Direkt zum Inhalt
Vier Porträtfotos einer jungen Frau in Schwarz-Weiß liegen nebeneinander. Sie hat einen Kurzhaarschnitt und trägt ein Blumenkleid. Die Fotos stammen aus dem Fotoautomaten „Photomaton“.
Vier Porträtfotos einer jungen Frau in Schwarz-Weiß liegen nebeneinander. Sie hat einen Kurzhaarschnitt und trägt ein Blumenkleid. Die Fotos stammen aus dem Fotoautomaten „Photomaton“. © SDTB / Historisches Archiv

#portrait

Eine Geschichte der inszenierten Personenfotografie

Das Familienfoto im Rahmen an der Wand, das Passfoto der Liebsten im Portemonnaie oder im Album und der Schnappschuss, der per Smartphone versendet wird – immer wieder begegnet uns das Porträt.

Adresse

Deutsches Technikmuseum Berlin

Trebbiner Straße 9 10963  Berlin

Deutsches Technikmuseum

Trebbiner Straße 9 10963  Berlin

Tel.: 49 30 902 54-0 E-Mail:


Das Deutsche Technikmuseum zeigt in der Sonderausstellung #portrait eine Auswahl aus 160 Jahren Personenfotografie. Präsentiert werden rund 250 Schwarz-Weiß- und Farb-Aufnahmen, die eine faszinierende Motiv-Vielfalt in diesem Genre widerspiegeln. Die Fotos sind nach ihrem Verwendungszweck geordnet: gerahmt, gesammelt, ins Album geklebt oder in die Welt geschickt. Dabei stehen sich Schwarz-Weiß-Aufnahmen und Farbfotos ähnlicher Motive gegenüber.

Das Porträt – mehr als ein GesichtIn allen erdenklichen Zusammenhängen und zu unterschiedlichen Zwecken entstehen Porträts – also Fotografien von Personen. Mit dieser Definition ist der Begriff Porträt in der Ausstellung weit gefasst. Das Porträtfoto ist ein Zusammenspiel von den Menschen vor und hinter der Kamera und der Art und Weise, wie, wo und wann das Foto aufgenommen wird. Ein Porträt ist also immer inszeniert.

Vom künstlerischen Unikat zur BilderflutAls Weiterführung der Porträtmalerei entstanden ab 1840 Fotografien von Personen. Der Berliner Fotograf und Porträtmaler Karl Wahl beispielsweise vereinte beide Techniken: Er bot auch Nachbesserungen der Fotos mit Öl- und Pastellfarbe an. Mit der Verlagerung der Porträtfotografie aus den Ateliers in den Alltag der Menschen nimmt die Vielfalt an Themen und somit die Gelegenheit zur Inszenierung zu. Bei der Wahl des Motivs bleibt jedoch eines gleich: Geknipst wird, was den Menschen wichtig ist. Auch die Möglichkeit, Fotos in Farbe oder digital aufzunehmen, mindert die Faszination am Porträt nicht – ganz im Gegenteil. In einer wahren Bilderflut inszenieren sich Menschen täglich: Auf der Fotoplattform Instagram gibt es über 90 Millionen Bilder, die mit #portrait verschlagwortet sind.
Wo ist dein Foto?Die Ausstellung ist ein Potpourri aus 160 Jahren inszenierter Personenfotografie. In der bunten Mischung findet jede Besucherin und jeder Besucher einen Anknüpfungspunkt zur eigenen Fotogeschichte. Denn in einer dieser Kategorien findet man das eigene Foto bestimmt: gerahmt, gesammelt, ins Album geklebt oder in die Welt geschickt.

Veranstaltungskalender

Hier finden Sie weitere Informationen