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(Life on earth can be sweet) Donna
(Life on earth can be sweet) Donna © Anna Viebrock

(Life on earth can be sweet) Donna

Lied vom Ungebundenheitsimperativ

Alle: Wir haben gehört, dass es Hoffnung nur gibt,
um der Hoffnungslosesten Willen.

1: Wer hat euch gesagt, dass es Hoffnung gibt?

Alle: Wir sehen zwar, dass wir es nicht ändern
können, viel tiefer geht aber der Glauben, dass
es doch zu ändern ist.

Tickets

Adresse

Deutsches Theater Berlin

Schumannstraße 13 A 10117  Berlin


1: Wie bei mir, den ihr verlassen habt, und ich weiß, dass ich euch nicht mehr zurückkriege. Aber ich flehe und heule, als wäre es nicht so, meint ihr das? Alle: Wir können nur aus dem was machen, was man aus uns gemacht hat. Aber es geht ja auch darum, was man aus der Welt gemacht hat. 1: Ich will, dass deine Hand immer auf meiner landet, wenn irgendwas war. Wenn ich geschrien habe oder unausstehlich war. Deine Hand auf meiner ist ja nicht neu. Aber für mich war es das. Man kann sich eben nicht neu erfinden in diesen Begegnungen, in all dem, was man machen kann. Alle: Aber es ist wie das Abspielen der Klassiker auf einer Bühne, sie halten nur den Hof sauber. 1: Es ist ja nur das da, was man machen kann. Alle: Man kann sich das Ende des Theaters, aber nicht das Ende des Regietheaters vorstellen. Man kann sich das Ende der Welt, aber nicht das Ende des Kapitalismus vorstellen. 1: Wieviel Arten von Menschen gibts auf der Welt. Alle: Zweierlei Arten. 1: Was für Arten sind das? Alle: Die Vernetzten und die mit wenig Kontakten. Also die Mobilen und die Nicht-Mobilen. 1: Wer aber will nicht, dass es zweierlei Arten gibt? Alle: Da die Ungerechtigkeit nur in Statistiken auftaucht, weil die mit wenig Kontakten sich nicht begegnen, wissen die Ausgegrenzten nicht, dass sie die Ausgebeuteten sind. Also können sie hier noch nichts wollen. 1: Wer aber wird abschaffen, dass es zweierlei Arten von Menschen gibt? Alle: Da blicken wir noch nicht durch. Aber da beide Arten in dieser Welt leben, kann es sich nicht um Ausgrenzung handeln, sondern es muss sich viel eher um Ausbeutung handeln. 1: Warum müsst ihr euch nicht rechtfertigen? Alle: Weil der Kapitalismus das macht. 1: Woran erkennt ihr, dass er nicht viel mehr ist als ein Rechtfertigungssystem? Alle: Er greift sämtliche utopischen Energien ab. Er war ja nie ein Überbau, sondern nur ein System von Rechtfertigungen, das sämtliche utopischen Energien absaugt. Er hört aber gleichzeitig nie auf, kollektiven Strukturen Steine in den Weg zu legen. 1: Ich weiß nicht, es ist alles so lange her, das mit dir, und ich hab aufgehört, es mit Sinn und mit Geist zu versorgen. Also wie der Kapitalismus das macht, alles mit Sinn und mit Geist zu überziehen. Was gefährdet die Wirtschaftsordnung wirklich? Alle: Die tatsächliche Präsenz. Denn: Drei Sterne bei Amazon sind wie ein Stern. 1: Die Philosophie sagt uns, dass es auch ohne Präsenz geht. Alle: Das sind die geisteswissenschaftlichen Märchen vom Sinn und vom Geist. 1: Wer wird abschaffen, dass der Kapitalismus alle utopischen Energien abgreift? Alle: Die tatsächliche Präsenz. 1: Aber wer wird auch im grünen Kapitalismus nicht gebraucht? Alle: Die Jugendlichen in Gosen – Neu Zittau. 1: Woran erkennt man die mobile Art? Alle: Daran, dass sie Drogen nimmt, um Erfahrungen zu machen. 1: Und woran erkennt man die nicht-mobile Art. Alle: Daran, dass sie Drogen nimmt, um Erfahrungen loszuwerden. 1: Ja und jetzt wird es wichtig, dass man alle informiert. Dass man mit den Wagen herumfährt, und es den Menschen sagt.

TicketsVeranstaltungskalender

Teilnehmende Künstler
René Pollesch (Regie)
Anna Viebrock (Bühne)
Nina von Mechow (Kostüme)
Matthias Vogel (Licht)
Anna Heesen (Dramaturgie)
Martin Wuttke
Judith Hofmann
Jeremy Mockridge
Bernd Moss
Milan Peschel

Hier finden Sie weitere Informationen

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