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Eine Sonderpräsentation des Kunstgewerbemuseums

Im Rahmen des Projektes „SLOW“ – initiiert vom American Hardwood Export Council (AHEC) – werden neue Design-Objekte in die Dauerausstellung des Museums integriert. Neun zeitgenössische Entwürfe – vollständig aus Roteiche, Kirsche sowie Hart- und Weichahorn gefertigt – repräsentieren frische, junge Stimmen modernen Designs. Sie bringen einen spezifischen Zeitgeist sowie eine neue Form der Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit im Kontext von Design, Produktion und Materialität zum Ausdruck.

Veranstaltungen in Berlin: SLOW. Slow design for fast change
© visumate

Unsere Gesellschaft ist seit einiger Zeit von einem spürbaren Wertewandel geprägt. So wie die Individualisierung eine Vielfalt an Lebens- und Konsumstilen hervorbringt, so geht sie auch mit einem veränderten Verständnis von Qualität in Bezug auf Design einher. Menschen hinterfragen heute mehr denn je, was sie kaufen: Sie denken über den Designprozess nach, über die Produktionsprozesse und verwendeten Materialien sowie die übergeordneten Themen Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Produkte und Objekte, die Materialien möglichst lange in Wertstoffkreisläufen zirkulieren lassen, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

In diesem Kontext stützt sich der Begriff „SLOW“ auf einen ganzheitlichen Ansatz für kreatives Denken, Prozesse und Produkte. Er steht für einen erweiterten Bewusstseinszustand, die Verantwortlichkeit für das tägliche Handeln und das Potenzial für eine Bereicherung an Erfahrungen für Einzelpersonen und Gemeinschaften. In der heutigen "schnellen" Kultur ist ein bewusster Wandel hin zu Objekten zu beobachten, die langlebig sind, sich durch ein zeitloses Design auszeichnen, von hoher Qualität sind und über Generationen hinweg Bestand haben werden.

Designer*innen haben heute einen enormen Einfluss darauf, wie Produkte geplant werden, wo, womit und wie sie hergestellt werden. Die Zukunft für diese Entwicklung liegt in der nächsten Generation von Designer*innen. Das AHEC-Projekt „SLOW“ bietet eine Plattform für diese neue Generation und lädt sie dazu ein, innovative Produkte, Objekte und Ideen zu entwerfen, die eine Bewegung in Richtung „Slow Design“ widerspiegeln.

Die Projektteilnehmer*innen wurden gebeten, eines – oder eine Kombination – vier amerikanischer Laubhölzer auszuwählen: Rot-eiche, Hart- und Weichahorn und Kirsche. Diese Arten machen über 40% der östlichen US-Laubwälder aus, eine der größten und nachhaltigsten Laubholzressourcen der Welt. Derzeit werden die drei Holzarten in Europa jedoch nur wenig verwendet, obwohl sie in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit, ästhetisches Aussehen und eine einfache Handhabung in der Produktion viele Vorteile bieten. Im Rahmen des Projekts werden somit Materialien in den Fokus gerückt, die derzeit weniger beliebt sind als andere, eine nähere Betrachtung aber durchaus verdienen. 

Die Designer*innen Maximilian Beck, Clémence Buytaert, Simon Gehring, Hansil Heo, Haus Otto, Sarah Hossli und Lorenz Noelle, Anna Koppmann, Theo Luvisotto sowie Maximillian Rohregger haben Objekte entworfen, die ihre Interpretation des Mottos „Slow design for a fast change“ aufzeigt. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie junge Designer*innen ihren Beruf heute neu denken, wenn sie die Aspekte Nachhaltigkeit und Langlebigkeit berücksichtigen und den Fokus auf Qualität legen. Die von der deutschen Werkstatt Holzfreude gefertigten Entwürfe zeigen den Wert präziser Handwerkskunst auf und präsentieren eine Auswahl der besten Nachwuchstalente. Eingebettet in den einzigartigen historischen Kontext des Kunstgewerbemuseums, trifft zeitgenössisches Design auf Werke in der Dauerausstellung, die von der barocken Wunderkammer über Rokoko-Porzellan und die Möbelkunst des Klassizismus und Historismus bis hin zum Jugendstil reichen.

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Zusätzliche Informationen
Seit Montag, 15. November 2021, gilt für den Besuch der Staatlichen Museen zu Berlin die 2G-Regel. Der Zutritt in die Museen ist ausschließlich mit einem digital lesbaren Impf- oder Genesungszertifikat, einer medizinischen oder FFP2-Gesichtsmaske sowie einem vorab online gebuchten Zeitfensterticket möglich.
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Kulturforum - Kunstgewerbemuseum
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