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Das „Stabat Mater“ ist einer der zentralen religiösen Texte des Abendlandes und wurde Grundlage vieler Vertonungen. Der Text erzählt von der Trauer Marias um ihren gekreuzigten Sohn Jesus. Die Version des estnischen Komponisten Arvo Pärt ist zentraler Bestandteil des Projektes, das nun in der Tischlerei der Deutschen Oper aufgeführt wird.


Die Produktion ist eine Kooperation der Jungen Deutschen Oper mit dem Jungen RambaZamba Theater, bei der über mehrere Monate ein Ensemble aus 25 jungen Menschen unterschiedlichster Herkunft mit und ohne Behinderungen zusammengearbeitet haben.

Ausgehend von einer musiktheatralischen Forschung zu Gefühlen und den dramatischen Gefühlsexpressionen auf der Opern- und Theaterbühne untersuchten die jungen Darsteller*innen vor allem die Gefühle Trauer, Wut und Angst sowie ihren individuellen und kollektiven Umgang mit diesen Emotionen. Daraus ist eine Inszenierung geworden, in der Ritual und Theater nahe beieinanderliegen.

Zudem geht es um die Auseinandersetzung mit Krieg – den einige der teilnehmenden Jugendlichen selbst erlebt haben – und um die Sehnsucht nach Frieden. Was bedeuten noch Glaube und Spiritualität, wenn aller Frieden unerreichbar scheint? Das junge Ensemble begibt sich auf die Suche nach dem Platz auf der Erde, der sich trotz allem friedlich und still anfühlt.

Musikalisch wird Pärts Stück u.a. mit dem Werk „Iktsuarpok“ der Komponistin Misha Cvijovic konfrontiert, in dem sie die Frustration des vergeblichen Wartens vertont hat.

Die Arbeiten der Regisseurin Kirsten Burger (wie zuletzt 2023 bei „Schwärmen“ im Humboldtforum) sind in Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Julia Krenz und der Dramaturgin Loretta Würtenberger Stückentwicklungen, die gemeinsam mit allen Teilnehmenden erarbeitet werden. Dabei stehen Laien und junge Menschen mit und ohne Behinderung sowie Profis auf der Bühne. Gemeinsam begeben sich die an der Inszenierung Beteiligten auf eine Suche, in der alle gleichberechtigt sind. Kirsten Burger sagt zu ihrer Arbeitsweise: „Die maximale Selbstermächtigung, Ehrlichkeit und Verletzlichkeit in der künstlerischen Arbeit, als auch das gegenseitige Zuhören stehen zentral. Dadurch geschieht ein Sichtbarmachen dessen, was sonst ,unsichtbar‘ bleibt und etabliert neue ,Sehgewohnheiten‘.“

Die Jugendlichen, die gemeinsam „Stabat Mater“ entwickelt haben, heißen Aila Wittig, Anastasiia Hryshchenko, Alya Share, Bohdan Pyliavskyi, Charlotte Ausan, Csilla Feher, Daniel Beesk, Denise Soliva, Felix Hasselbach, Ivan Rabosh, Leander Helm, Long Tran, Lotte Latscha, Louise Dessau, Malina Höfflin, Milica Milic, Niklas Ufer, Niklas Weise, Nuria Kovacs, Leif Lapuks, Parastu Ghashghaie, Paulina Schulz, Setareh Hashemi, Tony Plate, Valeriia Beketova.

ca. 1 Stunde / keine Pause

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Zusätzliche Informationen
In deutscher, ukrainischer und russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Stückentwicklung des jungen Ensembles der Jungen Deutschen Oper und des jungen RambaZamba Theaterssowie die Komposition „Stabat Mater“ von Arvo PärtPremiere am 5. April 2024 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin



Das Projekt "Stabat Mater" wird gefördert durch "Zur Bühne" das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.“
Teilnehmende Künstler
Junges Ensemble „Stabat Mater“ (Von und mit)
Kirsten Burger (Inszenierung)
Misha Cvijovic (Musikalische Leitung Stückentwicklung)
Fernando Balsera Pita (Szenische Einstudierung / Choreografische Mitarbeit)
Antonio Rivero (Percussion / Musikalische Mitarbeit)
Julia Krenz (Bühne)
Carlotta Dering (Kostüme)
Marlene van Dieken (Kostüme)
Loretta Würtenberger (Dramaturgie)
Junge Deutsche Oper (Dramaturgie)
Til Roller (Regieassistenz)
N. N. (Dirigat)
Meechot Marrero (Sopran)
Oleksandra Diachenko (Mezzosopran)
Chance Jonas-O'Toole (Tenor)
Tina Kim (Violine)
Seo-Hyeun Lee (Viola)
Stephan Buchmiller (Violoncello)
Termine
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