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Umher streift der Protagonist in John Sauters zweitem Gedichtband »Zonen« (Edition Azur, 2021). Darin zeichnet der Autor und Musiker eine Topographie imaginärer und erlebter Landschaften und folgt der Stille vergessener Lagerstättenbezirke in die ostdeutsche Provinz. Die luxemburgische Autorin Nora Wagener ist für ihre fein gearbeiteten Kurzgeschichten bekannt.

Literarisches Colloquium Berlin
Literarisches Colloquium Berlin © visitBerlin, Foto Dagmar Schwelle

In »Was habe ich verpasst« (Éditions Guy Binsfeld, 2021) fertigt sie ein Kaleidoskop von Lebensgeschichten an und porträtiert Menschen, die eine wesentliche Frage verbindet: Was wäre, wenn? Auch freuen wir uns an diesem zweiten Hausgäste-Abend im August auf die in Süd-Ontario lebende Canisia Lubrin. Mehrfach ausgezeichnet wurde die Schriftstellerin, Kritikerin und Herausgeberin bereits für ihre letzten Gedichtsammlungen, »Voodoo Hypothesis« und »The Dyzgraphxst«, beides sprachkritische Auseinandersetzungen mit imperialen Sturkturen, aus denen Potentiale des Polyvokalen hervorgehen.

Ákos Kormányos, ungarischer Gastautor, berichtet in seinem autobiografischen Gedichtband »Töredezettségmentesítés« (»Defragmentierung«, 2021) vom Leben eines Mannes, der trotz zahlreicher Widerstände weitermacht. Kormányos hinterfragt die Darstellung körperlicher Behinderung in Literatur und Leben.

Ákos Kormányos, Canisia Lubrin, John Sauter und Nora Wagener in Lesung und Gespräch

Eintritt frei
Zusätzliche Informationen
Termine
Datum
Literarisches Colloquium Berlin (lcb)