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Malerei, Graphik, kinetisches Objekt

Was einst als konkrete Utopie begann, ist heute Kunstgeschichte. 1974 gründete sich unter dem vorläufigen Namen System eine internationale Künstler:innengruppe, die sich dem zur damaligen Zeit in Berlin dominierenden Neo-Realismus der Nachkriegszeit künstlerisch entgegenstellte. Umgetauft in Systhema gaben die in der Stadt lebenden und arbeitenden zwölf Künstler und eine Künstlerin eine „Antwort auf einen Mangel“ (Karl Ruhrberg) inmitten realistischer Tendenzen.

alte und neue Gebäude in Potsdam
alte und neue Gebäude in Potsdam © tanja dickert

Mit ihren Werken forderten sie den Anschluss an einen internationalen Kunstbegriff. Im Katalog zur Ausstellung der Künstlergruppe 1978 in Bern schreibt Ruhrberg weiter: „Abstrakte Kunst, vor allem die tendenziell systematisch-konstruktive bis technoid-kinetische, hat es schwer in Berlin …“

Der Kunstverein KunstHaus Potsdam freut sich, mit der aufgrund der Corona-Pandemie in den Sommer verschobenen Ausstellung Systhema. Positionen des Konkreten eine Retrospektive dieser einstigen „kulturelle(n) Kampfposition“ (Richard Paul Lohse) zu zeigen und diese neu zu verhandeln. Mit Malereien, Objekten und einer Grafikmappe von 1978 ist die Ausstellung eine Hommage und eine Erinnerung an das Wirken der Künstlergruppe.

Dank der Leihgaben der in Kleinmachnow beheimateten und international beachteten Sammlung Grauwinkel sind deren konstruktive künstlerische Positionen im KunstHaus zu sehen.

Mit: 
Frank Badur | Andreas Brandt | Stefanos Gazis | Johannes Geccelli | Kristin Gerber | Thomas Kaminsky | Jan Kotik | George Rickey | Christian Roeckenschuss | Klaus J. Schoen | Peter Sedgley | Rudolf Valenta
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