Direkt zum Inhalt

physical prospects ist ein nachdenkliches Stück, das ohne Worte, nur mit dem Körper und dessen Empfindungen auskommt. Die Performance, die erstmals vor Live-Publikum gezeigt wird, beschäftigt sich mit der Erfahrung des Zerbrechens bzw. des Zerbröselns. Ob Klimakrise, Kapitalismus oder Patriarchat, Nora Tormann betrachtet diese drei Themenkomplexe unter dem Aspekt von Gewalt und Zerstörung. Sie hinterlassen Spuren am individuellen Körper und an dem der Umwelt.

Veranstaltungen in Berlin: physical prospects
© Oliver Look

Mit queeren Perspektiven auf Trauer und Wut geht physical prospects von der eigenen Verletzlichkeit aus und sucht nach Möglichkeiten, sich dieser Gewalt zu widersetzen. Wie kann so eine Widerständigkeit aussehen, wie fühlt sie sich an und wie materialisiert sie sich?

„Mich fasziniert wie Porosität die Fragilität von Materialien, und die äußeren Einflüsse, die auf diese einwirken, sichtbar macht und gleichzeitig das Potenzial der Wandelbarkeit und damit Unberechenbarkeit birgt. Ich sehe darin auch eine Metapher zu der queeren Perspektive, in den Leerstellen einer brüchigen Normativität, Raum für experimentelle Gegenentwürfe zu finden – Wege hin zu möglichen Utopien.“, so Nora Tormann.

Alles zerfällt. Alles ist porös — da ist etwas dazwischen — zwischen dem Nichts. Was das ist — dem geht Nora Tormann mit physical prospects auf die Spur.  Nora Tormann setzt den Körper in Interaktion mit konzeptionellen Bühnenbildern. Bei physical prospects sind es Betonskulpturen und Moos. Als weiteres Element wird eine Klangblase erzeugt, die die Zuschauer:innen in einen akustischen Zwischenraum versetzt und in die poröse Landschaft integriert. Dabei bringt die Solo-Choreographie nicht nur den Körper in Bewegung, sondern auch die Materialien, sodass zuweilen die ganze Landschaft um diesen herum zerbricht.

Bei einem Aufenthalt auf Island lernte Nora Helena Rauch (Bühnenbild), Zofia Tomczyk (Sounddesign) und Elsa Mencagli (Künstlerische Assistenz) kennen. Unendliche, karge Landschaften und Stille, dazu die unberechenbare Zerstörungswucht der Klimakrise waren prägend.

Termine:

  • Fr 07.10.22, 20:00 Uhr
  • Sa 08.10.22, 20:00 Uhr 
  • So 09.10.22, 20:00 Uhr
Dauer der Performance: 50 Minuten

Mitwirkende:

  • Künstlerische Leitung / Choreographie: Nora Tormann
  • Performance: Milena Stein, Dominique Tegho, Nora Tormann
  • Bühnenbild und Lichtdesign: Helena Rauch
  • Musik: Zofia Tomczyk
  • Mentoring: Sigal Zouk
Zusätzliche Informationen

Dauer: 60 Minuten, ohne PauseTickets: 15 € / 10€ (erm.)
Termine
Datum
Ehemaliger Luftschutzbunker Charlottenburg
Datum
Ehemaliger Luftschutzbunker Charlottenburg
Datum
Ehemaliger Luftschutzbunker Charlottenburg