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© Hanne Darboven Stiftung, Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Foto: Maximilian Geuter
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Hanne Darboven. Korrespondenzen

Anlässlich einer Schenkung von 15 Werken und Werkkomplexen aus allen Schaffensphasen der 2009 verstorbenen Künstlerin Hanne Darboven widmet der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin dieser bedeutendsten Vertreterin der Konzeptkunst in Deutschland eine Ausstellung.

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Adresse

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart

Invalidenstraße 50/51 10557 Berlin


Die Ausstellung „Hanne Darboven. Korrespondenzen“ macht anhand der frühen Zeichnungen aus der Schenkung von Michael und Susanne Liebelt deutlich, wie die 1941 in München geborene und zeitlebens in Hamburg arbeitende Künstlerin anfänglich die Auseinandersetzung mit der Minimal Art und Konzeptkunst ihres New Yorker Umfelds suchte, um dann mit ihren auf Kalenderdaten beruhenden Zahlenkonstruktionen zunehmend größere, eigenständige Werkblöcke zu schaffen. Nach dem zweijährigen Aufenthalt in New York 1966/67 entwickelte Darboven ein System der Quersummenberechnungen von Tagesdaten, das fortan die Basis ihres Schaffens bildete. Die Methode erlaubte ihr, Zeiträume und damit ein Bewusstsein über Zeit darzustellen – in privater, gesellschaftlicher, historischer und kultureller Hinsicht.

Neben zahllosen von ihr beschriebenen und collagierten Einzelblättern, die sie zu umfangreichen Wandinstallationen zusammenfasste, wählte sie dafür immer wieder das Medium des Buches, dessen Rezeption – das Lesen bzw. Durchblättern der Seiten – wiederum einen zeitlichen Vorgang darstellt. In ihrem in der Ausstellung gezeigten wandfüllenden Bildpanorama „Menschen und Landschaften“ von 1985 vollzieht Darboven die Entwicklung der Postkarte zu einem Massenmedium nach und fragt nach der Macht der Bilder im Spannungsfeld von „Patriotismus, Nationalismus, Kosmopolitismus, Dekadenz“.

Zentraler Teil der Ausstellung ist die Korrespondenz mit Künstlerkollegen, Freunden, Ausstellungsmachern und Galeristen aus den späten 1960er und frühen 1970er Jahren, die die Entstehung dieses einzigartigen Aufschreibesystems zugänglich macht.Ergänzt wird die Präsentation der Schenkung von Michael und Susanne Liebelt und des Briefwechsels aus dem Besitz der Hanne Darboven Stiftung um Arbeiten Darbovens und ihrer Künstlerkollegen wie Carl Andre, Bernd und Hilla Becher, Daniel Buren, Sol LeWitt, Panamarenko und Lawrence Weiner aus der Sammlung der Nationalgalerie, des Kupferstichkabinetts und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin.Kuratoren: Gabriele Knapstein, Petra Lange-Berndt und Dietmar Rübel / Kuratorische Assistenz: Ina DinterDie Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

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