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re:organ - Labor für neue Orgelklänge

Weihrauch – heiliger Rauch – begleitet seit der frühen Antike unterschiedlichste religiöse und spirituelle Praktiken, vom Judentum und Christentum über Indien und große Teile Asiens bis nach Südamerika und Afrika. Oft erfüllt er eine ähnliche Funktion: Er markiert eine Schwelle, verwandelt das Alltägliche in einen Raum erhöhter Aufmerksamkeit.


In SONUS INCENSUS treffen Geruch und Musik aufeinander – zwei Künste des Unscharfen, die sich jeder exakten Benennung entziehen, dafür aber Erinnerungen und Gefühle unmittelbarer ansprechen als Worte oder Bilder. Sie breiten sich aus, überlagern sich, verwehen und hinterlassen Spuren nur im Inneren.


Die Cellistin und Improvisatorin Maria Magdalena Wiesmeier hat sich diesem Zusammenspiel von Klang und olfaktorischem Raum bereits in früheren Projekten angenähert.

Gemeinsam mit Maximilian Schnaus verwandelt sie den Kirchenraum in ein Labor: Orgel und Cello erzeugen avantgardistische Schichtungen von Nähe und Ferne, von Verdichtung und Auflösung. Als kompositorische Bezugspunkte dienen die dunkle, konzentrierte, spirituell aufgeladene Musik der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina sowie Impulse aus der Renaissance, etwa von Frescobaldi – Musik, deren Strenge und Form eng mit Ritual verbunden ist.
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