Direkt zum Inhalt

Die Sonderausstellung „Klartext: Zur Geschichte des
Bode-Museums“ kann ab sofort digital erkundet werden. Der auf Deutsch und Englisch angebotene 360°-Rundgang dokumentiert mit zahlreichen Audio- und Videoinhalten zu 120 Objekten die wechselhafte Museumsgeschichte von 1904 bis heute und ist kostenfrei verfügbar.

Bode-Museum in Berlin
Bode-Museum in Berlin © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien


Der virtuelle Rundgang lädt zu einer abwechslungsreichen Entdeckungstour durch die Geschichte des Bode-Museums ein: Zu allen rund 120 ausgestellten Objekten, Archivfotos und Dokumenten sind durch einen Klick weiterführende Informationen auf Deutsch und Englisch abrufbar.

Hinzu kommen Wandtexte, Infoblätter zu ausgewählten Werken, ein ausführlicher chronologischer Überblick zur Geschichte des Museums sowie rund 30 Audiodateien, in denen Mitarbeiter:innen spannende Hintergrunddetails vermitteln. In einem von lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen produzierten Video werden die Inhalte der Ausstellung um kritische Reflexionen über die gesellschaftliche Relevanz des Bode-Museums erweitert.

Über die Ausstellung: Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums

Erstmalig steht das Bode-Museum selbst im Mittelpunkt einer Ausstellung. Geschichte und Gegenwart des traditionsreichen Hauses sind aufs engste mit Berlin verwoben: Die großen Ereignisse der Zeitgeschichte – die beiden Weltkriege, der Nationalsozialismus, die deutsche Teilung – sind nicht spurlos am Museum vorübergegangen und prägen das Haus und seine Sammlungen bis heute. Ziel der Sonderausstellung ist es, das Bode-Museum und seine historische Rolle in der Gesellschaft und der Stadt besser zu verstehen. Die kritische Reflexion der eigenen Vergangenheit bietet neue Perspektiven für die Zukunft. Zum Teil noch nie ausgestellte Objekte geben exemplarische Einblicke in bisher nicht beleuchtete Themen und machen Museumsgeschichte nachvollziehbar.

Der Rundgang gliedert sich in vier zentrale Schwerpunkte:

Die Sammlungen, das Gebäude, die Forschung und das Publikum. Durch die Ausstellung führen Paul Hofmann, Leiter der Restaurierungswerkstatt, und Carolin Marie Kreutzfeldt, wissenschaftliche Museumsassistentin in Fortbildung an der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Die Fassade des Bode-Museums ist eines der ikonischen Bilder Berlins. Doch obwohl das Äußere des Museums Berliner*innen wie Tourist*innen sehr vertraut ist, ist der Inhalt des Museums vielen ein großes Unbekanntes: Skulpturen, byzantinische Kunst, Malerei und Münzen aus ca. 2.000 Jahren Menschheitsgeschichte können hier entdeckt werden.

Die ganz besondere Eigenart und die Hintergründe zur Zusammensetzung der Sammlungen bleiben dem breiten Publikum oftmals verborgen. Das Bode-Museum will einen kritischen Blick auf seine Geschichte anhand der zentralen Elemente seiner heutigen Identität werfen. Dazu wird es die Sammlungshistorie, die Architekturgeschichte des Gebäudes und die Entwicklung des Publikums analysieren. Geschichten, die weitgehend mit der Geschichte Berlins verbunden ist.

Eine Sonderausstellung der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, des Münzkabinetts und des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin
Zusätzliche Informationen