortsteil Ruhleben, der von einer eiszeitlichen Endmoräne umgeben malerisch in einem kleinen Tal liegt. In Ruhleben kann man außerdem eine kurze Jause mit Kötbullar und Hotdog im IKEA-Restaurant abhalten.

Hinter dem schwedischen Möbelhaus liegt ganz versteckt „Tiefwerder“, ein kleines Inseldorf, das romantisch zwischen der Havel und einer alten Mäander umschlossen und von den Einheimischen liebevoll Klein-Venedig genannt wird. Als nächsten sehenswerten Punkt erreichen wir die Altstadt Spandau. Am Zusammenfluss von Spree und Havel gelegen, wurde Spandau 1289 erstmals urkundlich erwähnt. Nicht nur die großteils erhaltenen Altstadtgassen sind sehenswert – auch die Zitadelle Spandau, eine auf einer Havelinsel gelegene Renaissance-Festung, ist einen Abstecher wert. Von der Spandauer Altstadt aus radelt man gemütlich durch die vielfältigen Grünzüge des Ortsteils Staaken bis in den Vorort Falkensee. Von dort bringt die Regionalbahn den erschöpften Radler wieder zurück nach Berlin.