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Lena Klink / Erika Kooki Filia

solar bear - Unter dem Gewicht alter Welten erwacht „solar bear“ in spekulativen Zukünften. Instinktiv gerät er in Bewegung. Er lernt mit dem Gewicht zu spielen, zu transformieren, zu bilden und zu wachsen. Immer wieder türmen sich neue Welten auf, entwickeln sich weiter und verschlucken sich an sich selbst. „solar bear“ steht für eine transformierte Gestalt in der Zukunft, die sich ständig an die Veränderungen der Umwelt anpasst und versucht gegebene Elemente der Welt wiederzuverwerten.



In Solarpunk Zukunfts-Visionen, werden benötigte Energien durch ausschließlich nachwachsende Ressourcen und eine erfolgreiche Eingrenzung von umweltschädlichen Emissionen erzeugt. Die Ästhetik der alternativen Kunstbewegung wird durch die Fusion von futuristischen Elementen und dem Jugendstil geprägt, stets den Einklang mit der Natur suchend. Wie eine solche Welt für alle Menschen der Welt sozial verwirklicht werden kann, zeigt sich am Reiben von Visionen an aktuellen Realitäten.

In Cyberpunk-Zukunftsbildern werden oft post-apokalyptische Zustände beschrieben, in denen ein Überleben nur durch die Erweiterung des menschlichen Körpers mittels Technologie gesichert würde. Das Tuning des eigenen Körpers zum Cyborg durch Masken, technologische Sensoren, Sehhilfen oder sozialer Adaption können den Menschen über die eigenen Grenzen der Möglichkeiten hinauswachsen lassen.


Beeinflusst von diesen Visionen spielt „solar bear“ mit dem Gedanken, ein ästhetisches Beispiel zu erzeugen, in dem organisches und anorganisches Leben von der Sonne angetrieben wird und sich utopische sowie dystopische Folgen die Waage halten, umgeben von schmelzenden Eisbergen.



an album – Erika Kooki Filia
 

Dieses Stück ist wie ein kleines Amateur-Punk-Album, in dem wir gemeinsam über sinnlose systemische Missstände singen, mit der Idee der Dekonstruktion des Balletts flirten und beobachten, wie der Weihnachtsbaum, den wir gerade schmücken, in Nichts zerfällt. Kurze persönliche und kollektive Kommentare rund um die Verkörperung sozialer Niederlagen werden in diesem kleinen informellen Stück in vier choreografischen Liedern gestrickt.


Beeinflusst von Nekropolitik, der Politik des Ortes und der Idee, dass weder der so genannte Human/Mensch noch der Topos/Raum universell ist, entstand dieses Stück als Mittel zum Verständnis und zur Notwendigkeit, den Konsens darüber, was es bedeutet, „human“ zu sein (ein Begriff, der nicht neutral ist), neu zu definieren, indem die klassizistischen, neoliberalen, patriarchalischen Erwartungsformen aufgebrochen werden. Wie kann Raum für alle geschaffen werden?

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Zusätzliche Informationen
solar bear – Lena Klink

Performance, Choreografie: Lena Klink (she/her)

Performance Sound: ASA 808 (he/they)

Lichtdesign: Vito Walter (he/him)

 

Dank an die nein9 community, die das Solo mitgetragen und dramaturgische Unterstützung geleistet haben.

 

an album – Erika Kooki Filia

Choreographie, Aufführung: Erika Kooki Filia (they/them)

Musik, Sounddesign: Samuel Boldrini (er/sie)

 

Dank an Hari Krishna und Sofia Pouchtou für ihre Hilfe.

 

 

Die Premieren dieser beiden Arbeiten fand im Rahmen der zweiten Ausgabe des Blank Check Festivals am 21.09.20 23 im DOCK 11 / DOCK ART statt; produziert, kuratiert und performt von nein9 und mit freundlicher Unterstützung von DOCK ART.
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