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Mit Werken von Astrid Köhler, Nina Maron, Nuno Raminos, Giacomo Piussi, Skenar73, Ewen Gur, Mari Kim, Daniel Thurau

Es gibt Ausstellungen, mit denen sich das Bild der Galerie besonders verändert. Die unter dem Titel Japan entstandenen Werke lassen nicht nur in dieser Beziehung keine Wünsche offen. Seit fast zweihundert Jahren verändern japanische Motive und Techniken das Denken und Handeln europäischer Künstler, angefangen mit van Gogh, Manet, Monet.

Veranstaltungen in Berlin: Japan
Nuno Raminhos

Das war nicht nur der Neugier auf die Werke nach fast 250 jähriger strikter Isolation geschuldet, sondern auch der Eleganz, Exotik, Erotik und Farbigkeit der Werke, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts nach Europa gelangten. Vor allem Holzschnitte sorgten für eine schnelle Verbreitung.
Die im 17. Jahrhundert in Japan gebräuchliche Drehbühne wurde auch zur großen Freude von Max Reinhardt im Berliner Theater Standard, Puccinis Madame Butterfly errang einen Erfolg nach dem anderen und japanische Gärten kamen in Mode.

Nina Maron setzt ihre Frauenfiguren ganz bewußt in traditionellem Outfit und historischer Umgebung ins Bild. Ein Hinweis auf den langen Weg, den japanische Frauen in die Moderne zurückgelegt haben. Astrid Köhler weist augenzwinkernd in ihren kleinen Arbeiten auf Karton und Holz darauf hin, dass die japanischen Elemente längst subtil wie in einem Suchbild in unser Leben Einzug gehalten haben, entdeckt und bewundert werden sollen. Nuno Raminos nimmt sich Werke des bewundernswerten Hokusai zum Vorbild,der mit seinen Holzschnitten in Paris in den gewagtesten Sammlungen des 19. Jahrhunderts Furore gemacht hat und überwindet mit Mickey Mouse, Donald Duck im Vordergrund sehr überzeugend eine Zeitspanne von fast 200 Jahren. Mari Kim, die mit dem Spannungsbogen zwischen östlicher und westlicher Kultur umgeht, spielt mit einer zarten formvollendeten Geisha auf den großen kulturellen Beitrag an, den japanische Frauen traditionell leisten. Skenar73 hat Werke von exotischer Eleganz geschaffen, seine Abstraktion ist ein Schlüssel zum Verständnis japanischer Maltradition. Auch Daniel Thuraus Vorbild Hiroshige hat mit seinen Landschaftsmotiven soviele Generationen inspiriert, dass das Ergebnis dieser neusten Auseinandersetzung ganz besondere Aufmerksamkeit verdient. Giacomo Piussi ist sowieso ein einfallsreicher, subtiler Könner des Stilisierens, der japanische Stil gibt ihm ungewöhnlich viele Freiheiten, neues Terrain zu erobern, während Ewen Gur an das köstliche japanische Essen denkt und Sushi, Bambus und Ramennudeln aufs Blatt zaubert- dazu Koys.
Zusätzliche Informationen
Öffnungszeiten:
Montags geschlossen
Dienstags- Freitags von 11 bis 18.00 Uhr
Sonnabend von 11 bis 16 Uhr
und auf Vereinbarung
Termine
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