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Jochen Senger, Vor rosa Hügel, 1965, Mischtechnik auf Papier, 44,5 x 33,5 cm
Jochen Senger, Vor rosa Hügel, 1965, Mischtechnik auf Papier, 44,5 x 33,5 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Was bleibet aber, stiften die Dichter: Die Kunstsammlung Pankow – Erwerbungen und Neuzugänge

Ausstellung

Die Kunstsammlung Pankow wurde 1993 vom Kulturamt Prenzlauer Berg mit dem Ziel gegründet, im Moment des großen sozialen und kulturellen Wandels die über Jahrzehnte aus den verschiedensten Anlässen erworbenen Kunstwerke zu sichern  und  so  einen  Beitrag  zum  historischen  Gedächtnis  der  Stadt  auf  dem  Gebiet  der  Bildenden  Kunst  zu  leisten.   

Adresse

Galerie parterre - Berlin

Danziger Straße 101 10405  Berlin


Seit  der  Fusion  der  Berliner  Bezirke  im  Jahr  2001  firmiert  sie  unter  dem Namen des neuen Großbezirkes als Kunstsammlung Pankow und hat  die  zu  diesem  Zeitpunkt  noch  vorhandenen  Kunstwerke  aus  Alt- Pankow  und  Weißensee  aufgenommen.  Das Wort „noch“  macht deutlich,  dass  zwischen  1989  und  2001  eine  erhebliche  Anzahl  wichtiger  Werke  verlorengegangen  sind, weil es keine, dem Prenzlauer  Berg  vergleichbare,  Initiative  zu  ihrer  Sicherung  gab.    Noch  immer  werden  Arbeiten  bei  der  Aufgabe  von  Räumen  oder  der  Auflösung  von  Einrichtungen  wiedergefunden.  So  wurden  bei der  Räumung des Kellers der Stadtbezirksbibliothek Prenzlauer Berg im Jahr 2013 beispielsweise frühe Werke von Brigitte Handschick (1939–1994), Hans-Otto  Schmidt,  Dieter  Goltzsche  oder  Claus  Weidensdorfer  gesichert, welche  nun  in  dieser  Ausstellung  zu  sehen  sein werden.   Bei dieser Gelegenheit fanden sich auch Blätter von Heinrich Burkhardt (1904–1985),  in  dessen  Pankower  Atelier  in  den  1960er  Jahren  das berühmte  „Aktzeichnen  in  Pankow“  stattfand,  das  die  –  von  Lothar  Lang sogenannte – „Berliner Schule“ begründete, die vielleicht besser als Ost-Berliner Secession charakterisiert wäre.  

Die  aktuelle  Schau  mit  Neuzugängen und Erwerbungen seit  2006  stellt  in  einer  Auswahl  etwa  100  Arbeiten  von  mehr  als  50  Künstlerinnen  und  Künstlern  vor.  Sie ermöglicht Einblick in die Berliner Kunst seit den 1920er Jahren bis heute.   Der  aufmerksame  Besucher  wird  in  den  Arbeiten  von  Herbert  Behrens-Hangeler  und  Egmont  Schaefer  über  diejenigen  von  Herbert  Tucholski und Werner Gilles eine gemeinsame künstlerische Linie bis in die Gegenwart entdecken können. Im  30. Jahr  der  „Friedlichen  Revolution“  erinnert  diese  Ausstellung  nicht  zuletzt  daran,  dass  Berlin  und  der  stetig  an  Einwohnern  wachsende Bezirk Pankow ihre Anziehungskraft in ganz wesentlichem Maße ihren Künstlern verdanken. Mit Hölderlin vertraut sie darauf, dass Kunst auch für kommende Generationen ein aufschlussreicher und wesentlicher Erinnerungsträger ist.  

Mit Werken u.a. von: Rolf Lindemann (1933–2017), Monika Maurer-Morgenstern, Monika Meiser, Harald Metzkes, Franz Mutzenbecher (1880–1968), Charlotte E. Pauly (1886–1981), Uwe-Jens Raddatz (1957–2011), Denise Richardt, Karl Richter (1927–1959), Klaus Roenspieß, Horst Sagert (1934–2014), Becky Sandstede (1909–1999), Egmont Schaefer (1908–2004), Karin Sakrowski, Hans-Otto Schmidt, Karin Schwedersky, Jochen Senger (1929–2016), Katharina Spann, Margot Sperling, Barbara Camilla Tucholski, Herbert Tucholski (1896–1984), Max Uhlig, Hans Vent (1934–2018), Heidi Vogel, Corinna Voißel, Veronika Wagner, Kurt Wanski (1922–2012), Claus Weidensdorfer  

Darüber  hinaus  zeigen  wir  eine  Auswahl  aus  dem  von  Lutz  Wohlrab und Uwe Warnke initiierten Projekt „Mail Art – 20 years since the fall of the wall“, das sich als Schenkung in der Kunstsammlung Pankow befindet.

Veranstaltungskalender

Veranstaltungen im Monat November 2019
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